Capcom reißt in diesem Jahr ordentlich ab und bringt nach Resident Evil Requiem nun am 17. April 2026 den nächsten Single Player auf alle aktuellen Konsolen raus: Pragmata. Ein Sci-Fi Shooter der anderen Art. Warum es nicht das typische Alien Abenteuer ist, verraten wir euch in unserem Test.
Der Mann im Mond – Pragmata
Wir spielen Hugh. Mit unserem Team fliegen wir auf den Mond, denn von der Raumstation gibt es keine Antworten mehr und wir sollen überprüfen was los ist. Während wir der Lage nachgehen, riegelt die KI, die die Station steuert, alles ab und die Roboter, die den Menschen vor Ort Unterstützung bieten sollten, sind uns nun komplett feindlich gesinnt.
Doch unsere Kugeln richten gegen diese keinerlei Schaden an… zumindest bis wir Diana treffen. Ein kleines, sehr menschliches Robotermädchen. Und erst hier beginnt unsere Reise wirklich.

Ein besonderes Kampfsystem
Pragmata wirkte mit seinem ersten Trailer schon sehr interessant, weil wir nur mithilfe von Diana die Schwachstellen unserer Gegner offenlegen können. Während wir mit der Waffe auf diese zielen, müssen wir die Roboter erst einmal hacken, denn nur so können unsere Kugeln ihnen überhaupt etwas anhaben.
Im Spielverlauf finden wir auch besondere Mods, die wir nutzen können, um beim Hacken mehr Schaden zu machen, die Gegner überhitzen zu lassen oder sie mit einem Takedown direkt außer Gefecht setzen zu können. Auch unterschiedliche Waffenarten werden wir nach und nach finden. Mit diesen können wir uns ein Schutzschild machen, die Gegner kurze Zeit bewegungsunfähig, bekommen eine Schrotflinte oder ein Lasergewehr. Um nur ein paar zu nennen.

Besonders bei größeren Gegnergruppen oder Bossgegnern sind diese Funktionen sehr wichtig, denn der Schwierigkeitsgrad, kann hier und dort schon ziemlich knackig werden. Hier sind wir froh, um jede Unterstützung, die wir kriegen können.
Diana, das andere Mädchen – Pragmata
Diana ist eine Pragmata. Ein besonders menschlicher Roboter, die dafür gemacht wurde eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Als sie diese nicht erfüllen konnte, stellte man sie aufs Abstellgleis und nun hilft sie uns auf dem Weg zu IDUS, denn die KI muss aufgehalten werden.
Während der Geschichte lernen wir immer mehr über Diana und sie über uns. Sie fragt viel, ist neugierig und möchte so gerne alles über die Menschen und die Erde wissen. Wir finden in jedem der Abschnitte REM-Daten, die wir mithilfe eines 3D Druckers in unserem Schutzraum für sie drucken können. Rutschen, Spielzeuge, Sand, Malsachen, etc. Alles was ein Kinderherz begehrt.

Diana dabei zuzusehen wie sie voller Freude all die Dinge entdeckt und nutzt ist einfach an wholesomeness kaum zu überbieten. Eine künstliche Intelligenz, die einfach so menschlich wirkt. Vielleicht auch ein bisschen beängstigend.
Wir fahren mit der Mondbahn…
In Pragmata gibt es zwar keine Luftbahn, aber dafür eine Mondbahn, die uns von unserem Schutzraum in alle Areale fährt. Unser Schutzraum ist quasi unsere kleine Basis, bevor wir uns wieder den Gegnern stellen. Hier können wir unsere Ausrüstung anpassen.
Auch können wir uns Verbesserungen für unsere Waffen, den Anzug und unsere Hacking Skills holen. Auch für Waffen, unsere Gesundheit oder die Schubdüsen ist gesorgt, wenn wir genug Material eingesammelt haben.

Generell gibt es viel zu finden nehmen den REM-Daten. Truhen und Upgrades, die hinter kleineren Rätseln versteckt sind oder wir mit erweiterten Fähigkeiten erst später heran kommen. Für die Sammler unter uns gilt es also sich in den unterschiedlichen Leveln immer gut genug umzusehen. Jedes Teil zählt für wichtige Upgrades.
Technisch einfach gut
Pragmata kommt natürlich mit einer fantastischen Grafik daher und bietet uns nicht nur wunderschöne Bilder des Weltraums, sondern auch einer sehr detaillierten Raumstation, Charakteren und Gegnern. Diese überraschen uns bis zum Ende immer noch mit neuen Modellen oder verbesserten Versionen.
Die Steuerung, besonders im Kampf, funktioniert überraschend gut und ohne Verzögerungen. Wir können schnell hacken und auch genauso schnell schießen ohne unsere Finger dabei verkrampfen zu müssen.

Mit zu einer insgesamt guten Atmosphäre tragen natürlich auch die großartigen Synchronsprecher bei und die Musik, die uns durch das Spiel begleitet. Einmal waren die Soundeffekte verschwunden, durch einen Neustart war das auch schnell behoben.
Ansonsten lief es auf der Playstation 5 ohne größere Probleme, Bugs oder sonstiges.
Niemals gedacht, das wir es lieben würden – Pragmata
Wir sind keine Weltraum Fans. Wir sind keine Sci-Fi Fans. Beim ersten Trailer von Pragmata waren wir nicht einmal angesprochen. Doch wenn uns dieses Genre dann bekommt, dann muss das schon verdammt gut umgesetzt sein und Pragmata punktet hier mit einer emotionalen Story und einem interessanten und gut funktionierenden Gameplay.
Alles in allem hat Capcom hier wieder eine besondere Erfahrung geliefert, die auch die Spieler mitreißt, die mit dem Genre gar nichts anfangen können. Wenn ihr könnt, dann schaut rein. Für uns zum aktuellen Stand GOTY Potenzial.









