Auf der Gamescom 2024 konnte man schon einen ersten Einblick in Boxelwares neue Aufbausimulation bekommen und fast zwei Jahre danach, darf ich endlich in die Early Access Version vom Aquapark Tycoon einen Blick werfen. Was ich dabei erleben konnte, lest ihr in meinem Test.
Rein ins kühle Nass! – Aquapark Tycoon
Was könnte wohl meine Aufgabe sein im Aquapark Tycoon? Überraschenderweise einen Wasserpark aufbauen und hoffentlich erfolgreich betreiben. Starte ich in die Szenarios lerne ich Schritt für Schritt, wie ich genau das bewerkstelligen kann. Schwimmbecken bauen, Schwimmhallen, Saunen und natürlich die abgefahrensten Rutschen, die die Welt jemals gesehen hat. Personal möchte verwaltet werden und generell gibt es viel zu tun.
Ich kann wählen zwischen Standardgebäuden oder vorgefertigten Blaupausen, kann aber auch mich völlig frei entfalten. Dekorieren und gestalten, wie ich möchte und neben wilden Rutschen auch interessant geformte Becken bauen.
Im Laufe des Spiels muss ich bestimmte Gegenstände und Attraktionen erst einmal erforschen und freischalten, womit ich dann meinen Park um neue Dinge für meine Kunden erweitern kann. Je nachdem wie viel Geld ich hier investiere, geht die Forschung schneller oder langsamer vorwärts.

Nur glückliche Kunden, sind zahlende Kunden
Meine erste Priorität ist natürlich, den Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen… Ich meine, mich um die Bedürfnisse meiner Besucher zu kümmern. Denn nur dann bleiben sie vielleicht länger im Park oder kommen wieder. Dabei gilt es darauf zu achten, dass wir die ruhigen Erwachsenen mit Bereichen ausstatten, wo sie sich zurückziehen können. Aber genauso muss ich Spaß und Action für die Kinder bereitstellen, damit diese die Zeit ihres Lebens haben.
Jeden Verbesserungsbedarf teilen meine Gäste mir mit ihren Gedankenblasen mit. Brauche ich mehr Mülleimer, muss ich bestimmte Preise anpassen oder für andere Unterhaltung sorgen? Das kann ich so quasi gar nicht übersehen. Ziemlich gut durchdacht. Schaffe ich es die Dynamik gut einzufangen und zu verarbeiten, dann bleiben Kunden länger und geben beim Essen und Trinken mehr Geld aus und so schließt sich der kapitalistische Kreis.

Rutschen ohne Grenzen
Wenn ich glaube, dass ich mich nun wirklich im Spiel zurechtfinde und das geht eigentlich ziemlich schnell, denn die Menüs sind übersichtlich und selbsterklärend, dann kann ich auch in das freie Spiel wechseln.
Hier kann ich erstmal meine Karte so einstellen, wie ich sie möchte. Welche Gegebenheiten, Größe, ob es Ziele zu erfüllen gibt und ob ich vom Geld abhängig sein möchte oder eben nicht. Nachdem ich das erledigt habe, kann ich einfach los bauen.
Um Dinge auszuprobieren oder sich abseits der Szenarien einfach mal ganz frei die nächsten wilden Rutschen zu überlegen, ist das ein wirklich sehr guter Modus. Auch um zu sehen, was das Spiel später noch bieten wird, denn auch alle Gegenstände kann man direkt freischalten, wenn man das möchte. Je nachdem geht aber eben ein bisschen die Herausforderung verloren und es könnte schnell langweilig werden. Das bleibt am Ende aber jedem selbst überlassen, wie man lieber spielt.

Viele bunte Farben
Aquapark Tycoon besticht durch seine detaillierte und wirklich bunte Grafik. Wenn ich möchte, dann kann ich Rutschen und Deko in allen Farben des Regenbogens verwenden und ich liebe alles daran. Im Hintergrund dudelt dazu ein entspannter Soundtrack und schneller als ich gucken kann, versinkt man im Konstruieren von Wasserparks.
Bisher lief es technisch auf dem PC ganz solide. Controllerunterstützung gibt es (noch?) nicht, mit Maus und Tastatur spielt es sich sehr intuitiv. Im Early Access kann es allerdings immer zu Fehlern kommen oder Inhalte fehlen, dafür ist er ja aber auch da, damit diese dann gemeinsam mit der Community ausgebessert werden können.

Rutschen ins Glück? – Aquapark Tycoon
Generell bin ich weniger Fan von Aufbausimulationen oder viel Micro-Management, wieso also habe ich mich beim Aquapark Tycoon anders entschieden? Nun ja, ICH DARF MEINEN EIGENEN WASSERPARK BAUEN! Ich meine, hallohoo, davon hat doch jeder geträumt als Kind… ich zumindest. Eigene Rutschen entwerfen, Becken mit all den großartigen Attraktionen, die mir Freude machen und dann damit auch noch Geld verdienen. Fantastisch.
Jetzt kann ich das zumindest virtuell ausleben und man kann sich hier echt verlieren. Wenn ihr also keine Early Access‘ scheut, solche Spiele liebt und gespannt seid wie es sich in Zukunft weiterentwickelt, dann schaut euch den Aquapark gerne mal an.









