Polyarc haben ihr damaliges VR Abenteuer mit Moss: The Forgotten Relic nun von der Brille gelöst und am 16. Juli auf dem PC und Konsolen veröffentlicht. Damals habe ich Buch 1 selber noch mit der ersten PS VR gespielt, aber durch Motion Sickness ging das alles nur halbwegs gut. Umso glücklicher bin ich, dass ich das nun nachholen kann und wie ich die Spiele erlebt habe, erzähle ich euch hier.
Der Leser eines besonderen Buches – Moss: The Forgotten Relic
In Moss: The Forgotten Relic spiele ich quasi den Leser des Buches, in welches ich eintauche, um das Abenteuer mit Quill zu erleben. Von oben schaue ich auf das Geschehen und stehe der mutigen Mäusin bei ihrer Reise, ihren Onkel zu retten und ihr zu Hause von den Bösen zu befreien, bei.
Ich muss alle antiken Glasrelikte finden, die eine mächtige Kraft besitzen. Dabei muss ich mich durch Wald und Wiesen, Ruinen, Burgen und vieles mehr schlagen, denn eines ist klar: nur gemeinsam können sie und ich unser Ziel erreichen.

Zwischen Rätseln und Kampf
Generell bekommt Moss: The Forgotten Relic den Spagat zwischen ruhigen Rätselabschnitten und Kampfsequenzen ganz gut hin. Ich muss mich um Schalter kümmern, die verschiedene Plattformen bewegen, Steine verschieben und die unterschiedlichsten Fähigkeiten einsetzen, um die Rätsel der Welt zu lösen und weiterzukommen.
Diese sind in den meisten Fällen sehr gut lösbar, doch an der ein oder anderen Stelle musste ich doch eine Weile probieren und nachdenken, bis ich dann auf die gewünschte Lösung kam. Aber damit, dass die Rätsel immer ein wenig komplexer werden, bleibt es eben auch interessant und es fügen sich keine ständigen Wiederholungen ein.

Bei dem Kämpfen kann es schon hier und dort ein wenig anspruchsvoller werden und ein paar Arena Kämpfe musste ich auch ein paar Male öfter versuchen, bevor ich weiterkam, denn manchmal ist die Gegnerflut einfach nicht ohne. Ich wehre mich gegen mechanische Käfer aller Art. Manche schlagen mit ihren Scheren nach Quill, andere explodieren oder schießen. (Wem das zu anstrengend ist, der kann Kämpfe in den Einstellungen überspringen.)
Habe ich das geschafft, dann steht sicherlich ein Bosskampf bevor. Diese sind sehr abwechslungsreich und jeder ist auf seine Art besonders gestaltet worden. Auch hier bleibt die Abwechslung erhalten, denn stumpfes draufhauen gibt es hier nicht.

Der unsichtbare Leser und eine Welt voller Glitzerstaub
Während ich durch die einzelnen Kapitel streife kann ich neben Rätseln und Kämpfen natürlich noch ein paar Dinge sammeln. Wenn ich Kisten oder alles Andere zerstöre, dann sammele ich Glitzerstaub ein. Davon finde ich in den zwei Büchern eine ganze Menge.
Außerdem können wir kleine Pergamentrollen finden die sich gerne irgendwo in den Leveln verstecken oder hinter zusätzlichen Rätseln. Mit ihnen kann ich bestimmte Buntglasfenster zusammensetzen. Sie können aber leider auch schnell übersehen werden, aber später über die Kapitelauswahl noch gesammelt werden. Praktisch.

Aufgefrischt und aufgehübscht
Moss: The Forgotten Relic wurde nochmal grafisch aufgehübscht und kommt mit neuen Zwischensequenzen daher. Auch eine neue Kameraführung wurde hinzugefügt. Eine tolle Erzählerin begleitet mich durch die Geschichte und dazu ein wunderschöner Soundtrack von Jason Graves.
Technisch lief das Spiel auf dem Steamdeck und dem PC so weit fehlerfrei. Die Steuerung fühlt sich ein wenig klobig an, aber nicht so sehr, dass es jetzt extrem stört. Checkpoints bei Toden sind auch relativ fair gesetzt. Es soll eine Funktion geben, dass man Kämpfe überspringen kann, gefunden habe ich diese aber nicht.

Einfach Liebe – Moss: The Forgotten Relic
Wie auch damals in VR hat Moss auch ohne VR mein Herz eingenommen. Einfach eine schöne Geschichte, mit toller Umsetzung und liebevoll gestalteten Welten und Charakteren. Herausfordernde Rätsel und eine schöne Atmosphäre. Dazu mit knapp 11 Stunden Spielzeit auch definitiv nicht zu lang.
Eine klare Herzensempfehlung dieses Abenteuer mit der kleinen Maus zu erleben und sich verzaubern zu lassen.









