Allogloom ist ein neues Point and Click Abenteuer im Stil von Fran Bow, welches am 13. Oktober 2026 von Iceberg Interactive veröffentlicht wird. Wenn ihr Fran Bow nicht kennt, es ist ein etwas düsteres und blutigeres Abenteuer, als man vielleicht denken würde. Da das, unter anderem, genau mein Ding ist, bin ich an Allogloom gar nicht vorbeigekommen und erzähle euch, was ich hier erlebt habe.
Opfergaben für goldene Motten – Allogloom
Ich begleite Nora in Gruesome Grove bei einem ganz besonderen Abend in der Stadt. Ein neuer Mottenpriester wurde auserwählt und sammelt die Opfergaben für die goldenen Motten ein, während er den Bewohnern ihren Segen bringt. Nora versucht allerdings noch immer zu verstehen, was mit ihrer Mutter Lilly passiert ist, die eines Tage plötzlich verschwand, nachdem sie zu viele Fragen gestellt hat.
In dieser Stadt gibt es eine Menge Geheimnisse, die nicht aufgedeckt werden sollen, doch Nora macht sich auf die Reise, die Wahrheit herauszufinden, nachdem am Abend der Zeremonie seltsame Monster über die Bewohner der Stadt hergefallen sind. Sie will ihre Familie retten und entdeckt dabei ganz unglaubliche Dinge.

Typisches Point and Click
Allogloom verfolgt die Spielweise eines ganz typischen Point and Click Abenteuers. Allerdings ist es sehr linear gehalten und die Rätsel und Gegenstände beschränken sich auf die acht Kapitel. So wird es nicht ganz so komplex, aber noch immer komplex genug, dass das ein oder andere Rätsel mir etwas Kopfzerbrechen bereitet hat. Ich suche also Gegenstände, die ich aufsammeln und vielleicht sogar in meinem Inventar kombinieren kann. Davor versuche ich noch so viele Informationen wie möglich zu bekommen, damit ich auch weiß, was zu tun ist oder welchen Code ist für welches Rätsel brauche.
Lesen ist hier wichtig, denn sonst entgeht mir was und ich komme nicht weiter. Zum einen, weil ich dann planlos umherlaufe und zum anderen weil vielleicht genau der Auslöser einer Notiz oder eines Gespärches fehlt, damit die Interaktion mit Dingen erweitert wird und mich endlich weiter bringt. So stand ich vor einem Symbol vor einem Baum und wunderte mich warum ich hier nichts finde, aber mir hat einfach eine gut versteckte Notiz gefehlt, die mich darauf hinwies, dass hier etwas versteckt liegt. Nun ja.
Natürlich gibt es auch kleinere Minispiele, die ich im besten Fall löse und dann dafür belohnt werde mit einem Gegenstand, den ich vielleicht irgendwo benötigen könnte. Hier muss ich mich mit den Mondphasen auseinandersetzen oder auch bestimmte Sternkonstellationen scannen. Ganz interessante Ideen, die hier in den Minispielen umgesetzt wurden. Manchmal eben auch mit der ein oder anderen Kopfnuss dabei, aber auch das gehört zu einem Point und Click wohl einfach dazu.

Wunderschön und skurril
Was mich an Allogloom sofort interessiert hat, ist die wunderschöne und düstere Grafik. Der handgezeichnete und skurile Stil erinnerte mich sofort an Fran Bow, was eben auch durch den ganz besonderen Stil aufgefallen ist. Allogloom greift das auf und plötzlich befinde ich mich zwischen einer wunderschönen, aber blutigen Welt wieder. Starker Kontrast, der aber defintiv Wirkung hat. Dazu gibt es kleine, aber dafür wirklich tolle Animationen und auch kleine Zwischensequenzen zwischen den Kapiteln.
Ich bereise dazu 5 ganz unterschiedliche Welten, die alle mit ihren Eigenheiten bestechen und nochmal Abwechslung ins Spiel bringen. Eine Synchro gibt es nicht, die Texte müssen selber gelesen werden. Dafür gibt es aber eine ganz wunderbare Soundkulisse und Musik im Hintergrund, die die beklemmende Atmosphäre gut unterstreichen. In den knapp 4 Stunden Spielzeit gab es auf dem PC keinerlei technische Probleme.

Vielleicht eine Nuance zu kurz – Allogloom
Im Großen und Ganzen trifft Allogloom genau meinen Geschmack und besonders mit diesem einzigartigen Stil kann es absolut Punkten. Die Rätsel sind teilweise etwas knifflig, aber alle absolut lösbar, ohne für viel Frust zu sorgen. Auch die Geschichte liefert eine spannende Reise, mit deren Wendung ich so nicht ganz gerechnet hätte, aber dazu verrate ich natürlich nichts weiter.
Die Spielzeit hätte vielleicht ein wenig länger sein können, aber hier hängt es wahrscheinlich auch daran, wie gut und schnell man mit den Rätseln weiterkommt und wie genau man sich überall umsieht. Wenn ihr also ein gutes, knackiges Point and Click sucht, dann solltet ihr euch Allogloom definitiv einmal ansehen.









