Am 02. April 2026 haben imissmyfriends.studios ihr Virtual Novel Fishbowl veröffentlicht. Wir haben uns im Zuge des Steam Next Festes am Anfang des Jahres schon die Demo angesehen und waren umso gespannter auf die Vollversion. Wir sind also eingetaucht und erzählen euch von unserer Reise.
Ein ganz neues Leben – Fishbowl
Wir spielen Alo, die in die Stadt gezogen ist, um sich ihrem neuen Job als Videoeditorin zu stellen. Vor ihrem Umzug ist unsere Großmutter gestorben, die uns mit unserer Mutter großgezogen hat. Dementsprechende Schwere liegt auf unseren Schultern.
Als es dann noch heißt, wir müssen in Isolation aufgrund des Lockdowns, müssen wir uns mit unseren inneren Dämonen, Erinnerungen, Trauer und dem Alltag auseinandersetzen. Doch hierbei soll uns ein besonderes Spielzeug helfen: Paplet, der kleine aufziehbare Goldfisch im Glas.

Der Alltag hält uns über Wasser
Wir halten uns mit einem halbwegs geregelten Tagesablauf über Wasser. Spülen, Essen, Trinken, Duschen, Putzen. Kleine Dinge, die einem besonders in einem mental schlechten Zustand sehr schwer fallen können. Daher wirken sich diese Aufgaben auch positiv auf unser Gemüt aus.
Es gibt allerdings auch Aufgaben, die wir meiden sollten. Doomscrolling auf dem Handy oder den ganzen Tag nicht vom Sofa bewegen, wirken sich eher schlecht aus. Unsere Schreibblockade ebenso. Unsere Stimmung wirkt sich auf die Aufgaben aus und auch auf die Auswahlmöglichkeiten unserer Antworten und Taten. Wir sollten den Stimmungsbalken also immer möglichst oben halten.

Im Spielverlauf kommen immer wieder Sachen dazu, die uns helfen, unser Gemüt zu beruhigen und leichter wieder nach oben zu bringen. Eine Leseecke, eine Spielekonsole oder auch ein Teleskop.
Zwischen Arbeit und Erinnerung
Wir arbeiten in einem Start Up und müssen jeden Tag einige Videodateien bearbeiten. Ein kleines Minispiel, wo wir bestimmte Abschnitte zuordnen müssen. Sollte uns das zu schnell gehen, dann können wir im Menü die Schnelligkeit reduzieren.
Danach können wir uns den Kisten mit den Dingen unserer Großmutter widmen. Kiste für Kiste. Erinnerung für Erinnerung. Immer nur so viel wie geht, denn nicht jede Erinnerung ist von schönen Dingen geprägt, auch wenn wir einiges zu verdrängen suchen. Das Auspacken ist ebenfalls ein Minispiel, eine Art Schiebepuzzle. Auch das können wir im Menü ausstellen, wenn wir uns damit schwer tun.

Familie, Freunde und die innere Stimme
Während unserer Reise in Fishbowl haben wir immer wieder Gespräche mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen. Natürlich nur per Videoanruf, denn wir dürfen wegen dem Lockdown nicht raus. Hier kommen immer wieder Themen über die schwierige Situation auf, wie damit umgegangen wird oder eben über die Probleme, die die anderen so mit sich schleppen.

Wir hören zu. Geben Ratschläge. Heitern auf. Bauen Selbstbewusstsein bei ihnen auf. Alles, was bei uns Tag für Tag wegbricht und an Bedeutung verliert. Denn in uns ist diese Stimme, die uns Dunkelheit bringt, die uns klein hält und die uns sagt, dass alles was wir machen sowieso sinnlos ist. Ein schweres Thema, wenn euch hier irgendetwas triggert, macht Pausen oder lasst das Spiel lieber sein. Uns hat es Stellenweise wirklich sehr erwischt.

Wunderschön – Fishbowl
Fishbowl besticht uns mit der wunderschönen Pixelgrafik und all den liebevollen Details in Alos Wohnung. Die sich auch während des Spiels immer wieder verändern. Dazu haben wir einen schönen Soundtrack, der all die Emotionen und Atmosphäre nochmal stärker untermalt.

Technisch hatten wir auf dem PC keine Probleme. Auch auf dem Steamdeck ließ sich das Spiel problemlos spielen. Nur die Steuerung finden wir hier und dort ein bisschen hakelig, aber das ist okay und stört nur wenig.
Wichtige Themen, Achtung Trigger – Fishbowl
Auch wenn wir in Fishbowl jeden Tag einen sehr ähnlichen Ablauf haben, der sich nur in einzelnen Dingen oder Erinnerungen unterscheidet, fühlt es sich nicht repetitiv oder langweilig an. Alos Geschichte reißt uns mit, besonders als selber Betroffene. Die Thematik um die Trauer, Isolation und Depression ist stark eingefangen worden und kann vielleicht auch Menschen ohne die Krankheit ein besseres Verständnis geben, wie sich Betroffene Tag für Tag fühlen.
Doch nicht nur dieses Thema ist wichtig, denn Fishbowl behandelt auch Dinge wie Überarbeitung, das Hilfe annhemen keine Schwäche ist oder das wir versuchen sollten unsere Träume wahr werden zu lassen, wenn wir können. Und das es nicht bedeutet zu verlieren, nur weil man sich selber für eine Zeit verloren hat. Das Licht in uns ist da und muss nur neu entfacht werden.
Wenn ihr also sagt, ihr könnt mit all diesen Themen umgehen, dann legen wir euch Fishbowl sehr ans Herz. Wenn nicht, dann passt auf die Trigger auf und auch auf euch!









