Am 29. Januar 2026 hat Studio Cima ihr Metroivania The Perfect Pencil veröffentlicht. Wir haben etwas ganz anderes erwartet und meinen das hier ganz positiv, denn das Spiel hat uns auf einer besonderen Ebene überrascht. Warum, dass erzählen wir euch in unserem Test.
Auf der Suche – The Perfect Pencil
Unser Protagonist in The Perfect Pencil ist John, der ohne Kopf in einer fremden Umgebung aufwacht. Wo wir hier sind, wie wir hierher gekommen sind und vorallem wie wir hier wieder wegkommen, wissen wir allerdings nicht. Unser Kopfersatz ist schnell gefunden: eine Kamera und als Waffe bekommen wir einen spitzen Bleistift.
Nur damit bewaffnet müssen wir also herausfinden, wo wir sind und wie wir dem Reich von „Sie“ wieder entkommen können. An dieser Stelle auch eine Triggerwarnung: Das Spiel behandelt psychische Erkrankungen und solltet ihr mit der Thematik Probleme haben, solltet ihr das Spiel meiden.

Botschaften zwischen den Zeilen
Wir erleben in The Perfect Pencil von den ersten Sekunden an eine einzigartige Spielwelt. Während wir die riesige Karte dieses Metroidvanias erkunden, suchen wir Geheimnisse und auch vor allem den richtigen Weg. Wir haben uns relativ oft verlaufen oder im Kreis bewegt bis wir den richtigen Weg gefunden haben. Um die Karte freizuschalten müssen wir Kugeln in den Kartenabschnitten finden. Das sollten wir auf jeden Fall machen, denn wir brauchen sie für die Orientierung.
Vorteilhaft hier ist unser gefundener Kamerakopf. Dieser ermöglicht es uns die Umgebung zu scannen und besondere Gegenstände besser zu finden. Oder uns einen Spruch zu bestimmten Objekten anzuhören. Vielleicht ist auch das ein oder andere Easter Egg dabei.

Die Kämpfe steigern sich in normaler Manier in der Herausforderung und unsere Gegner wirken genauso skurril wie die ganze Welt in der wir uns bewegen. Sterben wir verlieren wir einen Teil unserer gesammelten Währung. Doch wenn wir genauer hinsehen, dann können wir überall Bedeutungen erkennen, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht erkennt. Die Welt und die Chraktere möchten hinterfragt werden, denn zwischen süßen Großmüttern und Mannbabys, die sich nicht aufraffen können, gibt es hier nichts was es nichts gibt.
Aufgrund der schwere der Themen und der abstrakten Darstellung der Botschaften wird das Spiel nicht jeden Geschmack treffen. Wir fanden es ziemlich gut, hier auch mal zwischen den Bildern und Zeilen lesen zu können.

Läuft ganz gut – The Perfect Pencil
The Perfect Pencil überzeugt uns sofort mit seiner interessanten, skurrilen und handgezeichneten Grafik, die eben guten Raum zur Interpretation lässt. Besonders in der Thematik in der sich das Spiel bewegt, finden wir den Ansatz ziemlich kreativ und gelungen. Technisch läuft das Spiel auch sehr gut. Bisher gab es keine Fehler und auch auf dem Steamdeck spielt es sich richtig gut.
Leider ist die Steuerung nicht ganz so präzise und fühlt sich in vielen Kämpfen ein wenig schwammig an. Das gibt Abzug in der B-Note, denn an den Metroidvanias an denen sich The Perfect Pencil orierntiert plus die Herausforderung… da sollte sie Steuerung sich schon gut anfühlen, um Frust zu vermeiden.

Wir finden es interessant
The Perfect Pencil bietet mit seiner Thematik und dem Umgang damit und auch mit der Darstellung einen sehr interessanten Ansatz. Das ganze in einem so komplexen MEtroidvania einzubetten ist keine schlechte Idee. Zudem spielt es sich im Großen und Ganzen gut genug, um für nicht allzu viel Frust zu sorgen. Es gibt viel zu entdecken und bietet einige Stunden Spielzeit.
Dennoch könnte eben genau die Wahl der Darstellung auch für einige sehr abschreckend wirken. Ebenso das Thema, sofern es triggert. Allerdings fanden wir die Idee ziemlich cool, der Depression einfach mal wortwörtlich ins Gesicht schlagen zu können.









