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Manchmal ist das Grauen näher als man glaubt – RE7

Resident Evil
Resident Evil

Resident Evil 7

Plattform: PS4

Erscheinungsdatum: 24.01.2017

Der neue Resident Evil Teil ist endlich erschienen. Die Demo hat schon viele begeistert und viele vor teilweise scheinbar unlösbare Rätsel gestellt. Capcom hat die Demo stets weiterentwickelt, je näher der Release rückt und hatte mit der Midnight Version schließlich alle Teile des Hauses freigeschaltet. Jetzt ist das Hauptspiel erschienen und es zeigt sich, ob das gehalten wurde was die Demo eingeleitet hat.

Geschichte:

Lange haben wir uns fragen müssen um welche Geschichte es in dem neuen Teil der Serie gehen mag. Alles was man in der Demo erfahren konnte war, dass das Haus einer Familie Baker gehörte und der Vater dort immer noch sein Unwesen treibt. Im Hauptspiel sind wir Ethan, der auf der Suche nach seiner Frau Mia ist. Diese wird seit 3 Jahren vermisst, nachdem sie einen Babysitter Job angenommen hatte. In der Videosequenz am Anfang des Spiels warnt sie uns und sagt und eindringlich, dass wir sie NICHT suchen sollen. Unser Hauptcharakter sieht dieses Lebenszeichen allerdings erst recht als guten Grund sich auf die Suche zu begeben. Wer will schon seine Frau alleine in der Hölle zurücklassen? Er fährt also zu dem Haus in dem seine Frau gefangen gehalten werden soll. Nach einem kleinen Waldspaziergang finden wir auch das Grundstück und ihren Führerschein. Die Hütte betreten wir, wie das Kamerateam in der Demo, durch die Hintertür. Ab da beginnt das Grauen. Mit dem Ziel Mia zu finden, erfahren wir immer mehr über die Hintergründe des Spiels. In den letzten 2 Jahren sind 20 Personen als vermisst gemeldet worden. Die Hinweise im Haus sind eindeutig. Die Bakers haben diese Menschen entführt und grausame Dinge mit ihnen angestellt. Bevor wir Mia finden, erhalten wir eine Liste mit allen Namen der Vermissten. Tod oder verwandelt, sind die einzigen Anmerkungen zu ihnen.

Wir finden unsere Frau. Sie kann sich kaum an etwas erinnern. Kaum glauben das 3 Jahre vergangen sein sollen. Sie will uns in Sicherheit bringen bevor „Daddy“ kommt. Doch etwa stimmt nicht mit ihr und es wird uns sehr schnell bewusst was und damit beginnt unser Abenteuer im Haus der Familie Baker.

Die Fakten über das „warum“ und „wie“ und alle anderen Fragen, die sich einem während der Demo in den Kopf kamen und während des Hauptspiels in den Kopf kommen habe ich selber noch nicht alle geklärt. Ich will dazu auch nicht zu viel Spoilern und bin gespannt wie sich das Rätsel um die Machenschaften der Familie lösen wird.

Setting:

Das Setting ist und bleibt perfekt zum Gruseln. Für jeden der die Demo gespielt hat ist das jetzige Arial mehr als bekannt. Doch wer glaubt mit altbekanntem Wissen weiter zu kommen, der hat sich getäuscht. Denn alle Rätsel wurden verändert oder entfernt. Nichts ist wie es war. Auch der Bereich in dem wir uns bewegen können, ist um ein Vielfaches gewachsen. Denn was wir schnell erfahren ist, dass wir uns lediglich im Gästehaus aufgehalten haben. Ab jetzt können wir den Keller erkunden und Gänge finden, die uns immer wieder in neue oder schon erkundete Teile der Karte führen. Sich durch die engen Gänge zu winden und versuchen von niemandem entdeckt zu werden, lässt das Herz schnell höherschlagen. Hinter jeder Ecke vermutet man ein Monster oder schlimmeres. Der Spannungsaufbau im Spiel ist wirklich enorm und immer wenn man glaubt es kommt eh nichts mehr, genau dann passiert es. Mr. Baker versucht uns zu erwischen wo er nur kann. Wenn wir glauben ihm entkommen zu sein, lauert er schon wieder hinter uns. Da dieser Resident Evil Teil wieder mehr in die Horror Schiene einzuordnen ist, finden wir natürlich nicht sehr viele Waffen geschweige denn die Munition dazu. Wir können uns wehren, aber müssen sparsam sein. Seit ihr zu verschwenderisch könnt ihr euch nicht mehr wehren und kommt an einigen Teilen des Spiels nicht mehr weiter.

Die Grafik überzeugt durch viele dunkle und heruntergekommene Aspekte. Das Haus sieht aus als würde dort schon seit Ewigkeiten niemand mehr wohnen. Das Essen sieht absolut eklig aus und überall kriechen Maden oder Kakerlaken umher. Oft können wir nur etwas mit unserer Taschenlampe erkennen. Wir haben viele detaillierte Texturen, die das Ganze noch lebhafter wirken lassen. Bei der Gestaltung hat sich Capcom alle Mühe gegeben.

Die Monster die uns begegnen sind keine direkten Zombies. Welche Experimente die Bakers auch immer in ihrem Haus durchführen, sie bringen abscheuliche Gestalten hervor. Sie bestehen aus schwarzem Schleim und sie erscheinen einfach aus den Wänden oder Decken. Überall wo euch diese abscheuliche Substanz begegnet, könnt ihr damit rechnen einem dieser Viecher gegenüberstehen zu müssen.

Mit der Gestaltung der Räume hat man auch viel Abwechslung in das Spiel gebracht. Das Haus besteht also nicht nur aus Wohnzimmer, Küche, Bad, sondern erwartet uns mit Krematorium, Zerlegungsraum oder Behandlungszimmern. Viele Türen sind speziell verschlossen. Die Bilder auf den Türen geben uns Hinweise auf die Schlüssel die wir finden müssen.

Besonderheiten:

Welche Besonderheiten könnte das Spiel bieten? Wir schleichen durch ein fremdes Haus und versuchen zu überleben. Neben einer Pistole, finden wir im Spielverlauf auch eine Flinte. Doch an die ran zu kommen, erfordert Köpfchen. Denn ohne ein Rätsel zu lösen kommen wir nicht an diese ran, ohne uns selbst in ein Gefängnis zu sperren. Genau das sind diese kleinen Dinge, die das Spiel zu etwas Besonderem machen. Es wird einem nichts zu einfach gemacht. Irgendwo steckt immer irgendwas dahinter.

Zu sammeln gibt es auch etwas. Erinnert ihr euch an die antike Münze aus der Demo? Genau die sind es die es zu finden gilt. Ebenso finden wir lustige Wackelköpfe, die absolut lächerlich in diesem Spiel geschehen wirken, auch die dürft ihr getrost zerstören um eine Trophäe zu erhalten.

Gespeichert wird ganz altmodisch am Kassettenrekorder. Allerdings speichert das Spiel auch automatisch an vielen Stellen. Die Kontrollpunkte sind also gut gesetzt. Man muss wenn man stirbt nicht alles Mögliche nochmal durchlaufen.

Wir können einige Items die wir finden miteinander kombinieren, um somit neue Dinge herzustellen. So können wir uns also zusätzliche „Erste Hilfe Arzneien“ oder Patronen herstellen. Dies hilft uns teilweise wirklich sehr, denn wie gesagt gerade Patronen sind eher eine Seltenheit in diesem Spiel.

Fazit:

Also ich habe mehr als nur Angst. Das Spiel gibt den Hinweis, wenn man sich unwohl fühlt solle man eine Pause einlegen. Genau das tue ich alle paar Minuten, weil ich mich nicht weitertraue. Diese Resident Evil Teil ist endlich mal wieder nicht nur ein Zombie Shooter. Nein, wir haben hier eine perfekte Mischung aus Rätseln, Shooter und Horror, wobei der Horror und der Ekel bei mir eindeutig überwiegt.

Ich freue mich darauf heraus zu finden, was letztendlich wirklich mit dieser Familie nicht stimmt und was sie mit ihren Experimenten bezwecken wollen.

Klare Kaufempfehlung für alle Horrorfans.

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