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Der kleine Giftzwerg kehrt zurück – Styx Shards of Darkness

Von alt, mach neu

Unsere Reise beginnt in Thoben, der Stadt der Diebe. Zu Anfang fällt auf, dass im zweiten Teil von Styx die Umgebung viel lebhafter und detaillierter gestaltet wurde. Selbst die NPC’s haben einiges an Aussehen dazugewonnen.

Unsere Geschichte trägt ihren Anfang auf einem Zepter, welches Styx gerne sein eigen nennen würde. Allerdings birgt diese Aufgabe Gefahren und gestaltet sich schwieriger als er angenommen hatte. Seine Gegner sind keine Menschen, sondern Elfen und einer der sogar seine Gestalt verändern kann. Der Goblin wird leichtfertig außer Gefecht gesetzt und verliert neben seinem Bewusstsein auch noch das begehrte Zepter.

Als wäre dieses Schicksal aber noch nicht schlimm genug, wird er von einer goblinjagenden Garde ergriffen und gefangen genommen. Mit der Anführerin lässt Styx sich auf einen Kompromiss ein: Er jagt und fängt den Elfen, wofür er das Zepter behalten darf. Ein Deal den er kaum abschlagen kann und so beginnt ihre Reise in Korrangar, der Stadt der Elfen…

Die Grundsteine sind gelegt

Die Grundsteine des Gameplays sind dieselben wie in Teil eins. Wir schleichen in den Schatten, verstecken uns und versuchen unsere Gegner lautlos zu beseitigen.

Die Animationen sind auch hier nicht weggelassen worden und auch die frechen Sprüche des Goblins wurden nicht vergessen. Hier und da entlockt Styx einem wirklich ein Grinsen. Selbst wenn man einmal (oder öfter) stirbt, kann man dem Spiel keinen Vorwurf machen, denn selbst der Screen fürs „Game Over“ ist gespickt mit witzigen Bemerkungen. So kann es vorkommen, dass er euch ein wenig beleidigt oder fragt ob wir sicher sind, dass wir den Controller nicht mit den Füßen bedienen.

Auch die Goldharzvision ist vom ersten Teil übernommen worden. Mit ihr können wir Sammelgegenstände, Klettermöglichkeiten oder Gegenstände für das neue Craftingsystem finden. Neu sind die Seile. Mit ihnen können wir entferntere Orte erreichen oder an ihnen hochklettern.

Das Spiel speichert automatisch und das relativ oft. Das ist sehr angenehm, wenn man mal an einer Stelle festhängt. Wir können aber auch selbstständig Speichern und eine Schnellspeicherfunktion gibt es auch. Auf der PS4 über nur einen Tastendruck auf dem Controller.

Die Minimap aus dem ersten Teil wurde entfernt. Das der zweite Teil einem die Möglichkeit für mehrere Lösungswege gibt und dies auch über verschiedene Ebenen läuft, kommt es nun allein auf den Orientierungssinn des Spielers an.

Nicht alles ist Gold was glänzt

Was allerdings etwas negativ auffällt ist, dass die NPCs trotz neuem Aussehen, etwas steif wirken. Ihre Aufmerksamkeit mag zwar hoch sein, aber ihre KI lässt zu wünschen übrig. So können wir uns vor ihren Augen in Kisten verstecken und sie finden uns nicht mehr. Auch das Absuchen der Umgebung ist eher schlecht als Recht und sie verlieren ohne Blickkontakt schnell das Interesse an uns. Eine Herausforderung kann man sich nur somit schaffen, dass man versucht ohne Todesopfer eine Mission zu beenden.

Kämpfe vermeiden wir übrigens wo wir nur können, denn vielen Treffern hält unser kleiner Freund nicht stand.

Sammeln und Craften

Neu ist in diesem Teil ein kleines Craftingsystem. Wir können nun Tränke, Pfeile oder Fallen herstellen. Dafür brauchen wir allerdings Gegenstände, die wir überall in der Spielwelt verteilt finden. Für manche Herstellungen müssen wir dazu erst die dazugehörigen Fertigkeit freispielen.

Solltet ihr euch dazu entscheiden ohne Morde durch das Spiel zu gehen, dann braucht ihr die meisten Craftingutensilien nicht.

Neue Fähigkeiten

Viele neue Fertigkeiten warten diesmal auf den kleinen, grünen Goblin. Diesmal kann er sich richtig austoben. Je nachdem welchen Stil ihr bevorzugt könnt ihr eure Fertigkeiten verteilen. Da stehen euch dann Kategorien wie Alchemie, Schleichen oder Kampfkunst aussuchen.

Um diese Fertigkeiten zu lernen brauchen wir natürlich Erfahrungspunkte. Diese bekommen wir durch die Missionen und auch durch Nebenmissionen. Schaffen wir es keinen Alarm auszulösen oder niemanden zu töten, dann gibt es sogar Bonus Punkte. Findet ihr alle Artefakte oder seid schnell genug, bringt euch auch dies zusätzliche Erfahrung ein.

Habt ihr euch doch einmal falsch entschieden, so könnt ihr die Fertigkeit auch einfach wieder verlernen. Eure Erfahrung geht dann auch nicht verloren, sondern diese erhaltet ihr komplett zurück. Das ist ganz angenehm um mal ein paar Fertigkeiten auszuprobieren.

Erschafft Klone, teleportiert euch von A nach B oder macht euch einfach unsichtbar. Euch sind keine Grenzen gesetzt in der Vielfalt der Fertigkeiten von Styx. Nutzt diese zu eurem Vorteil, experimentiert damit herum und findet heraus welcher Weg euch am besten gelingt.

Unser Fazit

Der zweite Teil von Styx ist alles in allem ein wirklich gelungenes Stealth Abenteuer. Die Geschichte regt durchaus zum Weiter- und Wiederspielen an, ebenso das Freispielen vieler neuer Fertigkeiten, die es zu testen gilt. Die freche Art des Goblins gibt dem Spiel einen gewissen Charme mit auf den Weg und lässt uns sogar bei seinem Todesfall schmunzeln. Es ist ein Spiel, das sich selbst nicht ganz ernst nimmt und man deswegen oft mit einem Grinsen im Gesicht vor dem Monitor sitzt. Die Herausforderung bei Gegnern könnte etwas höher sein, aber wer ohne zu meucheln durch das Spiel huschen will, kann sich dadurch selbst einen höheren Schwierigkeitsgrad setzen.

Das Spiel bietet unglaublich viele Möglichkeiten die Missionsziele zu erreichen. Ob wir leise an Gegner vorbeischleichen und geheime Gänge nutzen, ob wir sie aus der Ferne mit selbst gebastelten Pfeilen ausschalten oder hinterhältige Fallen legen: Uns hat es jede Menge Spaß gemacht, die verschiedenen Optionen auszuprobieren. Oft können wir uns deshalb gar nicht durchgehend auf eine bestimmte Vorgehensweise festlegen. Diese große Motivation für das Experimentieren baut selten ein Spiel so geschickt auf.

Auch für alle Sammelwütigen ist etwas dabei, denn alle Artefakte zu finden bringt XP zum Skillen neuer Fertigkeiten. Man kann sich immer wieder selber herausfordern, in dem man versucht die Zeiten besser zu machen oder keine Alarme auszulösen.

Das Spiel sieht gut aus und ist für jeden Fan von heimlichen Diebestouren auf jeden Fall einen Einblick wert. Für alle, die den ersten Teil gut fanden, wird dies ein gelungener Nachfolger sein.

Den Koop-Modus konnten wir leider noch nicht testen, da dieser erst komplett zu Release implementiert wird. Aber wir meinen, dass es zu zweit bestimmt noch lustiger wird, da kein Gegner und keine Beute vor uns sicher ist.

Dieses Review entstand für http://www.gamerzone.de zusammen mit der begabten Moni. (:

 

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