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Eine Freundschaft für die Ewigkeit – My Memory of us

Juggler Games hat mit My Memory of us einen schönen Indie Titel entwickelt, welchen wir freundlicherweise für euch testen durften. Wir tauchten in eine Welt ein, die man nicht wieder so schnell vergisst.

Eine Geschichte für die Ewigkeit

My Memory of us beginnt mit einem Mädchen, welches gerne in neue Geschichten versinkt und auf der Suche nach genau solch einer ist. Sie trifft in einer Buchhandlung einen alten Mann und ein findet ein Buch und er wird plötzlich an eine Geschichte erinnert, die von einer besonderen Freundschaft handelt und erzählt ihr diese. Eine Geschichte über einen Jungen und ein Mädchen in Warschau zur Zeit des 2. Weltkrieges. Beide erleben eine tolle Zeit bevor der Roboterkönig mit seiner Armee ins Land fällt und als die ersten Leute durch rote Farbe gekennzeichnet und weggebracht wurden, wusste man um was es sich handelt. Auch seine Freundin wurde durch eine rote Jacke auffälliger und schließlich in ein Lager gebracht, aus dem er sie retten will.

Drei Farben

Der 2,5D Sidescroller ist eigentlich komplett in schwarz-weiß gehalten. Die roten Objekte zeigen wichtige Objekte, mit denen man interagieren kann. Und natürlich die Juden, die damit gebrandmarkt worden sind.  Durch die hervorgehobenen Objekte wissen wir zumindest in welche Richtung die Rätsel auf dem Bildschirm gehen. Dabei konnte es sich um Umgebungsrätsel handeln, Codes zu finden und Gegner abzulenken oder sich heimlich an ihnen vorbei zu stehlen. Manchmal muss man auch Schnelligkeit und Geschick beweisen, denn sonst kann man schonmal in den Abgrund fallen oder schafft es nicht rechtzeitig aus einer Höhle hinaus.

Zwei Charaktere mit unterschiedlichen Fertigkeiten

In My Memory of us spielen wir die ganze Zeit zwei Charaktere. Wir können sie einzeln steuern und so durch ihre einzigartigen Fertigkeiten Rätsel lösen und weiterkommen. Das Mädchen kann rennen und trägt eine Steinschleuder bei sich, wo mit sie Objekt zerstören oder verschieben kann. Der Junge kann schleichen und hat einen Spiegel dabei, der dafür genutzt werden kann, dass Gegner geblendet werden. Doch wir können die Fertigkeiten auf den anderen Charakter übertragen indem wir diesen an die Hand nehmen. So können wir mit beiden rennen oder uns zusammen heimlich durch die Welt schleichen. Die Steuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedüftig, aber man hat sie schnell verinnerlicht.

Grafik, Musik und Dialoge

Auch wenn die Kinder versuchten in dieser dunklen Zeit ihre Freude nicht zu verlieren, kommt man kaum über diese bedrückte Stimmung des Spiels hinaus. Wie auch? Das Gefühl in einem besetzten Land zu leben, haben Juggler Games auf den Punkt gebracht. Die Angst erwischt zu werden und sich den Konsequenzen aussetzen zu müssen. Die Welt ist aus den Augen der Kinder dargestellt und wirkt dadurch surreal. Deswegen werden die Nazis als Roboter gezeigt, die von einem Roboterkönig geführt werden. Vielleicht auch ein Mittel um einer Zensur zu entgehen, denn eigentlich weiß man genau um wen es sich hier handelt.

Dialoge sind in Bildform gehalten und auch wenn Charaktere etwas von uns möchten, dann erfahren wir das nur durch die Sprechblasen über ihren Köpfen. Das Spiel weißt so ab und zu einen bittersüßen Humor auf, der die Stimmung aber nicht wesentlich heben kann. Der Soundtrack passt sich den jeweiligen Situationen im Spiel gut an. Gibt es eine schnelle, gefährliche Passage, dann ist auch die Musik schnell und hetzend.

Das Fazit

My Memory of us macht vieles richtig. Die Erzählung basiert auf einer wahren Geschichte und soll eine Erinnerung an Helden und die Opfer dieser Zeit sein. Der schwarz-weiße Stil mit den Hervorhebungen ist eine tolle Art eine besondere Stimmung ins Spiel zu bringen. Generell finde ich die Grafik sehr toll und den Zeichenstil absolut niedlich. Die Geschichte ist tragisch und man möchte sich nicht vorstellen, wie es war, wenn die Nazis keine Roboter waren.

Doch leider erinnert mich das Spiel sehr an Ubisofts Valiant Hearts. Die Grafik, der bittersüße Humor, die bedrückte Stimmung und die Erzählung der Kriegsgeschichte. Sogar das Sammeln von Erinnerungen. Nicht, dass es dadurch ein schlechtes Spiel wird, aber an der Stelle hätte ich mir tatsächlich noch einen ticken mehr Eigenständigkeit gewünscht.

Dennoch kann ich My Memory of us mit seinen ca. 4 Stunden Spielzeit gerne weiterempfehlen, auch um ein tolles Entwicklerteam zu unterstützen!

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