The Drifter ist ein pulp Thriller in Gestalt eines Point and Click Adventures aus dem Hause Powerhoof. Der Titel ist schon im letzen Sommer auf dem PC erschienen und am 22. Juni 2026 nun auch endlich auf der Nintendo Switch. Wer von euch ein spannendes Adventure im Stil von alten Point and Clicks sucht, der/die sollte sich meinen Test zu The Drifter ansehen, denn es hat mich auf allen Ebenen überrascht.
Wenn die Vergangenheit dich nicht gehen lässt – The Drifter
Ich spiele Mick Carter, der nach fünf Jahren zurück in seine Heimatstadt kommt. Er hat den Tod seines Sohnes nicht verkraftet und hat die Stadt ohne viele Worte einfach verlassen. Nun ist meine Mutter gestorben und ihre Beerdigung führt mich zurück in die Stadt. Auch wenn mich hier viele nun hassen, habe ich noch ein paar Freunde und die brauche ich auch, denn es gehen ganz seltsame Geschehnisse vor sich.
Ein Serienmörder, der es auf die Obdachlosen der Stadt abgesehen hat. Eine Liste von Vermissten, die mit jedem Tag länger wird. Maskierte Männer, die in irgendwelche zwielichtigen Machenschaften verstrickt sind und plötzlich Jagd auf mich machen. Ich habe keine Wahl als mich in die Gefahr zu begeben und meinen Namen wieder reinzuwaschen, bevor noch etwas schlimmeres passiert.

Klassich und doch anders
The Drifter ist in seinem Look und der grundlegenden Art ein klassisches Point and Click. Ich muss mich durch verschiedene Szenen arbeiten, alles inspizieren, Items sammeln, kombinieren und damit die vorhandenen Rätsel lösen, um in der Geschichte weiter zu kommen. Allerdings arbeite ich mich durch die unterschiedlichen Kapitel und bekomme so nicht ewig viele Schauplätze zum Interagieren geboten. Ich habe meistens kurze Wege, was eine straffe Handlung möglich macht.
Die Rätsel sind nicht zu knifflig und ziemlich logisch aufgebaut. Extrem verschachtelte Rätsel gibt es zum Glück auch nicht und so komme ich ziemlich gut weiter im Spiel. Stecke ich doch mal fest, dann geben die Charaktere suptile Hinweise, wie wir die Situation eventuell lösen könnten. Kann hilfreich, aber auch genauso nervig sein. Bin ich ehrlich.
Was The Drifter aber anders macht, dass ich viele Dinge unter Zeitdruck erledigen muss, denn ansonsten erwarten mich wirklich brutale Todesszenen. Mit Zeitdruck meine ich auch nicht einfach Quick Time Events. Ich muss trotzdem genau überlegen, welche Items ich wo und wann einsetze, damit ich es schaffe mich aus dieser Situation zu befreien. Unter Wasser an einen Betonblock gebunden, gefangen in einem Sarg, oder, oder, oder. Sterbe ich trotzdem, dann ist das aber gar nicht so schlimm, denn Mick wird einfach ein paar Sekunden vorher wiederbelebt. Eine Fähigkeit, die sich sogar perfekt in die Geschichte einbaut, mehr verrate ich hier allerdings nicht. Nur, dass es dann manchmal etwas Trial and Error benötigt, sich aus der nächsten Todesfalle zu befreien.

Zwischen Mystic, Thriller und Horror – The Drifter
The Drifter ist ein düsteres Spiel, welches auch wirklich schwere Themen behandelt. Ich bekomme einen spannenden Thriller gepaart mit Mysterie, Horror und Drama Elementen. Dazu auch sogar ein bisschen Humor und vorallem wirklich unerwartete Wendungen. Das Spiel schafft durch seinen Pixelart Stil, den feinen Animationen und den gut gesetzten Licht/Schatten Momenten eine ganz besondere Atmosphäre. Dazu gibt es einen Synth Soundtrack und eine fantastische englische Synchro.
Technisch hatte ich mit The Drifter auf der Nintendo Switch 2 keine gravierenden Probleme. Einzig, die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedüftig. Mit dem rechten Stick kann ich Mick bewegen, mit dem Linken auf die Gegenstände deuten, mit denen ich interagieren kann. Diese muss ich dann mit ZR anwählen. Besonders, wenns es schnell gehen muss steuert man gerne am Ziel vorbei oder vergisst den Trigger zu betätigen. Das hat mich den ein oder anderen Tod gekostet. Aber man findet rein.

Einfach gefesselt
Und das nicht nur im Spiel, sondern auch vom Spiel selbst. Ich liebe Point and Click und ich bin eben auch mit Spielen Wie Monkey Island oder Kings Quests aufgewachsen. Der Wunsch nach eben ähnlichen Spielen wie früher ist da natürlich immer groß. The Drifter geht hier in eine richtige Richtung und paart es mit einigen anderen Mechaniken und einer wirklich spannenden Geschichte. Und es funktioniert. Das Ende zieht sich leider ein wenig, aber okay, kann man verkraften.
Mit einer Spielzeit von knapp 8 Stunden komme ich gut durch das Spiel und arbeite mich durch die neun Kapitel. Ich kann mich kaum losreißen von der Geschichte und wie sie schlussendlich ausgeht. Interssiert ihr euch also für spannende Point and Click, dann taucht ein in The Drifter und erlebt eine Reise der anderen Art.









