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Wer was erreichen will, der muss hart arbeiten – Punch Club

Ich war was Punch Club angeht am Anfang wirklich etwas skeptisch. Ich mag zwar diese alte Grafik und Spiele die so aufgemacht sind, aber boxen war nun wirklich nicht meine Welt. Dann habe ich mir das Spiel bei einem meiner Lieblingsstreamer auf Twitch angesehen, der das förmlich gesuchtet hat. Es hat Spaß gemacht zu zusehen, aber ich wollte auch selber wissen wie weit ich komme und wie lange ich dafür brauche. Schlussendlich habe ich die 10 € investiert und bin nicht enttäuscht worden. Erschienen ist Punch Club am 8. Januar 2016 für den PC.

 Geschichte? In einem solchen Spiel? | Punch Club

Die Geschichte beginnt mit dem Vater unserer Hauptfigur, welcher bei einem Verbrechen ermordet wird. Wir können ihm noch versprechen, dass wir trainieren werden um ein genauso guter Kampfmeister zu werden wie er es war. Doch eigentlich begleitet uns vor allem der Rache Gedanke, der uns auch die nötige Motivation gibt. Wir werden vom Polizisten Frank aufgenommen und er kümmert sich stets um uns. Das Spiel beginnt, als wir vom Telefon geweckt werden. Es ist Frank der uns ans Herz legt uns einen Job zu suchen, doch wir gehen viel lieber trainieren um dem Wunsch unseres Vaters gerecht zu werden. Auf unserem Weg begegnen wir dann Mick, welcher uns in ein Box-Zentrum schickt. Dort können wir in ein Fitnessstudio gehen oder an Ranglistenkämpfen teilnehmen.

Besonderes:

Ja, das Spiel ist ab dem ersten Zeitpunkt ein absolutes Muss für jeden der sich gerne mit Zeitmanagement auseinandersetzt. Es geht nicht nur darum, dass wir unsere Stärke, Ausdauer und Geschicklichkeit trainieren. Denn durch das Training bekommen wir Hunger und verlieren Spaß. Doch ohne Geld können wir unseren Kühlschrank nicht füllen, dafür wiederum müssen wir dann doch wohl oder übel arbeiten gehen. Dazu müssen wir auf unsere Attribute achten, denn mit jedem neuen Tag verlieren wir einen Teil von ihnen und müssen diesen Verlust durch Training wieder weg machen. Ab hier beginnt der Kreislauf in dem wir versuchen stärker zu werden und uns irgendwie über Wasser zu halten. Auch ist es so, dass es an Wirkung verliert je länger wir an einem Gerät trainieren. Haben wir zu viel Geld in der Tasche, dann können wir von einem Straßengangster überfallen werden und das geht gerade am Anfang meistens nicht sehr gut für uns aus. Wir treffen neue Charaktere, mit denen wir uns anfreunden können, doch auch diese Kontakte wollen gepflegt werden. Dazu gilt es noch darauf zu achten, dass man die Einschreibungen für die Ranglistenkämpfe nicht verpasst, denn sonst verliert man seinen Rang. Später kommen auch noch Ultimate Fights dazu. Ihr seht also Punch Club hat einiges zu bieten, was das Spiel nicht langweilig werden lässt. Allerdings baut sich trotz allem irgendwann eine Routine ein, um erst mal etwas Geld und Essen an zu sparen. Man tritt teilweise auf der Stelle, aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Im späteren Verlauf der Geschichte kommen wir auch noch an zwei andere Orte, die nochmal das Spiel etwas auflockern.

Bei den Kämpfen geht es viel um Taktik. Wir müssen überlegen welches Attribut für unseren Kampfstil am besten ist und am ausgeprägtesten werden soll. Wollen wir viel Schaden austeilen, dann müssen wir uns an Stärke halten. Wollen wir viel Ausweichen und im richtigen Moment einen Treffer setzen, dann ist Geschicklichkeit der richtige Weg. Wollen wir allerdings lange Combos ausführen, dann sollten wir uns aus Ausdauer konzentrieren. Das ist aber nicht alles was uns bevorsteht. Wir können noch mehr Fähigkeiten skillen und diese sind dann nochmal in 3 Perks aufgeteilt. Die Kampffähigkeiten bauen zum Teil dann aufeinander auf und so kann man richtig gute Kampftaktiken aufbauen, wenn man denn möchte.

Ein blaues Auge für Punch Club?

Ich finde das Punch Club ein wirklich tolles Spiel ist mir mehr Content als man auf den ersten Blick denkt. Inzwischen ist sogar eine Erweiterung für das Spiel erschienen. Für einen Mix aus Sims, einem Wirtschaftssimulator und einem Taktik RPG ist es wirklich ein kleines Meisterwerk geworden, was absolutes Suchtpotenzial hegt. Ich hätte niemals gedacht, dass mich ein Spiel wie dieses so begeistern würde. Doch der Charme der Grafik, der Sound und die ganzen Anlehnungen an Sachen aus den 80er und 90ern sind einfach nur toll.

10 € sind bei diesem Spiel absolut nicht zu viel verlangt.

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