Yangyang Mobile bringen am 23. Juli 2026 ihr Dating-Sim/Visual Novel High Times auf dem PC heraus. Da ich durch Tavern-, oder Coffee Talk gerade eine Vorliebe für Spiele habe, wo meine Erzeugnisse die Launen von Kunden beeinflussen, musste ich mir High Time natürlich auch ansehen. Was ich dabei erlebt habe und wo es sich von anderen Spielen seiner Art unterscheidet, dass erzähle ich euch in meinem Test.
Willkommen im Hot Box! – High Times
Das College ist vorbei und auch ich starte in ein Leben nach der Schule. Nachdem ich meinen Charakter erstellt habe. Verflossene Lieben, alte Freunde und vorallem ein Traum: Meine eigene Konditorei. Dieser erfüllt sich ungewollt sogar, denn mein Chef lässt mich sitzen, ohne Budget und mit vollstem Vertrauen, den Laden schon irgendwie zu schaukeln. Hot Box, ein Donutladen. Auch Stimmungscafé genannt, denn hier kann man Emotionen wortwörtlich essen.
Während ich auch versuche den Laden am Leben zu halten und mit meinem besonderen Gebäck die Probleme meiner KundInnen zu lösen holt mich meine eigene Vergangenheit wieder ein. Wie die Geschichte ausgeht, na das müsst ihr schon selber herausfinden.

Stimmungsverstärker für alle!
In High Times backe ich also ganz besondere Donuts. Nein, ohne Drogen… also… glaube ich zumindest. Je nachdem welche Glasur oder Toppings ich benutze, verändern wir damit die Stimmung unserer Kunden. So können wir ihnen helfen Freude zu empfinden, wenn das Leben mal wieder andere Pläne hatte. Ihnen Mut mitgeben für Gespräche, die sie lieber aufschieben würden. Ihnen Fokus oder Inspiration geben für wichtige Projekte und noch ein bisschen mehr.
Mit der Zeit lerne ich immer neue Rezepte und neue Art und Weisen besondere Donuts zu machen. Ich kann neue Glasuren kaufen, die wieder neue Emotionen freischalten. Auch neue Werkzeuge kommen nach und nach dazu, die unser Repertoire erweitern. Ich lerne auch immer aufwendigere Donutskreationen, die sogar gleich mehrere Stimmungen abdecken können. So bleibt es abwechslungsreich und auch ein klein wenig anspruchsvoll.

Eine Menge Charaktere
High Times soll neben der Geschichte eben auch die Charaktere in den Fokus schieben und davon gibt es eine ganze Menge. Jeder von ihnen mit seiner ganz eigenen Geschichte, eigenen Problemen und wirklich eigenem Charakter. Ein paar erinnern mich an Berühmtheiten, aber das ist bestimmt nur ganz zufällig so. Ich lerne sie von Tag zu Tag besser kennen und werde zu einer Art Seelsorge für ihre Probleme.
Jeder einzelne ist ganz individuell designt worden und hat einen ganz besonderen Stil. Ein paar das davon sind gute Freunde, andere werden es, wieder andere sind vielleicht unsere Ex-Partner und einige können wir daten. Sogar alle gleichzeitig. Find ich gut, ob sich das aber negativ auf Entscheidungen in Dialogen oder eines der vielen Enden auswirkt, kann ich nicht genau sagen. Jeder der datebaren Charakter hat ca. 2 – 3 unterschiedliche Ende, je nachdem wie wir den Spielverlauf bestreiten. Wiederspielwert ist also definitiv gegeben, denn wer wirklich alles sehen will kommt fast nicht drum herum.

Kleinigkeiten nebendran – High Times
Neben dem Tagesgeschäft in der Hot Box kann ich mich noch um kleinere Nebentätigkeiten kümmern. Das bedeutet mein Tablet zur Hand zu nehmen und hier kann ich einige Dinge erledigen. Natürlich ist Social Media auch hier ein Thema und ich kann nach Lust und Laune durch Posts scrollen und diese liken. In einer Datingapp kann ich die Fortschritte zu den jeweiligen Beziehungen zu den Charakteren und den der Geschichte verfolgen.
Außerdem kann ich hier Nachschub für den Laden ordern oder diesen sogar ein wenig umdekorieren. Je nachdem was ich aufhänge, hinstelle oder Boden und Wände ändere bekomme ich bei bestimmten Charakteren Plus-, oder Minuspunkte. Eben immer dann wenn es deren Geschmack trifft oder eben nicht. Das mögen nur Kleinigkeiten sein, aber genau solche kleinen Details machen in einem Spiel wie diesem dann doch eine Menge aus.

Ein Soundtrack von Haus aus
High Times hat einen eigens komponierten Soundtrack bekommen, der sich zwischen Rock und Lo-Fi eingliedert. Das funktioniert sehr gut, allein der Song nach dem Starten des Spiels hat mich schon komplett bekommen. Einfach fantastisch und so zieht es sich weiter durch das Spiel. Ich konnte keinen Sound finden, der mir nicht gefallen hätte. Dazu diese tolle, bunte Anime-Grafik, die dem Spiel so viel eigenen Charme gibt. Die Animationen sind toll und die Charakterdesigns erst. Vorallem mit meinem eigenen kann ich mich fast komplett von der Art und Weise identifizieren.
Das Beste ist aber wohl, das alle davon Synchronsprecher spendiert bekommen haben. Zwar nur in englischer Sprachausgabe mit deutschen Texten, aber die ist dafür richtig gut geworden. Einzig mein eigener Charakter bleibt stumm. Hier und dort sind noch ein paar Übersetzungen fehlerhaft oder fehlen, dass sind allerdings Dinge, die mit einem Patch am Releasetag sicherlich gelöst werden. Sonst lief es technisch bisher ohne Probleme.

Schockverliebt – High Times
Visual Novels dieser Art kriegen mich in letzter Zeit doch immer wieder gerne und auch High Times reiht sich hier nahtlos ein. Ich liebe die Grafik, die Charaktere, die Geschichten, das Gameplay und vorallem liebe ich den überaus zweideutigen Humor, der sich durch das komplette Spiel zieht. Dadurch macht es soviel Spaß auf die Kunden zu reagieren und schlagfertige Antworten zu geben. Ihre Reaktionen zu erleben und die Sprüche, die mich immer wieder zum Lachen bringen.
High Times lässt einen direkt mitfiebern, Sympathien entwickeln oder eben auch Abneigungen. Es erzählt viele Geschichten und einige davon können wir alle sicher irgendwo nachempfinden. Das ist es, wo das Spiel dann trifft, trotz Humorlevel. Wenn ihr also dem ganzen Mal einen Blick abgewinnen könnt oder Spiele wie Coffee Talk mochtet, dann ist High Times definitiv einen Blick wert!









