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Rivage – Immer wieder fast ganz von vorn

RoxyResistant by RoxyResistant
28. September 2026
in PC
Reading Time: 7 mins read
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Rivage titel
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Am 22. September diesen Jahres haben die Spieleentwickler bei Exnilo Studio mit dem Publisher Raw Fury das Indie Spiel Rivage auf Steam veröffentlicht. Für rund 25 €uro bekommt ihr mit Rivage einen Sci-Fi Puzzler mit schicker Grafik und einem genialen Spielprinzip. Was es mit diesem Prinzip, der Story dahinter und dem Spiel an sich auf sich hat und ob es sich lohnt, das Geld auszugeben, dass erfahrt ihr in diesem Artikel.

Ein Gastbeitrag von @mobitigger

  • "Tu aus das Licht und dann ist Dunkel" – Rivage
  • Items, Keycards und Plunder
  • Immer wieder fast ganz von vorn – Rivage
  • The Good, the Bad, the Ugly – Rivage
  • Du suchst mehr Reviews wie dieses zu Rivage?

„Tu aus das Licht und dann ist Dunkel“ – Rivage

Der Spielende erwacht in einem Bett auf einer Raumstation nahe eines erdähnlichen Planeten. Ohne Inventar, ohne HUD ja quasi ohne alles beginnt man, sich auf der Raumstation A.R.E.S. umzusehen. Viele Gegenstände wie Bücher, Journale oder bestimmte Items können dabei in die Hand genommen, gedreht und gewendet und somit näher betrachtet werden. Das Spiel gibt dem Spielenden dabei überhaupt nichts vor. Kein Tutorial, keine Einführung – nichts. Lediglich einige hinweise zur Bedienung des K9-Systems, so etwas wie ein persönlicher Assistent und zur Bedienung anderer Elemente an Bord liegen als Journal verteilt auf der Station und wollen gefunden, gelesen und richtig verstanden werden.

Rivage 02

Eine ganz eigene Art von Spieleinführung für den Spielenden, die mir persönlich sehr gelegen kommt, denn ich bin jemand der Dinge sehr gerne Autark und ohne große Führung angeht. Die Atmosphäre des Spiels bewegt sich dabei immer irgendwo zwischen „Oh wow guck mal wie schön!“ und „Puh, hier kriege ich Panik“. Eine ebenfalls gelungene Mischung. Am Ende kommt dieses Spiel ohne klassisches HUD, ohne Quests und Questmarker und mit ganz vielen „AHA“-Momenten daher. Genau das war es, was mich fasziniert hat als ich vor einigen Wochen die Demo dazu angespielt und mir das Spiel direkt auf meine Whishlist geholt habe.

Rivage 04

Items, Keycards und Plunder


Wer sich auf der Station umsieht, stellt relativ schnell fest, dass sich alle anklickbaren Objekte in genau drei Kategorien einteilen lassen. Zum einen hat man Items, von denen man immer nur eines ins Inventar nehmen kann und die man zum Lösen von Rätseln benötigt. Mit das Wichtigste sind Keycards, Codes und Journale, mit denen sich Türen öffnen, Rätsel lösen oder Rätselverständnishilfen erlangen lassen. Der Rest ist mehr oder weniger einfach Plunder, welcher dazu dient, den Spielenden zu beschäftigen.

An manchen Stellen kann man sogar Filzstifte anklicken und inspizieren während man die Kaffeetasse daneben nicht anklicken kann. Alles dient am Ende nur einem einzigen Zweck. Man muss herausfinden, was genau auf A.R.E.S. passiert ist, welche dicht am Planeten VESTA ihre Bahnen zieht. Um das zu schaffen, bedient sich „Rivage“ (französisch für Ufer) eines sehr besonderen und im Prinzip genialen Spielprinzipes.

Rivage 01

Immer wieder fast ganz von vorn – Rivage

Die Protagonistin Miranda Vigneau, welche der Spielende steuert, hat für den Betrieb der Station ein gewisses Kontingent an Energie. Türen öffnen, gewisse Geräte bedienen, das Alles kostet Energiepunkte und so muss ich mir sehr genau überlegen, wann ich welche Türe öffne, wann ich welches Gerät bediene oder kurzum, wann ich wieviele Energiepunkte wo ausgebe. Sind diese Energiekontingente leer wird die Station dunkel und man kann nur noch bereits freie Räume erkunden. Mit einer Taschenlampe kann ich dann zwar noch Objekte ansehen und Untersuchen, aber ich kann weder Türen öffnen noch Geräte bedienen. Hier greift nun das Core-Prinzip von Rivage, die so genannten Loops.

Hat man alle Energiepunkte ausgegeben, kann man alle Türen und quasi die ganze Station „resetten“ – man fängt quasi fast ganz von vorne an. Fast, weil gewisse Dinge bleiben persistent. Quasi alles was im K9-System gespeichert ist, wie etwa Schlüsselkarten, Screenshots von Rätsel-Lösungen oder ähnliches stehen mir beim nächsten Durchlauf erneut zur Verfügung. So beginnt man nach und nach sehr gut zu verstehen, wie genau man gewisse Rätsel – zum Beispiel das Öffnen einer neuen Tür, angehen muss um weiterzukommen. Das verschafft den Rätseln der Station eine tiefere Ebene und sorgt für mehr Hirnaktivität beim Spielenden. All das dient am Ende wie bereits gesagt nur einem Zweck, nämlich herauszufinden was auf der Station passiert ist.

Dabei behilflich sind Audio-Memos die gefunden werden wollen, Erinnerungswürfel, welche mir Bruchstücke der Geschichte präsentieren, allerlei persönliche Notizen und vieles mehr. Mit jeder Tür die ich öffne, Levele ich meine Schlüsselkarte und kann so Türen mit höherem Sicherheitslevel öffnen. Was genau dann passiert, werde ich hier nicht beschreiben, damit es keine Spoiler hat. Aber das Prinzip ist klar: Aufwachen, Rätsel Lösen und Türen öffnen, Informationen erhalten, rinse and repeat.

Rivage 03

The Good, the Bad, the Ugly – Rivage

Als ich die Demo von Rivage angespielt habe, haben mich zwei Dinge sofort abgeholt. Zum einen die fantastische Grafik, mit liebevoll gestalteter Einrichtung und die Rätsel, die es irgendwie schaffen, mich immer und immer wieder bei der Stange zu halten. Nachdem ich Rivage jetzt schon eine ganze Ecke gespielt und mehrere Loops erlebt habe, komm ich zu einem nicht ganz eindeutigen Urteil und ich möchte euch erzählen, ob und für wen sich das Spiel lohnt.

Beginnen wir doch am besten auf der Haben-Seite. Da steht die fantastische Grafik, die flüssige und gut umgesetzte Steuerung und die richtig gut und clever gestalteten Rätsel und Suchspiele. Außerdem gibt es die eine oder andere hübsche Cutscene und das saubere, aufgeräumte gut bedienbare K9, welches mir als HUD wirklich gut gefällt. Außerdem überzeugt die komplette Freiheit für den Spielenden zu tun und zu lassen was er oder sie möchte. Deine Rätsel, deine Neugier, deine Art Dinge zu lösen. Natürlich ist die Lösung des Rätsels vorgegeben, aber wie ich da hin komme, ist komplett mir überlassen und das mag ich wirklich sehr.

Bevor wir vom „Haben“ zum „Soll“ übergehen, möchte ich noch ein paar Dinge ansprechen, die man eventuell besser machen könnte, oder die mir etwas gefehlt haben. Allem voran fehlt mir zum Beispiel ein fesselndes Sounddesign, welches der Atmosphäre, die das Spiel bei mir überträgt, noch deutlich mehr Intensität hinzufügen hätte können. Weiters fehlt mir einfach eine richtig coole Spielmusik. Mit ordentlich situativ angepasster Spielmusik wäre „Rivage“ zumindest für mich deutlich überzeugender ausgefallen.

Damit komme ich hier in meinem Verdikt nun zu den Kritikpunkten, die sich ebenfalls auch in den aktuellen Reviews zum Spiel auf Steam und anderen Plattformen finden lassen. Das eigentlich wirklich geniale Spielprinzip hat nämlich einen entscheidenden Haken. Wenn ich nämlich immer wieder fast von vorne anfangen muss, bedeutet dass eben auch, dass ich immer und immer und immer wieder die gleichen Dinge tue, denn auch gelöste Rätsel setzen sich mit jedem neuen Loop zurück. Schussele ich zwischendrin, erwartet mich direkt ein neuer Loop was zumindest bei mir dazu geführt hat, dass ich neben K9 noch einen Spickzettel auf dem Schreibtisch geschrieben habe. Von Hand. Wie so ein Steinzeitmensch 😛

Wer sich „Rivage“ zulegen möchte, der sollte vor allem ein Rätselmensch sein, mit Rückschlägen und Wiederholungen zurechtkommen und dem Weltraum-Setting etwas abgewinnen können. Ich für meinen Teil bin zwiegespalten. Die Rätsel sind so gut gestaltet, so fesselnd und richtig gut, so dass ich das Spiel immer und immer wieder in die Hand genommen und versucht habe, zu lösen und weiterzukommen. Gleichzeitig hat mich dieses „Ich tue immer wieder das gleiche“ durchaus davon abgeschreckt weiterzuspielen. Leider gibt es die Demo zum Spiel nicht mehr, das hätte es für euch etwas einfacher machen können, wenn ihr nicht ganz sicher seid ob das Spiel etwas für euch ist. Ich für meinen Teil kann das Spiel durchaus empfehlen, würde aber wohl auf einen Sale warten um tatsächlich zuzuschlagen aufgrund der von mir bereits beschriebenen Schwächen.

Du suchst mehr Reviews wie dieses zu Rivage?


Dann schau doch mal auf unserer Startseite vorbei! Dort findest du viele weitere Reviews und Technik-Tests

The Review

8.2 Score

Review Breakdown

  • Story 0
  • Grafik 0
  • Gameplay 0
  • Sound 0
  • Technik 0
Tags: PCResCruReviewRivageSci-Fi PuzzlerSteamtest
RoxyResistant

RoxyResistant

Nerdin. Fußball-Verrückt. Mental Health Issues. Und ich liebe Videospiele!

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