Am 13. August 2026 ist es soweit und endlich kommt Duskfade auf die PCs und Konsolen. Seit dem ersten Trailer haben mich weirdBeluga mit ihrem Jump’n’Run Adventure an der Angel und so habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen in diese Welt einzutauchen. Nach der Demo nun endlich die Vollversion im Test!
Trauer ist ein starkes Gefühl – Duskfade
Ich spiele den jungen Zirian, der nach dem Tod seines Opas, mit seiner Schwester allein bleibt. Sie allerdings isoliert sich komplett und als ich versuche an sie heranzukommen, lande ich in einem seltsamen Uhrenturm. Dort finde ich Kucku, der unser Roboterrvogel-Begleiter wird, bevor uns eine Ohnmacht ereilt.
Davon aufgewacht ist Nichts mehr wie vorher. Der Turm hält meine Schwester gefangen und ich muss die Ketten lösen, damit die Türe sich öffnet. Eine Aufgabe, die mich durch unterschiedliche Welten führt und dabei eine Menge über mich selbst, den Umgang mit anderen und das Verarbeiten von Gefühlen lehrt.

Springen, Klettern, Fallen
Duskfade besticht mit seinem ganz eigenen Charme und Humor gepaart mit allen möglichen Elementen und Erinnerungen an vergangene Videospielklassiker. Besonders erinnert mich das alles aber an Kingdom Hearts und wenn ihr das Spiel startet, dann wisst ihr auch sofort warum.
Aber das ist gar nicht schlimm. Duskfade möchte so all die tollen Spiele ehren, die uns in unserer Kindheit begleitet haben und das mag ich sehr. Ich werde durch vier unterschiedliche Welten geführt, die mich vor unterschiedliche Herausforderungen stellen. Ehrlicherweise stellt mich so richtig nur das Jump’n’Run vor eine wirkliche Herausforderung, weil ich das wirklich nicht gut kann.

Springen, Klettern, besondere Sprünge mit all meinen Fertigkeiten gleichzeitig und dann einfach neben die Plattform springen, auf der ich eigentlich landen wollte. So und nicht anders laufe ich durch Duskfade und habe trotzdem den Spaß meines Lebens dabei.
Zwischen Kampf und Fähigkeiten
Natürlich laufe ich nicht nur von A nach B und schaue mir die nächste Sprung-Passage an, die mich zum Verzweifeln bringen wird. Zwischendurch muss ich mich auch mit meinem Schwert gegen die spawnenden Gegner wehren. Hier variieren die Gegnertypen auch mit den unterschiedlichen Welten und manchmal werde ich mit Dynamit beschmissen oder mit Musik dazu gebracht, dass meine Steuerung plötzlich invertiert wird.

Dazu muss ich den Einen oder Anderen Bosskampf bestreiten, die auch wirklich ziemlich cool inszeniert sind. Ich muss nicht nur blind draufhauen, sondern muss ausweichen, springen und ab und zu mal wieder Jump’n’Run Abteilungen durchlaufen, um bestimmte Dinge zu erfüllen, damit der Kampf dann weitergehen kann. Bin ich nicht schnell genug, bekomme ich so lange Schaden, bis ich den Abschnitt geschafft habe. Das stresst unangenehm und ist ein großer Punkt, der mich in Duskfade gestört hat.
Ich entwickle mich natürlich auch immer weiter, bekomme neue Fertig-, und Fähigkeiten für mich und mein Schwert. Diese können in der Stadt auch noch verstärkt werden, wenn ich das nötige Kleingeld dabeihabe.

Absolute Sammelwut
In der aktuellen Zeit kommen so schnell, so viele neue Spiele auf den Markt, dass ich oft größere Welten kaum noch genießen kann und mich gerne mit linearen und narrativen Spielen beschäftige. Duskfade macht das gut, denn es bringt mich in unterschiedliche Welten, wo ich eine Menge entdecken kann, aber eben auch in keine offene Welt, in der ich komplett erschlagen werde.
Abschnitt für Abschnitt, getrennt durch Schnellreiseportale, kann ich mir die einzelnen Sammelgegenstände auch nach dem Ende der Geschichte noch vornehmen. Zahnräder für Fähigkeiten, Barren für mein Schwert, Wollknäule für meine Outfits, Fläschchen und noch das Ein oder Andere mehr.
In mir hat Duskfade endlich mal wieder den Drang zur Erkundung geweckt und ich habe wirklich versucht alles mitzunehmen, was ich entdeckt habe und mir geschworen später nochmal nach dem Rest zu suchen. Spricht definitiv für das Spiel.

Einfach zum Staunen
Wer mich bei der Demo zu Duskfade im Stream erlebt hat, der weiß, dass ich eigentlich nur mit: „Man, wie schön ist das hier alles bitte?!“ durch das Spiel gelaufen bin. Das hat sich mit der Vollversion nicht geändert, sondern vielleicht nochmal verschlimmert. Grafisch, stilistisch und farbentechnisch reißt das Spiel hier einfach alles ab (und gibt uns keinen Fotomodus?!).
Ständig und immer bleibe ich irgendwo stehen und bewundere mit großen, glitzernden Augen die Welt um mich herum und wie liebevoll, voller Details und wunderschön sie designt wurde. Dazu bekomme ich einen angenehmen Soundtrack und eine tolle englische Synchro geliefert, die die Atmosphäre perfekt macht.

Viel wichtiger aber ist, dass ein Spiel wie Duskfade flüssig und präzise läuft. Die Steuerung muss ohne Verzögerungen funktionieren und das macht sie auch. Selten ein Spiel mit einer so guten Steuerung gespielt, wo alles einfach genau das macht, was es soll.
Je aufwendiger meine Fertigkeiten wurden, desto mehr Lags bekam ich beim Auslösen dieser im späteren Spielverlauf. Das war aber okay, ich habe diese dann einfach gemieden. Ansonsten habe ich auch technisch auf dem PC nichts zu bemängeln.

Vielleicht ein GOTY – Duskfade
Für mich ist Duskfade, bis jetzt, definitiv ein Kandidat für ein GOTY. Es hat eine großartige Geschichte, die an den richtigen Stellen berührt und mitreist. Humor und weckt tolle Erinnerungen. Dazu ein wirklich nahezu perfektes Gameplay, was ich so selten gesehen habe und eine Welt, in der es sich lohnt, komplett verloren zu gehen.
Wenn ihr könnt, dann bitte spielt es. Unterstützt das Studio und erlebt selbst, wie wunderbar dieses Spiel geworden ist. Klare Empfehlung meinerseits.









