Don’t Nod haben am 28. April 2026 endlich ihr neues Story-Abenteuer Aphelion veröffentlicht. Sie sind bekannt dafür besonders mit ihren starken Geschichten Spieler mitzureißen und auch mit ihrem Gameplay zu überzeugen. Wir haben uns sehr auf Aphelion gefreut und konnten nun endlich in das Sci-Fi Abenteuer starten. Was wir hier erlebt haben und ob wir den bisher durchschnittlichen Bewertungen zustimmen, lest ihr hier.
Die Erde stirbt – (nicht nur im Spiel)
Wir schreiben das Jahr 2060 und die Erde stirbt. (Nicht das, dass nicht auch sowieso schon passieren würde.) Die Menschheit begibt sich auf die Suche nach einem neuen Heimatplaneten und entdeckt dabei Persephone. Dieser könnte besiedelt werden, wenn das Eis, was den Planeten umhüllt geschmolzen werden könnte.
Ariane und Thomas begeben sich also auf die Mission und fliegen mit der Hope-01 ins All, um Daten zu sammeln und die Quelle des Lebens auf dem Planeten zu finden. Doch es kommt alles anders, als das Raumschiff abstürzt, die beiden getrennt werden und sich nun jeder selbst um sein eigenes Überleben kümmern muss.

Es hat stark angefangen
Aphelion wirft uns mit den zwei Protagonisten auf einen neuen Planeten, den wir sogar relativ großzügig erkunden können. Mit unserem Scanner können wir allerhand entdecken und lernen so immer mehr über Persephone und wie sie funktioniert. Auch bemerken wir immer wieder die Zusammenarbeit der Entwickler mit der ESA (European Space Agency), denn Raumbasen, Roboter und auch Forschungsergebnisse wirken sehr realistisch.
Auch bekommen wir wunderschöne Bilder zu sehen, denn Persephone sieht fantastisch aus und strahlt uns mit ihrer gefährlichen Eislandschaft entgegen. Aphelion hat hier auch auf einen Fotomodus gesetzt, der sich auf jeden Fall lohnt. Wir dachten wir könnten das Spiel genießen und haben die Kritiken erst gar nicht verstehen können. Aber sehen wir mal weiter.

Ariane und Thomas – Aphelion
Das Gameplay in Aphelion wechselt zwischen Ariane und Thomas. Es unterscheidet sich auch etwas in den primären Aufgaben, denn Ariane will unbedingt die Mission erfüllen und die Quelle finden, während Thomas sich mit seinem eigenen Überleben beschäftigen muss. Dementsprechend sind seine Abschnitte ein wenig ruhiger, bieten uns mehr zur Erkundung von verlassenen Raumbasen und mehr über die Geschichte herauszufinden.
Bei ihm ist das Hauptelement, dass seine Sauerstoffflasche kaputt ist und wir uns von Sauerstoff zu Sauerstoffstation hangeln müssen. Das sorgt ein bisschen für Zeitdruck und für eine unangenehme Atmosphäre, denn ersticken lassen wollen wir den Armen jetzt ja dann auch nicht. Wem das zu stressig ist, der kann in den Optionen ausstellen, dass wir dadurch sterben. Seine Abschnitte haben uns an sich auch ganz gut gefallen und immer wieder ins Spiel zurückgezogen.

Ariane. Ja. Sie bekommt es mit den gefährlicheren Dingen zu tun. Wir müssen uns vorallem sehr oft mit Kletterabschnitten auseinandersetzen und je länger wir spielen, desto schlimmer wird die Technik. Dazu später mehr. Auch müssen wir mithilfe eines EM-Sensors besondere Strahlung finden mit der wir Hindernisse verschwinden lassen oder uns Brücken bauen können.
Wir befinden uns oft in dunklnen Höhlen und haben nur unsere Taschenlampe. Es fühlt sich beklemmend an, besonders, wenn uns das unbekannte Wesen auflauert und wir unseren Weg ohne einen Ton durch die Dunkelheit schleichen müssen. Klettern, balancieren, rennen, schleichen. All das fällt Ariane zu.

Die Story trägt das Gameplay
Und wir müssen leider zugeben, dass die durchwachsene Kritik an Aphelion, zumindest auf der PS5, eine Berechtigung findet. Das Gameplay und die vorallem ruckelige Steuerung hat uns immer wieder dazu veranlasst darüber nachzudenken, ob wir es wirklich weiterspielen möchten. Besonders in Stealth und Kletterpassagen war es oft einfach pure Frustration. An Stellen, wo man sich beeilen musste. Ist man doch gestorben, waren die Checkpoints oft so unfassbar undankbar, dass wir erstmal eine Pause brauchten.
Beim Klettern müssen wir zudem ständig nochmal eine Taste drücke, damit Ariane sich final festhält, ansonsten stürzen wir in den Tod. Unfassbar störend. Allerdings haben wir nach unserem Durchlauf erfahren, dass man dieses Feature ausstellen kann. Hätte uns bestimmt ein bisschen mehr Freude am Gameplay gebracht. Das Balancieren klappt auch nicht immer richtig. Auch hier gibt es eine Hilfestellung zum Einschalten.

Grafisch ist Aphelion eine Wucht. Es hat hier und dort ein paar Grafikglitches, aber ansonsten ist es wunderschön, toll animiert und bringt auch fantastische Synchronsprecher mit. Auch der Soundtrack unterstützt die Atmosphäre des Spiels an den richtigen Stellen und wir lieben all die Details, die wir finden können. Das ist zumindest ein kleiner Trost.
Was ist wichtiger? – Aphelion
Oft wird sich die Frage gestellt, was wichtiger ist. Eine Geschichte, die einen mitreißt oder ein rundes Gameplay, was einfach Spaß macht. Natürlich, wäre beides die optimale Situation. Aphelion kann froh sein, dass es eine so spannende und gut erzählte Geschichte besitzt, denn sie trägt das Spiel über das teilweise schlimme Gameplay hinweg. Sicherlich rettet auch das nicht immer alles, wenn gar nichts funktioniert. Aphelion funktioniert. Teilweise. Denn wenn das Spiel schon so viele Optionen als Hilfestellung anbieten muss… spricht es dann dafür?
Mein Vergleich war, dass es sich ähnlich verhält wie ich beim Korrekturlesen: Anfangs motiviert Fehler zu korrigieren und je länger es dauert, desto schlampiger wird man. So fühlt es sich auch mit Aphelions Gameplay an. Da wäre wohl noch ein wenig Zeit für Feinarbeit nötig gewesen. Generell halten wir es trotzdem für kein schlechtes Spiel. Die Geschichte ist fantastisch und mit knapp 10 Stunden, ist es auch nicht zu lang. Die Wahl liegt aber wie immer bei euch.









