Am 23. Oktober 2026 haben Bamtang Games ein Spiel zu einer inzwischen wirklich großen Jugendbuchreihe veröffentlicht. Viele Fans der Bücher haben sich schon lange ein Spiel zu Warrior Cats gewünscht, denn es liefert eine Menge Geschichte und viel Potenzial hier eine besondere Welt zu erschaffen. Ob den Entwicklern das allerdings gelungen ist, dass verrate ich euch in meinem Test.
Die Herausforderungen im Clan – Warrior Cats
Ich darf als erstes meine eigene Katze erstellen, allerdings wirkt sich meine Wahl des Aussehens auf meine Fähigkeiten im Spiel aus. Mut, Gewandtheit und Ähnliches messen sich an meinem Äußeren. (Ja, ich weiß, ihr müsst nichts sagen.) Die Geschichte handelt je nach Clan von einer besonderen Prophezeiung, die es zu erfüllen gilt und bringt mich in das Clanleben und dessen Herausforderungen. Fein.

Eine irgendwie offene Welt
Habe ich also meine Katze erstellt, ihr einen Namen aus der Liste ausgesucht (ja, selber ausdenken ist nicht gestattet) und das Tutorial absolviert, dann kann ich mich in die irgendwie offene Welt begeben. Irgendwie offen? Ja, ich bekomme zwar eine ordentlich große Karte vor die Nase gesetzt, die ich auch gerne kletternd, rennend und schleichend erkunden möchte, aber stoße mir ständig meine kleine Katzennase an Alphawänden, die alles abgrenzen. Das Schicksal einer zu neugierigen Katze?
Auf Bäume kann ich nur klettern, wenn es ganz bestimmte sind und von denen gibt es irgendwie nicht so viele. Dafür kann ich allerhand Material sammeln, welches ich für Gegenstände in meiner Höhle eintauschen kann. Die kann ich nämlich dekorieren und mir gemütlich machen oder die eines Katzenfreundes besuchen und da beim dekorieren helfen. Neben PVP das einzige Zusammenspiel, was hier möglich ist.
Quests unterscheiden sich zwischen Story-, und Nebenaufgaben. Doch gemeinsam haben sie, dass ich viel sammeln und von A nach B laufen soll und wieder zurück.

Pokemon oder Monster Hunter Stories
Als Warrior Cat muss ich natürlich auch Kämpfe austragen. Gegen feindliche Katzen oder eben jeden anderen Bewohner des Waldes, der mir so über den Weg läuft. Die Kämpfe sind rundenbasiert und erinnern stark an Pokémon.
Allerdings sind bestimmte Angriffe stark gegen bestimmte Kampfhaltungen. Das bedeutet, wenn sich ein Gegner in einer defensiven Haltung befindet muss ich meinen Angriff entsprechend auswählen, um mehr Schaden zu machen. Klingt komplizierter als es ist, macht es aber ein wenig interessanter. So wie in Monster Hunter Stories auch schon.
Besonders bei Bosskämpfen kann das wichtig werden, denn hier ist jeder ausgeteilte Schaden wichtig, um mich dem Sieg näher zu bringen. Sonst kann mich hier schon mal eine wirkliche Bredouille erwarten.

Technisch nichts besonderes – Warrior Cats
Leider fühlt sich Warrior Cats weder gut an, noch sieht es besonders gut aus. Die Welt wirkt steif und leer. Die Grafiken laden nach und wenn mir eine Katze entgegenkommt, dann ist ihre Hitbox so groß, dass sie mich wegschubst bevor ich überhaupt in ihrer Nähe bin.
Die Steuerung fühlt sich auch eher klobig und unpräzise an und so macht es noch weniger Spaß die pseudo offenen Welt zu erkunden. Die Musik im Hintergrund empfinde ich als anstrengend und generell hat mich hier einfach wenig überzeugt, so Leid es mir tut.

Mehr erhofft…
Ich selber habe die Bücher der Warrior Cats nie gelesen, aber ich weiß das sie eine große Fanbase haben, sonst würde es die Reihe nicht schon so lange geben. Sicherlich haben sich viele auch ein Videospiel gewünscht, denn hier gibt es wirklich eine Menge Potenzial.
Tatsächlich hatte ich mich trotz meiner Unwissenheit auf das Spiel gefreut und möchte jetzt auch mal in die Bücher schnuppern, aber leider ist die Umsetzung wirklich halbherzig, lieblos und wird wahrscheinlich kaum einem Fanherz wirklich gerecht. Ich meckere wirklich selten über Spiele, aber hier konnte es mich an keiner Stelle überzeugen, aber das ist wie immer nur meine bescheidene Meinung. Macht euch gerne ein eigenes Bild, wenn ihr das möchtet.









