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The Callisto Protocol – stirb doch endlich

Striking Distance Studios und Krafton haben am 02. Dezember 2022 das Science-Fiction-Survival-Horrorspiel The Callisto Protocol für den PC, die Xbox und Playstation veröffentlicht. Wir haben die Chance genutzt und uns in die Spielwelt, welche auf der Unreal Engine 4 aufsitzt, gestürzt und möchten euch in diesem Review etwas mehr über das Spiel berichten und am Ende mit unserem Fazit, nach rund elf Spielstunden, abschließen. Viel Spaß beim lesen des Reviews zu The Callisto Protocol.

Dieses Review beinhaltet keine Spoiler.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Handlung und Background von the callisto protocol

Wir schreiben das Jahr 2320, Jacob und Max, zwei Lieferanten, sind auf dem Weg nach Kallisto, dem vierte Mond des Jupiters, um dort eine Lieferung abzuliefern. Doch schon auf dem Weg scheint etwas nicht zu stimmen und Jacob begibt sich in den Laderaum um nach dem Rechten zu sehen. Es kommt wie es kommen muss und ehe wir uns versehen, finden wir uns als neuster Gefangener in der Gefängniskolonie Black Iron wieder. Auf der Suche nach einem Ausweg finden wir immer mehr Hinweise darüber was genau hier passierte und welche außerirdische Bedrohung hier wütet. Welcher Verschwörung sind wir auf der Spur?

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

schwierige Schwierigkeit oder einfache Leichtigkeit?

The Callisto Protocol lässt uns den Schwierigkeitsgrad selbst wählen. Neben den vorgegebenen Schwierigkeitsgraden können wir ebenso die Zielhilfe (sowie dessen Intensität), automatisches Ausweichen (was nicht immer funktioniert) oder gar das automatische Tastendrücken (beziehungsweise das deaktivieren) von Quick-Time-Events auswählen.

Wir haben in diesem Spieldurchlauf den einfachsten Spielmodus gewählt mit allen Unterstützungen.

Gameplay

In The Callisto Protocol übernehmen wir die Steuerung des Hauptprotagonisten Jacob in der Third-Person-Ansicht. In Black Iron angekommen wird uns erst einmal ein Nacken-Tattoo verpasst, welches unsere Lebens- und Energieanzeige darstellt. Das Ziel ist eindeutig: fliehen.

Nach wenigen Metern erhalten wir unser erstes und sehr wichtiges Werkzeug. Dieses erhalten wir von einem Strafgefangenen mit dem wir gemeinsam die Flucht antreten wollen. Doch das scheint leichter gesagt als getan, denn trotz der Unterstützung sind wir meist voneinander getrennt, haben jedoch das selbe Ziel.

So schicken uns die einzelnen Kapitel von A nach B, manchmal auch von A nach B zu C und zurück zu A, ohne uns groß vom Weg abkommen zu lassen, denn das Leveldesign von The Callisto Protocol ist linear.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Dieses Spielprinzip zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel. Irgendwie ist da zwar jemand der mit uns zusammen einen Weg hinaus sucht, aber trotzdem sind wir immer allein. Und so erkunden wir Black Iron immer mehr, finden in den acht Kapiteln immer neue Gegnertypen und erfahren immer mehr darüber was genau auf Kallisto passierte.

Auf unserem Weg durch Black Iron finden wir Gesundheitsgel, Callisto-Credits, Munition und andere nützliche Gegenstände die wir an den UJC-Drucker-Terminals verkaufen können um unsere Waffen, oder Munition oder Gesundheitsinjektore, drucken zu können.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Man sollte sich immer gut umsehen um neben Munition auch Credits- aber besonders die ganzen Tonbänder zu finden. Nur mit diesen wird die Story komplettiert.

Es werde Science-Fiction-Survival-Horror

oder eben nicht! The Callisto Protocol wirbt damit ein Horrorspiel zu sein, doch das Spiel zeigt davon herzlich wenig. Jump-Scares sind vorhersehbar und wiederholen sich gefühlt alle 200 Meter, dort wo ein Jump-Score super hingepasst hätte wurde keiner gesetzt- das wird einigen Fans des Horror-Genres möglicherweise übel aufstoßen.

Was die Entwickler wirklich gut umgesetzt haben sind die vielen Todesanimationen; egal ob dem Gegner oder Jacob der Kopf sehr detailreich eingeschlagen, Gliedmaßen abgerissen oder Körper in sich drehenden Rollen zerquetscht werden. Wer den Season Pass erworben hat, darf sich über dreizehn weitere Animationen erfreuen.

Gut gemacht sind die verschiedenen Möglichkeiten Gegner unschädlich zu machen, hier hat man meist die Wahl zwischen der Brechstange oder dem lautlosen heranschleichen. An einigen Stellen kommen jedoch so viele Gegner das nur die Brechstange diese Situationen lösen kann.

Die Waffenkammer

The Callisto Protocol bietet einige Werkzeuge die uns das Leben und die Flucht aus Black Iron angenehmer machen sollen. Neben der Pistole, einem Messer oder einem Sturmgewehr verfügen wir auch über eine Flinte und einem Handschuh der Gegner und Gegenstände anzieht und wegschleudern kann, dem GRP.

Der GRP und die Waffen können an der UJC-Terminals gegen Credits aufgewertet werden.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Technik, Stimmung und die Sprache

The Callisto Protocol muss sich grafisch in keiner Weise verstecken! Die Entwickler haben ganze Arbeit geleistet und die Charaktere sehr detailliert und realistisch in das Spiel gebracht. Auch die Atmosphäre an sich und die gewählte Audio-Visuelle Spielgestaltung sind nicht schlecht.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Leider kann man das über die Steuerung nicht sagen denn die Reaktionen sind träge, lahm und werden teilweise nicht korrekt durchgeführt. Ein Beispiel;

In einem Arena-Kampf sind wir darauf angewiesen das der Gegner schnell, und vor allem, viel Schaden nimmt. Aus diesem Grund laden wir direkt nach der Videosequenz die Waffe nach und schießen auf den sich uns zubewegenden Gegner. Die Bossmechanik ist simpel: schießen, ausweichen, schießen, ausweichen, schießen, ausweichen, mit der Nahkampfwaffe draufhauen, schießen, ausweichen und immer so weiter.

Problematisch ist es genau dann wenn das Ausweichen nicht richtig funktioniert, der Gegner plötzlich mehr Munition verbraucht als im Versuch zuvor, das Wegrennen erst nach einigen Sekunden vom Protagonisten umgesetzt wird und das Heilen mithilfe eines Injektors so lange dauert, dass der Gegner gemütlich von der einen bis zur andere Ecke schlendern und uns auf die Nase hauen kann.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Das wurde zwar mit einem Patch erheblich verbessert, ist aber noch immer nicht so wie man es sich in solch einem Spiel wünschen würde.

Ein weiteres Manko ist die deutsche Synchronisation denn diese ist leider immer wieder Asynchron und auch immer mal wieder, wenn auch nur einzelne Worte, auf englisch.

In unserem Test auf der Playstation 5 war die Sprachausgabe hin und wieder zu leise, die Funkstimmen die vom Controller wiedergegeben werden dafür aber recht laut.

Sonst noch was?

Ja, es gibt einen Fotomodus ! Diesen haben wir auch ausgiebig benutzt, denn wie bereits erwähnt kann sich The Callisto Protocol wirklich sehen lassen. Zwar sind einige Punkte recht simpel übersetzt, so wird zum Beispiel aus der Belichtung die Belastung, und er mag nicht so komplex sein wie in anderen Spielen, trotzdem ein cooles Feature.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.
The Callisto Protocol™ 20221208205143

Unser Fazit

The Callisto Protocol liefert in den acht Kapiteln jede Menge Schauplätze und eine zum Ende besser werdende Story. Diese wird jedoch erst dann komplett wenn man (fasst) alle Tonbänder gefunden hat.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Das Problem an der Geschichte ist aus unserer Sicht jedoch folgendes: in den ersten vier Kapiteln werden die meisten Gegner und Mechaniken vorgestellt, dafür aber vergleichsweise wenig von der Story. In den letzten vier Kapiteln kommt dann das meiste der Story und vorherige Gegner und Mechaniken werden bis zum Ende des Spiels weiter ausgebaut und fordern in einigen Situationen eigentlich zwei weitere Spieler um alles so handeln zu können wie es die Entwickler sich ausgedacht haben.

Ist The Callisto Protocol deshalb ein schlechtes Spiel? Die Antwort dazu kann man nicht eindeutig geben, denn es kommt immer auf den jeweiligen Spieler und dessen Erwartungen an das Spiel an. Wir konnten die ersten Kapitel sehr genießen und wurden vor der Konsole gefesselt, wurden jedoch zum Ende hin immer genervter. Grund hierzu waren neben der trägen Steuerung auch die sich wiederholenden Jump-Scares und die zum Teil unnötig und unfairen Kämpfe und das künstliche in die Länge ziehen des Spiels durch viele kriech, schleich und vorbeiquetsch-Passagen.

Bild aus dem Spiel The Callisto Protocol.

Wir würden es kein zweites Mal spielen und ob wir einen zweiten Teil spielen würden bleibt fraglich.

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