Sad Cat Studios bringen am 14. April 2026 ihren 2,5D Sidescroller Replaced auf dem PC und Xbox heraus. Wir waren bei unserem Termin auf der Gamescom 2025 schon mehr als begeistert und haben uns die Vollversion natürlich direkt unter den Nagel gerissen. Wir reisen also in ein alternatives Amerika in den 1980er Jahren und erleben eine mehr als spannende Geschichte.
Ein unbequemes Duo – Replaced
Wir starten als Warren Marsh in Replaced, der an der KI REACH arbeitet. Diese soll Spender und Patient zusammenbringen und so vielen Menschen, die Hilfe brauchen das Leben retten. Durch einen Unfall kommt allerdings alles anders. Wir sterben… theoretisch… denn unser Körper lebt weiter und REACH hält ihn am Leben.
Wir reisen durch Phoenix City, um den Fehler wieder zu beheben. Dabei lernen wir allerhand über Korruption, das Leben als Ware und welche Geheimnisse die Phoenix Corporation noch versteckt. Doch die größte Frage, die wir uns stellen ist, welchen Zweck hat unsere Existenz und was passiert, wenn sie in falsche Hände gerät?

Kämpfen, bis der Arzt kommt
Mit REACH lernen wir im Verlauf des Spiels eine Menge Fähigkeiten und Waffen kennen. Hauptsächlich wehren wir uns gegen unsere Feinde mit einem Schlagstock, der wenn wir oft genug treffen und sich aufgeladen hat, einen tödlichen Schuss abgeben kann. Generell gilt es nicht nur wahllos zu schlagen, denn sonst sehen wir den Game Over Screen öfter als uns lieb ist. Wir müssen lernen auszuweichen und zu kontern, um unseren Feinden, die meistens viele sind, Herr zu werden. Das klappt aufgrund visueller Anzeigen ziemlich gut.
Später lernen wir Projektile zurückzuwerfen, Schockwellen auszulösen oder auch Gegner mit Schilden und Rüstungen den gar aus zu machen. Auch den Overdrive Modus können wir aufladen, hier dürfen wir dann sogar drei Schüsse abfeuern. Das Kampfsystem ist komplexer als erwartet, somit auch ziemlich interessant, aber auch sehr herausfordernd. Es gibt allerdings unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Rennen, schleichen, klettern
Hauptsächlich müssen wir uns in Replaced kletternd fortbewegen. Üblich für einen 2,5D Platformer, vermutlich. Die Passagen sind grundsätzlich sehr fair gestaltet und lassen sich gut bewältigen. An einigen Stellen bleibt trotzdem Trial and Error, was widerrum ein wenig frustrierend war. Stellenweise. Manchmal sehen wir nicht gleich wohin wir als nächstes müssen, aber das stört generell weniger.
Auch müssen wir Passagenweise rennen und springen und das alles ziemlich gut timen. Das war allerdings wirklich teilweise richtig frustrierend und hätte wegen uns auch einfach wegfallen können. Vielleicht waren wir auch einfach nicht gut genug, aber daran denken wir natürlich nicht. Natürlich dürfen auch Schleichabschnitte nicht fehlen. Hier müssen wir uns die ein oder andere Umgebung zu nutze machen, um nicht von Geschützen entdeckt zu werden. Geht das nicht, dann können wir sie hacken und sie für eine kurze Zeit unschädlich machen.

In Replaced müssen wir dazu auch noch die ein oder anderen Rätsel lösen, die uns dann weiterbringen. Bestimmte ID Karten finden, Maschinen in Gang bringen und verschieben oder uns mit elektrischen Böden auseinandersetzen. Generell sind die Kapitel relativ linear gehalten, geben uns aber hier und dort noch den ein oder anderen Sammelgegenstand zu finden, den wir scannen können.
Es gibt noch mehr zu tun
Wer will kann in Replaced den Fokus komplett auf die Hauptgeschichte legen. Allerdings verpassen wir dann den ein oder anderen wirklich gut geschriebenen Charakter. Denn nicht nur REACH entwickelt sich während des Spiels weiter. Wir können pro Kapitel unterschiedliche Aufgaben für die Bewohner des Bahnhofs erledigen. Aber passt auf, wenn ihr diese nicht in dem Kapitel erledigt, dann sind sie weg. Wer 100 % möchte, sollte das in seinem Durchlauf berücksichtigen.
Ansonsten finden wir noch die ein oder andere Anspielung an andere Videospiele, wie Metal Gear Solid und dürfen uns in eine dystopische Welt einleben, die uns mit ihrer ganzen Art einfach einfängt. Themen von Menschlichkeit, Hoffnung, Identität und Kontrolle sind nur ein paar, mit denen wir uns auseinandersetzen werden.

Schwere Steuerung – Replaced
Replaced brilliert durch seine fantastische Grafik und vorallem durch das Spiel mit Licht und Schatten. Das wird visuell so gut umgesetzt, dass wir uns an vielen Stellen einfach nicht sattsehen können. Dazu die Pixelgrafik, die dem ganzen nochmal einen ganz besonderen Charme verleiht und den Sci-Fi Cyberpunk Flair perfekt einfangen kann. Dazu kommt ein sehr starker Soundtrack, der die Atmosphäre nochmal einfängt.
Eine Synchro gibt es nicht, wir müssen also alle Texte selber lesen, aber zumindest gibt es eine deutsche Übersetzung. Neben ein paar Grafikglitches und Objekten, die nachladen mussten hatten wir technisch keine größeren Schwierigkeiten am PC. Allerdings empfinden wir die Steuerung als etwas schwerfällig, besonders in den Kämpfen, wenn die Reaktion von REACH einfach extrem verzögert passiert. Auf höheren Schwierigkeitsgraden könnte das wirklich zum Problem und ziemlichen Frust führen.

Eine unfassbare Reise
Wir durften auf der Gamescom 2025 mit den Entwicklern von Replaced reden und die ersten Minuten des Spiels erkunden. Wir waren damals schon sehr angetan und das hat sich bis zum Release auch nicht geändert. Die Vollversion hat uns nicht enttäuscht und uns besonders eine wirklich spannende Geschichte geboten. Besonders die Entwicklung von REACH ist sehr gelungen.
Wir waren vertieft in die Welt, die Charaktere und besonders den Bildern und haben die knapp 18 Stunden sehr genossen, auch wenn das Ende etwas in die Länge gezogen wirkte. Eine wirklich tolle Arbeit von Sad Cat Studios und wir hoffen aus deren Feder werden noch mehr tolle Abenteuer entspringen!









