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Eine Welt zwischen Leben und Tod – Silence

Wer von euch The Whispered World kennt, der wird den Nachfolger Silence lieben. Ist das wirklich so wie viele Medien berichten? Auch wir haben das Spiel, welches nun frisch auf die Nintendo Switch kam, getestet und haben einen eigenen Eindruck gewinnen können.

Krieg bleibt immer gleich

Silence erzählt uns die Geschichte von den Geschwistern Noah und Renie, die sich vor einem Bombenangriff in einem Bunker verstecken. Sie haben sich nur noch gegenseitig und Noah versucht seine Schwester mit seiner Geschichte über Silence zu beruhigen. Wie er als Sadwick mit Spot sein Abenteuer und den Weg zurück in die reale Welt gefunden hat. Doch es dauert nicht lange, da findet sich Noah in Silence wieder, erst auf der Suche nach seiner Schwester. Später auf der Suche nach der Wahrheit und der falschen Königin, die das Land mit bösen Kreaturen namens Sucher verseucht hat.

Auf Ihrem Weg treffen sie natürlich noch andere Charaktere, die eine wichtige Rolle im zusammenfügen des Puzzles spielen. Aber Silence wäre nicht Silence, wenn es nicht noch ein paar Überraschungen bereithalten würde.

Spannung, Spaß und Mitgefühl

Daedalic hat mit Whispered World schon ein zeitloses Spiel geschaffen in dessen Welt man immer wieder eintauchen will um die Geschichte um Sadwick, dem traurigen Clown, nochmal erleben zu können. Es gibt fantastische Charaktere, die man trifft und besonders die kleine Raupe Spot ist vielen in Erinnerung geblieben.

Silence ist nun der Nachfolger und bringt uns zurück nach Silence. Schon auf den ersten Metern, bevor wir die Welt richtig betreten haben finden wir schon so viele Erinnerungen an Teil 1. Sadwicks Wohnwagen, die Schienen der Eisenbahn, die durch die Lüfte fährt, doch alles ist kaputt und nicht mehr so bunt und lebhaft wie man es kennt.

Auch Silence selbst ist der Bedrohung der Sucher ausgesetzt. Doch seine Schönheit präsentiert es auch jetzt eindrucksvoll. Wir treffen auf Kyra, auf der Suche nach einer Spiegelscherbe, die mit Samuel und Janos die falsche Königin stürzen will. Jeder von ihnen hat einen völlig anderen Charakter und so lebt man wirklich einfach mit. Man fängt an sie zu lieben und auch zu hassen, aber trotzdem wollte ich nie, dass irgendjemandem von ihnen etwas geschieht. Vor allem nicht Renie, Spot oder Sadwick. Die Verbindungen zwischen ihnen ist stark und voller liebe. Niemand von ihnen sollte den anderen missen müssen.

Daedalic hat es wieder geschafft, dass wir die Hauptcharaktere lieben lernen und mit Charme und Witz werden viele Situationen aufgelockert und erscheinen wirklich komisch. Besonders um Renie, denn sie überlegt nicht lange, sondern folgt ihrer kindlichen Naivität und hat auch noch Spaß dabei eine verzwickte Situation zu lösen. Sie schafft es sogar Ralv den Stein um ihren Finger zu wickeln, denn so ist sie einfach. Klein und liebenswert.

Eine Welt zum Staunen

Silence lädt wieder zum Staunen ein. Die Grafiken sind gezeichnet und sehr detailreich. Die Welt stellt voller Leben und Liebe. Ich konnte mit vielen Dingen interagieren, die vielleicht nicht sonderlich wichtig für das Lösen der Rätsel waren, einfach um einen witzigen Dialog oder Monolog auszulösen.

Auch die Videosequenzen wirken flüssig und die Bilder vom Schloss oder vom Leuchtturm oder von was auch immer haben mich immer wieder beeindruckt. Die Zeichenart in Silence gefällt mir so gut, dass ich am liebsten in die Switch geklettert wäre um selber dort zu leben. Auch die Lebewesen und Kreaturen von Silence haben mir gut gefallen und sie haben sich gut ins Gesamtbild einfügen können. Besonders imposant fand ich hier die Bienenkönigin und Shana, das Orakel.

Silence lädt eben auch einfach mal ein zum Stehenbleiben und genießen, auch wenn es vielleicht „nur“ ein Klick and Point Adventure ist.

Schöne Musik und kleine Bugs

Natürlich ist der Soundtrack in Silence wieder absolut passend und stimmungsvoll. Je nach Situation ist es fröhlich, traurig oder dramatisch. Er wirkt nicht störend, sondern passt sich schön in die Atmosphäre ein.

Auf der Switch Version sind an ein zwei Stellen kleine Bugs begegnet. Allerdings keine gravierenden, die mich im Spielfluss gestört hätten. Mal wurde mir das Pausenmenü nicht angezeigt oder Figuren sind im Boden oder in Mauern halb versunken. Aber wie gesagt, eher Schönheitsfehler. Ob andere Versionen die Fehler auch haben und ob sie vielleicht noch rausgepatched werden, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten.

Eine Reise die es wert ist

Ich liebe es. Mehr kann ich nicht sagen. Mir hat der erste Teil damals schon gefallen und Silence ist auf jeden Fall ein absolut würdiger Nachfolger. Je nachdem wir ihr euch in bestimmten Situationen entschiedet nimmt das Spiel einen anderen Weg und auch zwei Enden stehen euch zur Verfügung. Ich war mit beiden allerdings nicht sonderlich zufrieden. Ein, zwei Tränchen musste ich an manchen Stellen verdrücken, aber ich habe mich auch gut amüsiert. Vor Allem mit Renie und Spot.

Ihr müsst den ersten Teil auch nicht zwingend gespielt haben. Die Geschichte davon wird nochmal kurz aufgerollt, aber im Großen und Ganzen erlebt man hier ein neues Abenteuer mit einer neuen Geschichte. Alle anderen werden sich über bekannte Gesichter und Gegenstände freuen.

Silence wird euch viel Freude bringen und die Steuerung auf der Switch ist auch absolut gut umgesetzt. (Zumindest im Handheld, anders habe ich es nicht gespielt.)

Ich kann euch Silence, aber auch The Whispered World nur ans Herz legen.

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