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Es gibt eine Welt da draußen – Metro Exodus

Am 15.02.2019 erschien der langersehnte Metro Nachfolger und zeigt uns diesmal mehr von der Welt außerhalb der Metro Moskaus. Es muss doch noch mehr geben und genau das finden wir in Metro Exodus heraus.

Wer Moskau entkommen will…

…der muss verdammt viel aushalten. Doch von unserem Protagonisten Artjom wissen wir: Er kann das. Denn schon durch zwei Teile durften wir ihn begleiten und nun beginnt unsere Reise von neuem. Denn Artjom ist sich sicher, dass er einen Funkspruch gehört hat. Außerhalb von Moskau. Es muss noch weiteres Leben geben.

Denn ein Leben in der Dunkelheit der Metro ist ihm einfach nicht mehr genug. Gesagt getan. Mit seiner Frau Anna und einer handvoll Spartan-Rangers macht er sich auf die Reise mit einer Lok namens Aurora.

Die Aurora stellt unsere Basis dar. Hier können wir Gespräche führen, unsere Ausrüstung verbessern und reparieren oder erhalten neue Befehle von Annas Vater. Doch natürlich können wir nicht nach einem Atomkrieg einfach von A nach B fahren. Kaputte Schienen, instabile Brücken oder Schäden an der Lok zwingen uns immer wieder zum Stillstand.

Mehr Abwechslung kommt ins Spiel

Metro Exodus schickt uns, um die Aurora zu reparieren, in die unterschiedlichsten Gegenden. Wir sehen diesmal nicht nur das verschneite Moskau mit seinem dunklen Tunnelsystem. Wir stapfen an der Wolga durch den Schlamm, müssen uns vor Sandstürmen am kaspischen Meer schützen oder müssen durch das Unterholz in Taiga kommen. Dabei entdecken wir immer wieder neue Zivilisationen und Mutanten. Und diese Abwechslung tut dem Spiel absolut gut.

Dabei wurden die Details nicht vernachlässigt. In der ganzen Welt gibt es mehr als genug zu entdecken. In alten Hütten sitzen noch immer Familien an gedeckten Tischen, wir finden Tagebücher und Tonbänder um mehr von den Überlebenden zu erfahren, Landkarten, Poster und Bücher (auch die Metro Bücher) geben Aufschluss über das Leben vor dem Krieg.

Wer viel sucht, der wird dafür auch gerne belohnt. Sei es mit Materialien zum Craften und Reparieren, neuen Gadgets oder eben sogar kleine Story Elemente.

Freund oder Feind?

Wie schon erwähnt treffen wir auf unserer Reise tatsächlich auf die ein oder andere Bevölkerung. Ob diese uns nun freundlich gesinnt sind oder nicht, dass müssen wir mit Artjom selber herausfinden. Oft genug treffen wir auf Banditen oder komische Kulte, die uns nicht gerne in ihren Reihen sehen. Doch zwischendurch gibt es immer wieder Personen, die unsere Hilfe benötigen oder wir ihre.

Die Charaktere die wir treffen und kennenlernen dürfen wachsen einem mit jeder Spielstunde mehr ans Herz. Doch in einer Welt wie dieser ist die Gefahr groß genug diese auch wieder zu verlieren. Die Geschichten bringen nochmal mehr Leben ins Spiel und nicht nur bedingt durch die gute Synchronisation.

Leider hat Artjom selber keine Stimme. Das fehlt mir in den Gesprächen tatsächlich, denn oft weiß ich nicht, ob mein Gesprächspartner noch mit mir spricht oder nur noch Selbstgespräche führt. Man hört seine Stimme nur in den Ladebildschirmen, doch warum man dieser im Spiel keine Chance gibt bleibt mir ein Rätsel. Das ist besonders in emotionalen Situationen schwer zu übersehen.

Der Horror bleibt

Wer bis hierher gedacht hat, dass Metro Exodus weniger auf dunkle, enge Passagen mit bösen Monstern setzt, der liegt falsch. Auch wenn das Spiel nun hauptsächlich an der Oberfläche stattfindet müssen wir oft genug in alte Ruinen, Bunker oder Höhlen kriechen. Und hier setzt das klassische Metro Erlebnis ein. Die Strahlung wird höher, wir müssen unsere Maske nutzen und die Filter wechseln. Die Taschenlampe will per Kurbelgenerator am Leben gehalten werden und vorsichtig und leise bahnen wir uns unseren Weg. Jedes kleinste Geräusch lässt uns vorsichtiger werden.

Denn die Mutanten sind nicht weit und lauern überall. Wer nicht gut vorbereitet ist, der findet schnell seinen Tod in Metro Exodus. Habt ihr genug Munition dabei? Sind genug Medikits vorhanden? Sind die Waffen gereinigt, damit ihr nicht mit Ladehemmung dasteht? Ist eure Ausrüstung für den Kampf gewappnet und habt ihr genügend Filter dabei? All das sollte gründlich überprüft sein.

Metro Exodus verläuft meist linear ab, lässt einem aber wieder genug Freiheiten sich eigene Wege zu suchen. Auch der Wechsle zur Oberfläche bietet hier genug Abwechslung und Ziele für Ausflüge. Natürlich ist es kein riesiges Open World Spiel, aber das würde auch niemand von Metro erwarten. Die Bereiche, die es zu erkunden gibt reichen und manchmal steht uns sogar ein Fahrzeug zu Verfügung.

Ein Boot bringt uns hierbei an unzugängliche Stellen. Denn Schwimmen möchte unser Held nicht. Wer will ihm das auch verübeln? Da schwimmen überall hungrige Mutanten rum. Außerdem nutzen wir ab und an einen kleinen Bus. Der ist ganz nützlich uns vor Mutanten aus der Luft zu schützen und uns schnell von A nach B zu bringen, denn eine Schnellreisefunktion gibt es nicht.

Es gibt einiges zu tun

Natürlich beherbergt Metro Exodus auch Nebenquests, die einen erfolgreich von der Story ablenken. Aber das macht gar nichts. Das gibt uns nur die Möglichkeit die Welt noch ein wenig mehr zu erkunden und zu durchsuchen.

Die Quests sind natürlich keine ausgefallenen Aufgaben, aber das müssen sie auch nicht sein. Wenn wir auf der Suche nach dem verlorenen Spielzeug eines Mädchens machen, dann sind wir froh, wenn wir dieses wieder glücklich machen können. Die Aufgaben bringen nochmal Lebendigkeit in die todgeglaubte Welt und bescheren uns eventuell neue Ausrüstung oder neue Infos über die Welt, die wir gerade entdecken.

Generell finden wir in der Welt immer wieder Tiere, Mutantennester, Banditenlager oder Zufluchtsorte an denen wir uns ausruhen und unsere Ausrüstung reparieren können. In Metro Exodus gibt es natürlich einen Tag- und Nachtwechsel und sollten wir ein Bett finden, dann können wir uns aussuchen, wann Artjom wieder aufstehen soll. Die Tageszeiten und auch das Wetter haben auch Auswirkungen auf die Charaktere und die Spielwelt. Ein Lager bei Nacht auszurauben ist meist der effektivere Schachzug, denn die meisten Wachen schlafen dann.

Eine Rückkehr in abgeschlossene Areale ist im Übrigen nicht möglich.

Überleben muss nicht immer lästig sein

Metro Exodus setzt natürlich auch darauf, dass man versucht zu überleben. Anders als in Fallout 76 oder anderen Survival Games müssen wir nicht alle zwei Minuten Nahrung oder Trinken zu uns nehmen. Metro kommt mit einer kaum vorhandenen HUD daher und unser einziges Hilfsmittel ist Artjoms Armband. Ein Kompass zeigt uns den richtigen Weg, der Geigerzähler warnt uns vor Strahlung und wie lange unsere Filter noch reichen. Das Armband lässt sich im Spielverlauf noch verbessern. Gegner werden nicht mit roten Icons angezeigt, sie tauchen einfach auf oder man muss eben einfach genau hinschauen. Ob wir bald keine Schläge mehr einstecken können, dass erfahren wir nur durch Artjoms Atmung oder roten Schlieren am Bildschirmrand.

Taschenlampe und andere elektrische Geräte wollen immer wieder aufgeladen werden, wer seine Waffen nicht reinigt, der steht mit Ladehemmung vor seinen Gegnern und geht die Gasmaske zu Bruch, wird sie provisorisch bis zur nächsten Werkbank geflickt. Das nimmt uns die Sicht. Genau wie Regen oder ähnliches. Hier muss die Sicht mit der Hand wieder freigewischt werden.

Es klingt nach einer Menge Arbeit, aber Metro Exodus verpackt das ganze so, dass es einfach wirklich dazu gehört. Denn wer nach einem Atomkrieg nicht auf sein Equipment achtet, der hat nicht viele Überlebenschancen. Auch muss zum Ressourcen sparen abgewägt werden, ob man offen ins Gefecht geht oder sich lieber versucht durch so viele Gegner wie möglich zu schleichen.

Alles hat ein Ende…

…nur Metro Exodus hat mehrere. Welches davon ihr zu sehen bekommt, dass liegt an eurer Spielweise. Dabei kommt es darauf an, ob ihr friedfertige NPCs tötet oder ihnen helft und ob ihr Gegner tötet oder nur K.O. schlagt.

Auch hängt die Entscheidung davon ab, ob ihr Gegner die sich ergeben tötet oder nur K.O. schlagt. Fesseln oder laufen lassen können wir sie leider nicht.

Natürlich will man nach ca. 20 Stunden Spielzeit wissen, was man hätte anders machen können und so lockt uns das Spiel in eine weitere Runde.

Eine Fortsetzung die es besser macht

Ich muss sagen, dass mir die Metro Spiele Teil für Teil immer besser gefallen. Last Light war lange mein Favourit, doch Metro Exodus hat absolut das Potenzial, diesen abzulösen. Mit jedem Teil haben sich die Entwickler etwas Neues einfallen lassen und nun schicken sie und einfach raus in eine grandiose Endzeit-Welt.

Details und Abwechslung bringen hier frischen Wind in die Reihe und mit tollen Features müssen wir versuchen uns und unsere Ausrüstung fit zu halten. Das Erkunden der nicht zu großen Welt macht Spaß und bringt einem viele Materialien ein.

Ich kann nur sagen, Metro Exodus macht auf der Xbox One X einen fantastischen Eindruck und einfach nur Spaß!

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