Douze Dixièmes bringen am 20. Januar 2026 ihr Weltraum Metroidvania MIO: Memories in Orbit auf alle verfügbaren Plattformen. Da wir ja genau dieses Genre so sehr lieben (Achtung Ironie!), haben wir uns es nicht nehmen lassen dieses Abenteuer zu erleben und worauf ihr euch freuen könnt, das lest ihr in unserem Test!
Die Wahrheit aufdecken – MIO: Memories in Orbit
Wir spielen MIO, einen kleinen, flinken Roboter, der allein an Bord des Vessel erwacht. Wir wissen nicht was passiert ist, wieso das Raumschiff in Trümmern liegt und die Wächter nicht mehr kommunizieren können. Nun herrscht Chaos an Bord, wilde Vegetation und Roboter, die uns nicht mehr sonderlich freundlich gesinnt sind.
Wir müssen das System vor dem kompletten Zusammenbruch bewahren und dabei finden wir vielleicht sogar unsere eigenen verlorenen Erinnerungen wieder, die erklären, was hier überhaupt passiert ist.

Wer suchet, der findet
MIO: Memories in Orbit gibt uns nicht viel an die Hand. Keine Marker, die uns zeigen wohin wir gehen sollen, sondern lässt uns laufen, auf irgendetwas werden wir schon stoßen. Das stimmt auch, denn irgendwo finden wir immer etwas, was uns weiterbringt oder zumindest etwas, was uns weiterhilft. Wer neugierig ist, der sollte genau auf dieses Gefühl vertrauen.
In diesem riesigen Labyrinth entdecken wir Truhen mit nützlichen Mods, die wir an einem Nexus installieren können. Diese bringen uns passive Boni, zumindest wenn wir genügend Speicher freihaben. Diesen können wir natürlich nach und nach erweitern und so bessere oder mehrere Mods nutzen. Der Nexus ist auch der Ort an dem wir das Spiel speichern und uns heilen können.

Außerdem finden wir einige uns doch noch freundlich gesinnte Roboter, die uns etwas über die Vergangenheit des Schiffs erzählen oder uns auch helfen unsere Fertigkeiten zu erweitern oder Hinweise geben, auf das was vor uns liegt. Natürlich gibt es auch eine Werkstatt und einen Shop, wo wir unsere gesammelten Perlen ausgeben können, um uns weiter zu verbessern.
Kämpfen ist angesagt
Wie in jedem Metroidvania werden wir auch in MIO: Memories in Orbit mit einigen Gegner konfrontiert. Über 30 unterschiedliche Gegnertypen warten auf uns und auch einige Bosse dürfen natürlich nicht fehlen. Die Herausforderung ist auch definitiv gegeben, aber es fühlt sich bisher nichts unfair an. Lernen wir ein wenig die Angriffe und Bewegungen der Bosse, dann kann man sie nach einigen Versuchen ohne großen Frust besiegen.
Je weiter wir uns entwickeln, desto mehr entwickeln sich auch die Feinde und die Methoden sie zu bekämpfen weiter. So bleiben die Kämpfe interessant und abwechslungsreich. Sollte euch die Herausforderung zu hoch sein, dann könnt ihr Funktionen zur Unterstützung aktivieren.

Bosse werden, wenn ihr sterbt, jedesmal ein bisschen schwächer. Haben wir getestet und konnten allerdings kaum einen Unterschied feststellen, auch nach mehreren Toden nicht. Auch könnt ihr einstellen, dass Gegner in der Welt euch nicht angreifen. Erst wenn wir sie aktiv schlagen, schlagen sie quasi zurück. Das ist praktisch, wenn wir Backtracken oder uns nur aufs Sammeln konzentrieren wollen. Aber besonders in Arenen ist es völlig seltsam, wenn die Gegner einen nur anschauen und warten, dass wir den ersten Schritt machen. Zuletzt können wir ein Schild aktivieren, welches sich, wenn wir 5 Sekunden still stehen immer wieder aktiviert.

Springen, klettern und Geschick zeigen
MIO: Memories in Orbit wäre kein Metroidvania, wenn wir nicht auch Platformer-Passagen hinter uns bringen müssten. Springen, den Schwung von rutschigen Oberflächen nutzen oder unsere neu erlernten Fertigkeiten, um Dinge zu erreichen, die wir vorher nicht erreichen konnten.
Auch diese Abschnitte werden nach und nach herausfordernder, aber darüber trösten uns die wunderschönen Biome hinweg, die wir uns dabei ansehen dürfen. Die Laufwege von den Nexus-Punkten, wenn wir dann doch mal sterben, sind stellenweise allerdings ziemlich lästig. Ein bisschen Übung und dann klappt das durch den Abschnitt arbeiten aber immer besser, ohne viel Frust aufkommen zu lassen. Und manchmal wird Erkunden und durchhalten auch einfach belohnt in dem wir Perlen oder Mods finden.
Dabei hilft auch die gut ausgearbeitete Steuerung, die sich sehr gut anfühlt und auch ziemlich präzise arbeitet. Hilfe für die Platformer Abschnitte gibt es nicht, aber auch hier ist, wenn die Gegner nicht angreifen, schon einiges erleichtert.

Ein Artwork zum Verlieben
Eines ist uns in MIO: Memories in Orbit schnell aufgefallen und das ist der wunderschöne Stil des Spiels, der sich zwar erst nach den ersten Bossen entfaltet, aber dann einschlägt wie eine Bombe. Wir bekommen wunderschöne, hangezeichnete Grafiken und Chraktere zu sehen, die sich alle in fantastischen Details verlieren und je auf ihre weise einfach wunderschön aussehen. Wir können uns kaum sattsehen und genießen ständig den Blick auf den Hintergrund.
Wir haben eine sehr gute Steuerung dazu bekommen, die sehr präzise ist, wie oben schon erwähnt und wir somit gut mit der Umgebung, aber auch mit den Kämpfen zurechtkommen, auch wenn wir mal mehrere Anläufe brauchen. Ebenso gut ist die Musikauswahl, denn sie fügt sich wunderbar in die Welt um uns herum ein.
Bisher konnten wir keine technischen Defizite am PC feststellen. Keine Fehler, keine Frame Einbrüche oder ähnliches. Sehr angenehm. Conroller wird unterstützt und auch für das Steamdeck ist es bereits verifiziert.

Ein Metroidvania, dass wir lieben – MIO: Memories in Orbit
Es passieren noch Zeichen und Wunder, denn seit dem letzten Jahr haben wir wirklich das ein oder andere Spiel aus dem Genre gefunden, welches uns sehr gut gefallen hat und MIO: Memories in Orbit gehört absolut dazu. Es ist wunderschön und wir können uns bei jeder Session kaum wieder vom Bildschirm lösen. Wir hatten bisher in keiner Sekunde Frust oder den Drang es abbrechen zu wollen, sondern immer den Ergeiz weiterzukommen. Sehr positiv!
Wenn ihr also Metroidvanias liebt, dann ist es auf jeden Fall einen Blick wert und wenn nicht, dann auch. MIO: Memories in Orbit ist ein ganz tolles Spiel geworden und leitet das Jahr 2026 sehr gut mit ein.







