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Vorwort zum Review zu Thief

Thief ist ein Spiel was ich nie beendet habe. Ein Spiel wo ich mich sehr drauf gefreut hatte, aber es hat mich nicht so gepackt wie ich es mir erhofft hatte. Es macht Spaß, es sieht gut aus, aber auf Dauer ist es leider doch etwas enttäuschend. Dabei habe ich mir für das Spiel extra einen neuen Rechner geholt damals.

Erschienen ist Thief am 28. Februar 2014 für Playstation, Xbox und PC. Entwickelt von Eidos Montréal und gepublished von Square Enix.

Thief

Die Geschichte in Thief

Wir schlüpfen wieder in die Rolle vom Meisterdieb Garrett. Durch ihn lernen wir schnell unsere Mitstreiterin Erin kennen. Leider, ist die das genaue Gegenteil von ist. Sie ist impulsiv, gewalttätig und kaltblütig. Sie schreckt nicht davor zurück Unschuldige zu ermorden um an ihre Beute zu gelangen. Die beiden befinden sich auf einer Mission, einen wertvollen Stein zu stehlen. Doch am Ziel angelangt geschieht etwas Schlimmes. Die beiden geraten in Streit und das Glasdach des Gebäudes bricht ein. Erin wird in die Tiefe gerissen und wir werden Ohnmächtig. Wir erwachen ein Jahr später auf einem alten Karren, gezogen von zwei ärmlich gekleideten Männern. Doch die werden erwischt und wir flüchten in die Schatten. Von hier an beginnt unsere Reise. Auf der Suche nach unserer Erinnerung. Leider schiebt sich die Geschichte um Erins Schicksal in den Mittelpunkt, dabei hätten wir keinen Grund auch nur einen Gedanken an sie zu verschwenden. Sie ist die böse, warum sollten wir sie also suchen wollen?

Setting:

Die Stadt in der wir unser Unwesen treiben ist im Großen und Ganzen schön anzusehen. Es ist düster und verwinkelt, perfekt für einen Dieb wie uns. Die Steampunkeinflüsse harmonieren gut mit diesem London Flair. Allerdings wirkt die ganze Stadt etwas leblos. Wir treffen kaum auf Menschen, abgesehen von den Wachen die überall patrouillieren. Wir laufen durch eine angedeutete offene Welt, die leider dann doch immer wieder von Ladebildschirmen überschattet wird. Das nimmt leider eine ganze Menge Spielfluss und Spaß raus. Leider stimmt der Sound in dem Spiel auch nur selten. Die Musik passt sich nicht den Situationen an. Die Gespräche sind oft Asynchron und zu leise und die Texte sind nicht gerade brillant übersetzt worden. Auch ob wir auf Teppichen oder Stein laufen ist egal, der Ton ist derselbe.

Besonderes:

Wir sollen also einen Meisterdieb spielen, so wie wir ihn in den ersten beiden Thief Spielen kennengelernt haben. Allerdings kommt es leider eher so rüber, als hätten wir eine kleptomanische Veranlagung. Wir laufen durch die Stadt und nehmen alles was glänzt und nicht Niet und nagelfest ist mit, von Menschen, die sowieso schon in Armut leben und nichts besitzen. Wir klauen selten wirklich wertvolle Dinge oder müssen Tresore knacken und die Nebenaufträge, die uns die große Beute versprechen, sind auch eher anspruchslos. Die Ausrüstungen und Werkzeuge die wir mit dem Gold kaufen können sind relativ teuer und so hält sich die Motivation doch oben einfach alles einzustecken was wir in die Finger bekommen. Auch wenn es sich irgendwie nicht nach Thief anfühlt, macht es aber trotzdem Spaß durch die Stadt zu schleichen, die Wachen auszutricksen und alles Mögliche zu stehlen. Trotzdem ist es kein Thief wie wir es kennen. Sie Entwickler haben versucht, das Herzstück des Spiels beizubehalten, aber es ist im Gesamten einfach zu sehr auf die allgemeine Gamerschaft ausgelegt. Es ist zu Casual geworden. Etwas, was schon viele Spiele den Kopf gekostet hat. In den Vorgängern war es nötig, dass man sich seinen eigenen Weg zum Ziel suchen musste. Jetzt haben wir vorgegebene Stellen, an denen wir Klettern oder Seilpfeile anbringen können. Das Spiel führt uns linear durch die Stadt und wir können nur durch wenige Fenster klettern, obwohl kein einziges einen Meisterdieb aufhalten sollte. Die Aufgaben beschränken sich meist darauf, dass wir die Gegner in einem Gebiet leise ausschalten, alles plündern was wir tragen können, in den nächsten Stock gehen und wieder von vorne anfangen. Oft schleichen wir uns auch einfach von A nach B und erregen wir dann doch mal aufsehen, dann suchen die Gegner auch recht lange nach uns. Die KI ist also relativ aggressiv gehalten.

Neue Fähigkeiten besitzt unser Dieb auch. Wir haben jetzt den so genannten „Fokus“ zur Verfügung. Setzen wir ihn ein, verlangsamen wir die Zeit, können schneller Schlösser knacken oder sehen die Wege die wir gehen können oder die Dinge die wir stehlen können blau hervorgehoben. Man nutzt ihn allerdings nichts wirklich. Ebenso können wir jetzt von Schatten zu Schatten „huschen“ ohne das uns jemand bemerkt. Allerdings ist die Stadt so dunkel, dass es fast nur Schatten gibt und so das Spiel wieder zu einfach wird. Für alle Thief Kenner: Spielt das Spiel auf der höchsten Schwierigkeit, stellt die HUD in den Optionen aus, macht den Fokus aus und kauft keine Upgrades, dann habt ihr wenigstens eine kleine Herausforderung.

Fazit zu Thief

Da kann man nur sagen: Schade. Es ist nicht so, dass ich das Spiel total schlecht fand. Ich habe viele Stunden damit verbracht. Am PC und auch an der PS4. Hätte es mir keinen Spaß gemacht, hätte ich es mir nicht zweimal gekauft. Aber es gibt doch einige Sachen über die man dann einfach hinweg sehen muss. Thief zeigt uns einfach, dass Grafik nicht alles ist, was ein Spiel ausmacht, zumal es anfangs total Performanceprobleme hatte. Für kleines Geld ist Thief wirklich ein tolles Spiel. Nur leider wurde zu verkrampft versucht eine Mischung zum alten Thief und zu einer moderneren Version zu erschaffen und das hat leider viel kaputt gemacht.

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