Panach Digital Games arbeiten aktuell an ihrem Spiel 1666 Amsterdam. Dieses befindet sich seit dem 25. August 2026 auf Steam im Early Access und ein paar namhafte Köpfe, unter anderem von Assassins Creed, haben sich an dieses Projekt gewagt. Ich konnte mir schon einmal einen Eindruck über den derzeitigen Stand des Spiels holen und sage euch, ob es sich schon lohnt oder ihr lieber noch abwarten solltet.
Zwischen Zukunft und Vergangenheit – 1666 Amsterdam
Ich spiele Noa, die in Brooklyn lebt und etwas über ihren Vater und die Dinge herausfinden möchte, die er immer im Verborgenen gehalten hat. Ich bekomme einen Brief in einer seltsamen Sprache und versuche ihn zu entziffern, doch mit dieser Fähigkeit bekomme ich einen ganz anderen Einblick in die Vergangenheit meines Vaters als ich dachte.
Plötzlich finde ich mich wieder zwischen einem Hexenzirkel, schwarzen Katzen, Hexenjägern und einer Menge seltsamer Geheimnisse, die aufgedeckt werden wollen. Es bleibt spannend, wohin diese Reise mich führen wird.

Zauberei ist nicht nur ein Mythos
In der Welt von 1666 Amsterdam gibt es durchaus Magie und diese ist ziemlich düster. In einem Hexenzirkel wähle ich meine Seelenkatze aus und diese wird mich von nun an durch das Spiel begleiten. Das die Seele aus einem wahren Menschen kommt, dass erfahre ich erst später, denn schließlich steckt Noas Vater in meiner Seelenkatze.
Nach einem gut inszenierten Tutorial, wo ich alle wichtigen Fähigkeiten und Kniffe lerne, darf ich richtig ins Spiel tauchen und das stellt sich als gar nicht so leicht heraus. Es zählen Tarnung, Strategie und Timing, um meinen Zielen näher zu kommen und außerdem müssen Entscheidungen getroffen werden, die sich eben auf die eine oder andere Weise auswirken können.
Die Menschen um mich herum sind skeptisch und besonders wenn eine Frau zu viele Fragen stellt, könnte das schnell ein Problem werden. Besonders, wenn diese entdecken, dass ich nun wahrlich eine Hexe bin… Ich möchte dem Scheiterhaufen gerne fernbleiben.

Erkunden, Befragen, Kämpfen
1666 Amsterdam ist ein sehr düsteres Spiel und es kommt nicht ohne Kämpfe aus. Ich muss hier und dort mit Gegnern, besonders den Hexenjägern, herumschlagen und das fühlt sich gar nicht mal so gut an.
Sicherlich kann ich mir vorab ein paar Gegner vom Hals schaffen in dem ich meine Kräfte einsetze um Ablenkungen zu schaffen oder Explosionen auszulösen. Doch werde ich dabei erwischt oder habe zu wenig Energie dafür, dann muss ich mich dem Kampf stellen.
Das Kämpfen fühlt sich leider noch relativ steif und fehl am Platz an. Ich bin eine Hexe, halte nicht viel aus und ich muss mich trotzdem mit 5 Soldaten prügeln, wo danach auch nochmal 5 als Verstärkung eintrudeln. Kann man machen, stört mich aber tatsächlich gewaltig. Würde mir hier noch ein wenig mehr Heimlichtuerei wünschen.
Ansonsten muss ich viel erkunden, mich umsehen, mit den Menschen reden, um Antworten zu bekommen und der Geschichte weiter folgen zu können. Hierbei gilt es immer seine Tarnung zu wahren. Ich kann auch durch die Augen meiner Katze sehen und mit ihr das ein oder andere entdecken oder die Kräfte, die ich gerade nicht brauche, umwandeln in welche, die ich für meine Fähigkeit benötige. Praktisch.

Ein technisches Überraschungspaket
1666 Amsterdam befindet sich in einem sehr frühen Stadium des Early Access. Das es überhaupt schon so spielbar ist, wie es aktuell ist, dass wundert mich nach der Ankündigung im frühen Sommer sehr. Doch ich verstehe auch den Schritt, sich mithilfe der Community das Spiel zu bauen, was am Ende einschlägt.
Dennoch ist hier technisch noch viel zu machen. Logischerweise gibt es Bugs, Abstürze, Perfomance Probleme und die Steuerung fühlt sich noch etwas grob an. Grafik, Synchro und Musik sitzen schon ganz gut. Sicherlich müssen einige Texturen nachladen, aber auch das bleibt oft auch im fertigen Spiel nicht aus.
Da wird sich das Potenzial erst zeigen, wenn sich das Spiel der 1.0 nähert und dann werde ich hier nochmal ein Update geben.

Klingt spannend, aber reicht das schon? – 1666 Amsterdam
Early Access ist per se nichts Schlechtes, wenn ein Entwickler es richtig einzusetzen weiß, dafür gibt es genügend erfolgreiche Beispiele. Das bei einem Storygame einzusetzen… fühle ich aber meistens weniger, denn alles kommt häppchenweise und das kann schon störend sein.
1666 Amsterdam baut sich ein spannendes Konzept auf und eine Geschichte, von der ich unbedingt mehr hören möchte, sie erleben möchte und mich dem stellen, was da auf mich zukommt, aber ob ich das im aktuellen EA Status tun will…. Weiß ich nicht. Das Geld ist wichtig für die weitere Zukunft, ich verstehe den Punkt, aber ob man das nun wirklich schon investieren möchte oder lieber noch abwartet… das müsst ihr selber entscheiden.









