2016 brachte Ubisoft die drei Assassins Creed Chronicles China, India und Russia heraus und wollte mit den 2,5D Sidescrollern nochmal eine andere Variante der Spielereihe zeigen und noch mehr Geschichte einbauen. Wir haben uns die Chroniken vorgenommen und sind zu einem Urteil gekommen.
Templer gegen Assassinen
Das Prinzip bleibt auch in Assassins Creed Chronicles gleich. Es gibt einen Eden Splitter und den wollen alle haben. Unsere Reise beginnt in China, wo wir uns ein Kästchen zurückholen müssen, welches einen Eden Splitter darstellt.
Die Jagd danach führt uns dann auch noch nach Indien und schließlich nach Russland, wo sich die Geschichte darum noch mit am interessantesten Entwickelt hat. Aus Spoilergründen, ja auch 10 Jahre nach dem Release, erwähnen wir an dieser Stelle allerdings nicht mehr.

Schleichen, Klettern, Rennen
Im Kern unterscheiden sich die drei Assassins Creed Chronicles nicht sonderlich. Wir müssen unsere Stealth-Fähigkeiten unter Beweis stellen, denn wer ohne gesehen zu werden und ohne jemanden außer Gefecht zu setzen durch ein Kapitel kommt, bekommt die höchste Punktzahl und dafür neue Fähigkeiten wie mehr Gesundheit oder mehr Taschenkapazität freigeschaltet.
Um besser an unseren Gegnern vorbeizukommen müssen wir ganz unterschiedliche Gegenstände und auch die Umgebung nutzen. Rauchbomben, Lärmpfeile, Pfeifen und Charakterspezifische Dinge wie z.B. ein Gewehr oder Wurfsterne können uns ungesehen an unseren Feinden vorbeibringen. Allerdings nicht, ohne sich vorher ein paar Gedanken zu machen.

In unserer Umgebung können wir uns in den Schatten verbergen, hinter Pflanzen oder Vorhängen. Oder eben Gegenstände auf unsere Gegner fallen lassen. Im späteren Verlauf lernen wir noch Helix Fertigkeiten, die uns ungesehen von Versteck zu Versteck teleportieren, Leichen nach einem Attentat verschwinden lassen oder uns selber unsichtbar machen, wenn wir stillstehen bleiben. Zumindest bis die Helix Leiste leer ist.
Natürlich können wir auch einfach kämpfen. Mit Kontern und Ausweichen, denn ansonsten halten wir nicht wirklich viel aus. Ungesehen bleiben steht eben im Vordergrund.
Für die Sammelwut
Auch für die Sammler unter uns hat Assassins Creed Chronicles vorgesorgt, denn in jedem Kapitel der Teile können wir zum einen Kisten finden mit alten Schriftrollen oder Animus Scherben. In jedem Teil finden wir auch geheime Assassinen Botschaften, die sich am Ende von Russia eingeben lassen.
Auch die Aussichtspunkte zählen als Sammelobjekte. Hier können wir die Karte synchronisieren und so alle Sammelgestenstände oder Ziele aufdecken. Auch Nebenaufgaben können erfüllt werden, die meistens aus Geiseln befreien oder Informationen sammeln bestehen.
Wem das alles nicht reicht, der kann sich gerne im Neues Spiel Plus immer wieder versuchen.

Interessantes Konzept
Generell sehen wir in der Version von Assassins Creed Chronicles ein interessantes Konzept, das im Großen und Ganzen in 2,5D besser funktioniert als wir uns das jemals hätten vorstellen können. Die Grafik und die Gestaltung der Welten ist sehr gelungen und hält immer wieder schöne Kulissen für uns bereit.
Die Synchro ist auf Englisch mit deutschem Untertitel und die Charaktere wurde alle sehr gut eingesprochen. Auch die Musik im Hintergrund macht in jedem Teil Spaß. Richtige Sequenzen gibt es nicht. Zwischen den Kapiteln werde diese in Form eines gezeichneten Comics gezeigt.
Fehler oder Bugs hatten wir keine, aber die Steuerung hat uns dafür manchmal den letzten Nerv gekostet. Die fühlt sich an manchen Stellen, vor allem wenn wir schnell irgendwohin klettern sollen, sehr unpräzise an. Das macht das Spielprinzip stellenweise wirklich sehr frustrierend.

Trial and Error – Assassins Creed Chronicles
Assassins Creed Chronicles war ein besonderes Konzept und die Grundidee dahinter funktioniert erstmal besser als wir uns das hätten vorstellen können. Aber eben durch die Steuerung wird einem viel Spielspaß zerstört, den wir nur aufgrund der kurzen Spielzeit von ca 5 – 7 pro Teil Stunden beendet haben.
Ebenso verzeiht das Spiel kaum bis gar keine Fehler. Besonders in Passagen, wo wir schnell weglaufen müssen. Ein Fehler und die ganze Passage muss neu gemacht werden, auch weil die Checkpoints nicht sonderlich großzügig sind. Das hat uns viel Freude am Spiel genommen.









