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Banishers: Ghosts of New Eden – Der Tod gehört den Toten

Don’t Nod hat es wieder einmal getan und veröffentlicht am 13. Februar 2024 ihr neustes Werk auf PS5, Xbox und PC. Banishers: Ghosts of New Eden entführt uns nach New England, in die neu gegründete Gemeinschaft New Eden, in der etwas ganz und gar nicht stimmt. Wir durften vorab schon einmal anreisen und uns ein Bild der Lage vor Ort machen, ob es noch Hoffnung für die Siedler gibt, dass erfahrt ihr in unserem Test.

Befreie uns von dem Bösen – Banishers: Ghosts of New Eden

Wir schlüpfen in die Rolle des Verbanner-Pärchens Red und Antea. Die beiden reisen durch die Welt und sorgen dafür, dass Geister, die noch an die Erde gebunden sind, ihren letzten frieden finden können.

Sie werden von einem alten Freund, Charles, nach New Eden berufen, denn dort gehen grausame Dinge vor sich, die für die meisten Siedler im Tod enden. Das Dorf untersteht einem mächtigen Fluch ausgelöst von einer Präsenz, die es nicht einfacher macht, diesen zu brechen.

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Bei dem Versuch werden wir von einer Klippe geworfen und wachen in einer Höhle am Meer wieder auf, allerdings ohne unsere Frau an unserer Seite….

Zwischen zwei Welten

In Banishers: Ghosts of New Eden vermischt sich die reale mit der Geisterwelt und bietet uns so wirklich besondere Spielerlebnisse. Die Welt, die wir mit Red und Antea durchstreifen wirkt düster, kalt und trotzdem wunderschön. Wir haben abgesteckte Areale, die alle aber dennoch einiges zum Erkunden bieten, sofern wir die benötigen Fähigkeiten besitzen.

Wir wechseln nahtlos zwischen Red und Antea, die damit auch zwischen den Ebenen wechseln. Red in der echten Welt und mit Antea sehen wir Dinge, die dem lebenden Auge verborgen bleiben. Wir können so nochmal anderen Hinweisen und Spuren auf unserer Reise nachgehen, denn meistens ist es nicht das Offensichtliche, was uns die Lösung bringt.

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Gewisse Dinge können wir lediglich mit dem einen oder anderen Charakter machen. Befinden wir uns in dichtem Nebel, kann Antea uns hindurchleiten. Betreten wir allerdings einen Bereich mit Geisterschutz, dann können wir sie nicht rufen und nur mit Red weitermachen. Ziemlich gut durchdacht.

Wir treffen auch außerdem noch auf die Leere. Ein trostloser Ort an dem Seelen gefangen sind. Hier gelten die Regeln der Zeit nicht und wer nicht aufpasst, der kann sich hier schnell verlieren. Die Gegner sind hier stärker, aber bringen bessere Belohnungen.

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Rituale sind der Schlüssel

Während wir durch Banishers: Ghosts of New Eden laufen begegnen uns die unterschiedlichsten Aufgaben, die wir bewältigen müssen. Für einige von ihnen benötigen wir an einer bestimmten Stelle ein bestimmtes Ritual. Insgesamt lernen wir im Spiel fünf von ihnen und jedes dient einem anderen Zweck.

Wir können Echos der Vergangenheit rufen und bekommen eine Erinnerung, die an diesem Ort oder Gegenstand hängt, gezeigt. Meistens Schlüsselszenen für unsere aktuelle Aufgabe. Dann ist es uns möglich Geister sichtbar zu machen, die in der Welt ihr Unwesen treiben. Diese können an einen Gegenstand gebunden sein, den wir zuerst benötigen und lasst euch zudem gesagt sein, nicht alle von ihnen sind uns freundlich gesinnt.

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Weiterhin können wir Geißeln manifestieren lassen. Diese stärkeren Geister sind immer feindselig und möchten uns an den Kragen. Meistens tauchen sie in der Form von Minibossen auf. Später lernen wir noch, wie wir verfluchte Gegenstände befreien können oder eben in die Leere hinabsteigen können, denn auch das ist nur durch ein Ritual möglich.

Möchten wir diese allerdings ausführen, brauchen wir dazu unterschiedliche Zutaten. Pflanzen, Erze oder Pilze müssen wir dafür finden und sammeln. Zum Glück gibt es davon eine Menge in der Spielwelt, ohne dass wir lange suchen müssen.

Auf die Geister…

…fertig, los! Das Kämpfen in Banishers: Ghosts of New Eden geht gut von der Hand. Die Bewegungen sind schnell und flüssig, einzig wenn uns zu viele Gegner auf einmal umkreisen, wird es schon mal eng. Der Wechsel zwischen Red und Antea klappt auch ohne Probleme und wir haben durch beide eine gewisse Bandbreite an Fertigkeiten.

Red kämpft gegen die Schemen mit seinem Verbannerschwert und einer Flinte. Antea schlägt mit ihren Geisterfäusten zu und macht den Gegner das Leben mit einigen coolen Geisterfertigkeiten schwer.

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Die Gegner werden im Spielverlauf vielseitiger und stärker. Wir starten mit einfachen Schemen, die später zum One Hit Wonder werden. Diese können allerdings von Leichen in der Nähe besitz ergreifen und werden dann dadurch stärker. Das ist ein ziemlich cooles Feature, denn wir haben auch die Möglichkeit sie daran zu hindern, wenn wir schnell genug sind.

Das Einzige, was uns irgendwann im Spiel genervt hat, war das zufälligen auftauchen der Gegner. Besonders für Nebenaufgaben muss man das ein oder andere Mal hin und her. Irgendwann möchten wir nur schnell von A nach B, aber werden ständig von Gegnern aufgehalten. Einfach weiterlaufen geht auch nicht. Sie verfolgen einen bis aufs Blut und meistens kann man den Gebietsabschnitt aufgrund des Kampfes dann nicht verlassen. Aber gut. Gibt schlimmeres.

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Mal eben schnell

Neben der Hauptgeschichte finden wir in Banishers: Ghosts of New Eden auch einiges abseits davon, was wir erledigen können. Abgesehen davon alles möglichen Dinge auf der Karte zu erledigen oder zu finden.

Wir haben einmal sogenannte Spukermittlungen. Diese tauchen auf, wenn einer der Siedler von einem Geist heimgesucht wird. Dahinter müssen nicht immer böse Absichten stecken. Unsere Aufgabe ist es dann, den Grund für den Verbleib des Geistes herauszufinden. Das können ganz unterschiedliche Gründe sein. Am Ende dieser Ermittlungen müssen wir dann eine Entscheidung treffen, die auch alle Konsequenzen aufs Spiel haben werden.

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Banishers: Ghosts of New Eden schenkt uns aber auch noch andere Nebenaufgaben. Diese sind meistens nicht ganz so komplex und sind eher schneller zu erledigen. Hier mal das Besorgen, dort mal das Suchen oder einfach nochmal nach den Siedlern sehen, denen wir vielleicht geholfen haben.

Wir wollten einige dieser Aufgaben „mal eben schnell“ erledigen. Das ist meistens aber gar nicht drin. Manche Geschichten entwickeln sich so komplex weiter, dass es dann doch länger dauert als gedacht. Meistens waren wir aber nur damit beschäftigt den Weg zu den Quests oder zum Suchgebiet zu finden. Da gab es die ein oder anderen, wo wir die offensichtlichsten Wege nicht gesehen haben. Hier sind auf jeden Fall Pro Gamer am Werk!

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Fertigkeiten und Ausrüstung

Jeder gute Verbanner braucht eine ordentliche Ausrüstung und davon können wir eine Menge in der Welt erhalten, finden und kaufen. Wir tragen eine Rüstung, nutzen Schwert und Flinte, haben eine Phiole mit Heiltränken und tragen Ringe, Armband und Amulette zum Schutz.

Alles davon können wir außerdem bis zu sieben Stufen aufwerten, sofern wir die nötigen Materialien haben, denn wie bei den Ritualen benötigen wir auch hier die richtigen Sachen. Diese finden wir in Truhen oder erhalten sie von unseren Gegnern oder Bossen.

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Natürlich können wir auch Fertigkeiten erlernen. Die Punkte dafür erhalten wir, wenn wir ein Level aufsteigen oder für das Lösen der Spukermittlungen oder Nebenaufgaben. Die unterschiedlichen Fertigkeitenbäume in Banishers: Ghosts of New Eden beziehen sich auf Anteas Hauptfertigkeiten und zweigen sich dann auf. Wir können hier unseren Schaden erhöhen, Angriffe verbessern und, und, und.

Eine unheimlich schöne Welt

Wie oben schon einmal erwähnt schafft es Don’t Nod in Banishers: Ghosts of New Eden uns in eine Welt zu schicken, die düster, kalt, unbehaglich und dabei gleichzeitig wunderschön aussieht. Wir bewegen uns durch Wälder, dunkle Höhlen, am Strand entlang, über üppige Felder und noch mehr. Die Welt lädt zum Verweilen und Umsehen ein, zumindest, wenn der Fluch irgendwann vielleicht gebrochen wird.

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Zur schönen Grafik gesellen sich eine tolle Musikuntermalung und die Synchronsprecher, die eine wirklich fantastische Arbeit abliefern. Zudem fanden wir keine der deutschen Stimmen bei einem Charakter unpassend.

Da wir noch ohne Day One Patch gespielt haben, hatten wir hier und dort ein paar Grafik-Glitches oder schwende Gegenstände. Ansonsten konnten wir keine größeren Fehler feststellen. Es gab keine Abstürze oder andere Probleme. Sehr erfreulich.

Wir haben viel erwartet – Banishers: Ghosts of New Eden

Seit dem ersten Ankündigungsteaser zu Banishers: Ghosts of New Eden waren wir Feuer und Flamme. Das Interesse und die Vorfreude wuchsen mit jeder weiteren Information und trotzdem blieb die Angst, dass es nichts wird. Da kam die Verschiebung auf 2024 dem Spiel eventuell auch wirklich zugute.

Aber wir wurden nicht enttäuscht. Das Spiel hat uns eingesaugt in seine Welt und seine Geschichte und allein der Fakt wie sehr wir uns mit den Nebenaufgaben beschäftigen WOLLEN zeigt, wie sehr wir in diesem Titel versinken. Wer sich nur auf die Geschichte stürzen will, der kommt mit ca. 25 Stunden Spielzeit aus. Wir sind inzwischen bei über 40 Stunden und das Ende ist noch nicht erreicht.

Don’t Nod hat es einfach drauf Geschichten zu erzählen und mit Banishers: Ghosts of New Eden haben sie uns in den Bann der Verbanner (Ich finde schon selbst raus…) gezogen. Wenn ihr also auf tolle Geschichten, actionreiche Kämpfe und eine interessante Welt steht, dann lasst diesen Titel definitiv NICHT links liegen.

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