Am 29. September 2026 erscheint das Wholesomevania aus der Feder von ARTE France. Ein gemütliches Metroidvania? Ganz ohne Kämpfe? Ich spiele eine Horde Merlies, kleine Vögel, die sich nur durch Erkunden und Sammeln ein neues zu Hause bauen. Wie das in diesem Genre funktioniert, verrate ich euch in diesem Test.
Wenn die Natur sich erholt – The Merlies
Ein großer Sturm trennt meinen Schwarm und pustet alle Merlies quer durch ein neues Gebiet weit weg von unserem ursprünglichen zu Hause. Ich starte als Vogelältester, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, meine Merlies wiederzufinden und vor allem ein neues zu Hause zu bauen. Dann wandere ich also los ins Unbekannte und erlebe allerhand Abenteuer, auch ohne Kämpfen zu müssen.

Sammeln und Erkunden
In The Merlies muss ich mich darum kümmern ein neues Nest für meine verlorenen Vögel zu bauen. Doch wie, wenn mir quasi gar nichts zur Verfügung steht? Beim Erkunden finde ich allerlei Dinge, die von den Menschen zurückgelassen wurden und die ich mir zu Nutze mache. Allerdings geht das nicht allein.
Ich muss also erst einmal den ein oder anderen Merlie wiederfinden, denn für die Dinge benötige ich eine unterschiedliche Zahl an Vögeln, damit ich sie einsammeln kann und in unserem Nest wiederaufbauen kann. Damit gebe ich den gefundenen Merlies ein Haus und von einigen werde ich dafür mit Fertigkeiten belohnt. So lerne ich mit einem Cocktailschirmchen zu gleiten, große Felsen mit der Spitzhacke aus dem Weg zu räumen, zu tauchen, usw.
So kann ich immer neue Gebiete erkunden und weitere Areale freischalten, um Merlies zu retten.

Hindernisse beseitigen
Im Laufe des Spiels treffe ich immer wieder auf Hindernisse, die ich nur mithilfe einer Menge Merlies aus dem Weg räumen kann. Zelte, die mir den Weg versperren, Waschmaschinen, die mit ihrer Seife das Wasser verpesten und noch andere Sachen. Hierzu muss ich genug Häuser für die Vögel bauen, damit noch mehr ins Dorf kommen.
Ich steuere im Übrigen nicht nur einen Merlie. Da kommen immer wieder welche dazu, vor allem die, die eine Fähigkeit besitzen, schließen sich meiner Gruppe natürlich an. Ich kann sie als Gruppe steuern oder jeden einzeln. Sie können sich stapeln, damit ich höhere Bereiche erreiche oder zusammenscharren, um Dinge runterzureißen. Damit müssen wir Rätsel lösen, denn auch hier können sich Schätze und Merlies verstecken.

Ein niedliches Abenteuer
Inspiriert ist The Merlies von Kinderbüchern und Visual Novels und ist daher sehr niedlich und farbenfroh gezeichnet. Dadurch das es keine Kämpfe gibt, bleibt es gemütlich und eben besonders, weil man keine Sorge über eine schwierige Herausforderung hat, kann ich Stunden darin versinken. Dazu sind das Sounddesign und die Animationen wirklich toll geworden.
Ganz fehlerfrei lief das Spiel auf dem Steamdeck allerdings nicht. Stellenweise musste ich neustarten, weil ich mit den Charakteren, die ich brauchte, nicht mehr reden konnte und so die Geschichte nicht weiterging. Manchmal schweift beim Öffnen der Karte der Cursor komplett ab und einmal hat sich mein Merlie festgebuggt. Nichts Gravierendes, aber stört schon den Spielfluss.

Zum Versinken – The Merlies
Wenn ihr ein paar meiner Reviews verfolgt, dann wisst ihr, dass Metroidvanias nicht mein Lieblingsgenre sind, mit ein paar Ausnahmen. Doch The Merlies hat mit einem Wholesomevania hier genau einen verdammt guten Punkt getroffen. Ich kann erkunden, entdecken und mich immer weiter vorarbeiten, ohne Angst vor ständigen Gegnern haben zu müssen. Hier kann ich mich stundenlang verlieren, das Wholesomevania funktioniert also ohne Probleme, wenn ihr mal Abstand von herausfordernden Metroidvanias braucht.









