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Iratus: Lord of the Dead – Mit Toten spielt man nicht

Iratus Titel

…oder doch? Zumindest Iratus, der Nekromant, spielt leidenschaftlich gern mit den Toten und macht sie zu seinen Lakaien. Die schickt er in gefährliche Kämpfe und lässt sie springen wie Marionetten in einem Theaterstück. Iratus: Lord of the Dead geht am 24. Juli in den Early Access auf Steam und wir durften uns schon vorab in das Getümmel wagen.

Rache ist Blutwurst

Iratus hat ein klares Ziel vor sich: Rache. Er ist von den Toten auferstanden und plant nun einen blutigen Feldzug gegen die Mächte der Guten. Diese haben ihn eingesperrt in einem Grab. Festgehalten und somit gequält. Doch nun ist es an der Zeit ihnen zu zeigen, wer hier der stärkere ist, denn einen Nekromanten sollte man nie gegen sich aufbringen.

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Wir spielen also Iratus, der Lakaien erschafft aus den Überresten seiner Feinde. Marionetten, die für ihn in den Kampf ziehen sollen. Für ihn das Leben lassen sollen. Doch er ist der Nekromant, er zieht hier die Fäden und zeigt den Guten seine Macht.

Die erste und letzte Warnung

Daedalic setzt uns natürlich keinen 0815 Titel vor die Nase. Iratus: Lord of the Dead ist ein strategisches RPG verpackt in einem Dungeon Crawler. Doch trotzdem lies mich der Warnhinweis zu Beginn etwas stocken.

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Das Spiel wird nicht einfach, unsere Lakaien werden mehr als einmal sterben und wir müssen mit viel Taktik und Strategie agieren, um unser bzw. Iratus Ziel zu erreichen. Fantastisch. Normalerweise werden Spiele die die Worte taktisch und strategisch enthalten von mir gar nicht erst angerührt. Warum? Weil ich nicht nachdenken will, wer wo am besten positioniert ist und mit welcher Attacke am effektivsten Schaden macht. Ich spiele kein Anno, kein Siedler, kein World of Tanks und das aus gutem Grund.

Aber natürlich lass ich mich von so einer Warnung nicht abhalten. Nein, jetzt erst Recht und dann geht es auch schon los.

Übung macht den Meisternekromanten

Wir werden bei Iratus: Lord of the Dead natürlich nicht einfach ins kalte Wasser geworfen. Wir dürfen bzw. müssen uns erstmal doch das Tutorial arbeiten. Hier lernen wir die wichtigsten Spielmechaniken kennen. Was sind Lakaien? Wie bekommen wir diese überhaupt? Kann man sie verbessern? Was können unsere Gegner und wie gehen wir dagegen am besten vor? Die Grundlagen eben, damit wir unseren ersten Kampf mit Erfolg bestreiten können.

Das Daedalic hier diesen Weg gewählt hat, finde ich persönlich sehr gut. Generell sind die Tutorials immer gut in die Spiele eingebaut und fügen sich immer irgendwie in die Geschichte ein. Na klar muss man auch hier viel lesen, aber ich empfehle euch, dies auch zu tun, denn sonst steht ihr schnell wie eine Kuh vorm Berg.

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Das Lernen der Grundlagen in Iratus: Lord of the Dead ist nicht nervig. Zumindest empfand ich es als nicht nervig, sondern sehr aufschlussreich und ich fühlte mich gut vorbereitet für die Schlachten, die da noch kommen sollten.

Nach dem Tutorial stehen uns 3 Schwierigkeitsgrade zur Verfügung in die wir uns nach und nach hinarbeiten können.

Lakaien sind der Schlüssel

Iratus: Lord of the Dead baut darauf, dass wir eine Armee aufstellen mit der wir gegen die gute Macht bestehen können. Natürlich können nicht alle gleichzeitig in den Kampf ziehen. Aber vier von ihnen können wir mitnehmen.

Bevor wir das machen, müssen wir allerdings erstmal Lakaien bauen. Ja, ich habe bauen gesagt. Durch die Kämpfe im Tutorial erhaltet ihr ebenfalls Erfahrung und Gegenstände von euren Gegnern. Blut, Herzen, Knochen, eben alles was gerade so da ist. Damit könnt ihr nun aus vier Zutaten einen neuen Gehilfen erstellen. hier gibt es natürlich viele unterschiedliche Typen. Einige werden auch erst im Spielverlauf freigeschaltet.

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Schwarze Ritter, ruhelose Geister, Iratus Braut, Skelette, eben alles was ein Nekromant so befehligen kann. Doch nicht nur im Aussehen unterschieden sich unsere Kämpfer. Einige können Zaubern, manche sind Nahkämpfer, andere Fernkämpfer und manche sorgen eben nur für Buffs und Debuffs. Einige verbrauchen Zorn für ihre Angriffe, andere Mana.

Eure Lakaien könnt ihr im Laufe des Spiels auch noch verbessern. Mit den Materialien, die ihr findet, könnt ihr sie so stärker machen oder ihnen mehr Leben, etc. verschaffen. Mit Hirnen könnt ihr sie schneller aufleveln und stärker machen. Dadurch erhaltet ihr nochmal separate Fertigkeitenpunkte für die Angriffe des jeweiligen Lakaien. Auch gefundene Rüstung könnt ihr hier verwalten.

Habt ihr euch einigermaßen mit ein paar der Lakaien vertraut gemacht, könnt ihr euer Team aufstellen, welches für euch losziehen soll.

Das Kampfsystem

Das Kampfsystem in Iratus: Lord of the Dead ist rundenbasiert. Nacheinander greifen entweder wir oder der Gegner an. Wir können unsere Angriffe erhöhen, wenn wir bei unseren Marionetten für Initative sorgen. Damit werden sie schneller und können eventuell öfter angreifen.

In jeder Runde können wir entweder Schaden austeilen, die Mentalität der Gegner schwächen oder uns Buffen. Die Ultimativen Fähigkeiten können wir auslösen, wenn Iratus genug Zorn gesammelt hat. Ebenso können wir aktive geskillte Talente von Iratus einsetzen. So können wir Fallen legen oder unsere Lakaien nochmals zusätzlich buffen.

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Am Ende sehen wir wer überlebt hat, wie viel Erfahrung wir erhalten und welche Materialien die Gegner für uns dabeihatten. Nicht immer gewinnt man einen Kampf mit dem Tod der Gegner. Manchmal flüchten diese auch, wenn man sie nur genügend das Schrecken lehrt.

Fertigkeiten, Schilde und Fallen

Wir, aber auch unsere Gegner können unterschiedliche Fertigkeiten einsetzen. Wir können unsere Gegner direkt angreifen. Wir können sie aber auch mit Statuseffekten, wie Feuer, belegen. Oder wir versuchen ihren Verstand zu brechen.

Das gelingt uns mit angriffen, die die Menschen als verstörend empfinden würden. Diese greifen die Mentalität unserer Gegner an und senken diese. Ist sie bei null, verfallen sie in einen Wahnsinn und sterben so auch früher oder später. Natürlich kann uns das genauso ergehen.

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Ebenso können auch von beiden Seiten Schilde und Schutzzauber eingesetzt werden. Schilde können Angriffe blocken und die Trefferchance minimieren. Schutzzauber können Zauber blocken, Fernkampfangriffe und sogar den Schaden an der Mentalität verhindern. Diese können im Laufe des Kampfes auch durchbrochen werden.

Neben den Schilden können Fallen aufgestellt werden. Bärenfallen schnappen einmal zu und erteilen euch Schaden. Explosive Falle können zwei Runden überdauern. Denkt immer daran, dass nicht nur ihr mit diesen ausgestattet seid.

Artefakte und Ausrüstung

Im Verlauf des Spiels begegnen euch neben den Materialien zum erschaffen von Lakaien auch Artefakte und andere Gegenstände. Die könnt ihr ausrüsten und euch dadurch einen weiteren Vorteil verschaffen.

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Hier gibt es unterschiedliche Slots in die der passende Gegenstand eingesetzt werden muss. Schaut auch hier regelmäßig nach, ob ihr neue und bessere Dinge gefunden habt um nicht euren Gegnern hinterher zu hinken. Amulette, Ringe, Verbrauchsgüter und noch mehr womit ihr Iratus stärken könnt.

Talente

Natürlich dürfen Talentbäume in einem guten RPG nicht fehlen und auch in Iratus: Lord of the Dead sind diese zu finden. 4 Stück habt ihr zur Auswahl.

Alchemie verbessert unter anderem eure Chance Gegenstände zum Erstellen der Lakaien zu finden. Oder seltenere Materialien, um stärkere Lakaien zu erstellen. Auch mehr Leben und eine höhere Regerationsrate außerhalb eines Kampfes könnt ihr hier skillen.

Magie stellt euch mehr Mana zur Verfügung und sorgt dafür, dass Zauber mehr Schaden anrichten. Auch Schilde können hier erlernt werden, die es eurem Gegenüber schwerer machen euch zu erwischen. Positionen im Kampf können geändert werden und auch normale sowie Stressangriffe können verstärkt werden.

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Hader sind Fertigkeiten, die meistens einen negativen Effekt beinhalten, um euch dafür andere positive Effekte zu gewähren. Auch in diesem Talentbaum werden bestimme Arten von Lakaien verstärkt.

Zerstörung ist eigentlich selbsterklärend. Fertigkeiten, die euch nochmal hohen Schaden zur Verfügung stellen. Explodierende Fallen, Gegner in Brand stecken oder generell mehr Schaden austeilen. All das könnt ihr hier lernen.

Der Friedhof

Der Friedhof ist der Ort an dem Iratus so lange gefangen gehalten wurde. Doch warum diesen Ort aufgeben? Wir errichten hier unsere Untotenhochburg. Durch das Opfern von Lakaien und sammeln von Baumeisterseelen bringt uns hier voran. Wollen wir etwas mit den Gebäuden einnehmen, dann müssen wir Lakaien darin abstellen.

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Wir haben eine Arena zur Verfügung, eine Bibliothek, eine Leichenhalle, einen See, eine Statue von Iratus und ein paar weitere Gebäude mehr. Diese gilt es zu Restaurieren und zu verbessern, damit wir mehr und mehr an Stärke zurückgewinnen können.

Das war noch nicht alles

Gefühlt bringt das Spiel ziemlich viele Komponenten mit ein. Neben all dem schon genannten gibt es auch noch die Alchemie. Hier könnt ihr nicht benötigte Ausrüstung für Materialien zerstören. Zwei Komponenten zu einer neuen vermischen, etc. Alles um im Kampf immer im Vorteil zu bleiben.

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Das Humonarium beherbergt jegliche Informationen, die ich über eure getroffenen Feinde sammelt. Hier könnt ihr Schwachstellen, Stärken, etc. nochmal nachlesen und euch besser auf Gegner vorbereiten.

Die Karte

Habt ihr eure Lakaien gewählt, Artefakte angelegt, Talente verteilt und seid euch sicher nichts vergessen zu haben, dann könnt ihr die Karte nutzen. Diese bringt euch zum nächsten Kampf. Auf der Reise werden wir natürlich nicht auf einer Karte verweilen. Der Weg ist lang sich seine Macht wieder zu holen und mit nur einem Gebiet ist das nicht getan. Wir reisen also über einige Karten.

Habt ihr schon einige Kämpfe bestritten und denkt, dass eure Konstellation euch noch weit bringen wird, doch das eure Lakaien schon angeschlagen sind, dann habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder ihr tauscht einen oder zwei von ihnen aus, damit sie sich ein bisschen erholen können, oder ihr hofft auf einen Heilbrunnen. Diese begegnen euch schon mal auf eurer Reise. Doch ihr könnt sie nur einmal nutzen und müsst entscheiden, ob ihr Heilung wollt oder das Mana aufgefüllt werden soll.

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Dinge wie Sarkophage können euch auch begegnen. Diese beinhalten viele nützliche Gegenstände. Aus einer Auswahl an Ausrüstung könnt ihr euch für eines entscheiden, welches ihr dann ohne große Umschweife erhaltet.

Opferaltare bieten euch die Möglichkeit einen Lakaien zu opfern. Habt ihr also jemanden dabei, der den nächsten Kampf nicht überleben würde und es ist kein Heilbrunnen in Sicht, dann opfert ihn doch einfach für ein paar nette Gegenstände, die euch eurem Ziel näherbringen.

Die Ausrufezeichen sind Quests, die ihr erledigen müsst. Hierfür sind spezielle Lakaien oder Iratus selbst nötig. Das erfahrt ihr aber in der jeweiligen Questbeschreibung.

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Die Totenköpfe weisen entweder auf einen starken Elitetrupp hin oder auf am Ende der Karte auf einen Bosskampf. Nach gewonnen Bosskämpfen stehen euch meist neue Lakaien zur Verfügung. Aber diese könnt ihr auch auf Gräber finden, denn dort warten sie auf einen neuen Meister.

Auch gibt es Truhen zu finden. Stele erhalten Geschichten über vergangene Gefechte im Spiel.

Ein Spiel was süchtig macht

Iratus: Lord of the Dead hat mich tatsächlich erstmal abgeschreckt. Taktik und Strategie sind absolut nicht meine Welt. Dennoch erinnert mich der Titel so sehr an Darkest Dungeon, dass ich mich einfach darauf eingelassen habe. Denn dieser Titel hat mir auch total viel Spaß bereitet. Im ersten Moment empfand ich all die Dinge, die man lernt allerdings doch als etwas überfordernd.

Nachdem man die Grundlagen draufhat und sich ein bisschen in das Spiel eingelebt hat klappt das auch eigentlich von ganz alleine. Am Anfang zumindest, denn die Kämpfe werden natürlich nicht einfacher. Dennoch ist es ziemlich cool, die weiteren Lakaien zu entdecken und zu testen, was diese so draufhaben. Hier kann man definitiv Stunden drin versinken und die Zeit komplett vergessen auf dem Weg zum Meister der Nekromantie.

Der Grafikstil ist gezeichnet und wie nicht anders von Daedalic erwartet mit vielen Details gespickt. Die Animationen der Charaktere sind gut gemacht und so machen auch die Angriffe Spaß. Figuren, die nur still rumstehen wären wohl wenig authentisch gewesen. Ebenso die kleinen Sprüche, die diese immer von sich geben. Zwar kann man diese nur lesen, aber es ist ein nettes Detail.

Das Spiel ist noch im Early Access und hat natürlich hier und da noch ein paar kleine Bugs und Fehler, aber über die kann man bisher auf jeden Fall drüber hinwegsehen. Es ist eben noch nicht fertig und es wird stetig daran gearbeitet.

Am 24. Juli könnt ihr euch selber von Iratus: Lord of the Dead überzeugen und in den Fängen des Nekromanten versinken.

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