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Seit dem 13. Februar 2020 können wir endlich Wolcen: Lords of Mayhem spielen und uns durch unzählige Gegnerhorden kämpfen. Das Spiel befand sich vier Jahre im STEAM Early Access und wurde damals noch unter dem Namen “Umbra” auf Kickstarter vorgestellt. Wir haben die Chance genutzt und uns mit dem Krieger, bzw. Schläger Namens Crusard, durch die ersten 35 Level  und zwei Akte geschlagen und möchten euch einen ersten Einblick in das Spiel geben.

Hintergrundwissen, heute Spoilerfrei!

In Wolcen: Lords of Mayhem starten wir unsere Reise- und unser Gemetzel bei der Charaktererstellung. Hier haben wir diverse Möglichkeiten unseren Charakter ganz nach unseren Vorstellungen zu kreieren. Bart, Frisur, Augenfarbe und Hautton aussuchen sowie einen klangvollen Namen wählen und schon geht es los!

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Zusammen mit Valerie und Edric sind wir die einzigen drei Überlebenden des Castagath Gemetzels. Von Großinquisitor Heimlock gerettet, lernen wir schon in jungen Jahren die Armee der Gereinigten kennen und wachsen auch dort hinein. Durch die Ratschläge und Trainings des Großinquisitors haben wir den Namen „Kinder von Heimlock“ erhalten.

Unsere Fraktion ist mit allen anderen im Krieg. Ziel ist es, die Menschheit unter einem Banner zu vereinen. Dabei gelten Magie, Könige und Verehrungen einzelner Personen als strikt verboten – darauf steht die Todesstrafe! Dummerweise brodelt etwas tief in uns und es kommt wie es kommen musste. In einem Hinterhalt gegen die gegnerische Fraktion entfesselt sich unsere Kraft und somit wurde unser Todesurteil gefällt. Edric, Valerie und wir werden auseinander gerissen und es liegt an uns, die beiden wieder zu finden. Wären da nicht die ganzen Ereignisse die dieses schier unmöglich machen…

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Steuerung

Das Spiel kommt in bester Hack’n’slay-Manier daher und ermöglicht es uns dabei durch Gegnerhorden zu grinden. Die Steuerung liegt auf der Maus und zum Teil auf der Tastatur. Auf den Tasten der Zahlen eins bis fünf legen wir uns unsere Attacken (Fähigkeiten) parat und mit der Q und W-Taste können wir entsprechende Tränke verwenden. Mit der R-Taste wechseln wir in unsere Spezialgestalt sobald die Energieleiste gefüllt ist. Unserer Meinung nach passt das so recht gut und nach den ersten Leveln hämmern wir unsere Angriffe schon blind auf unserer Tastatur. Einige Spieler könnten diese Steuerung als Problematisch empfinden, da meist ganze Gegnerhorden vor einem stehen und man die Gegner ja „Tot-Klicken“ müsste. Das möchten wir aber an dieser Stelle entkräften, da wir das Problem ganz elegant mit einer fetzigen AOE beseitigen können.

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Technik

Im Herzen Wolcen schlägt die Cryengine 3 was bedeutet, dass das Spiel auch auf älteren Computern gut läuft. In unserem Test hatten wir keine größeren Probleme: lediglich konnten wir beobachten, dass einige Texturen nachgeladen werden mussten oder Mobs nicht direkt angreifbar- oder in einer Wand versteckt waren. Das kommt leider immer mal wieder vor was den Spielfluss aber nicht stört.

Was uns dann schon mehr gestört hat ist der Fakt, dass einige Charaktere die gleiche Stimme mit gleichem Akzent verliehen bekommen haben. Aber das ist etwas, was den einen Spieler mehr stört als den anderen.

Grafik

Die Spielewelt ist liebevoll gestaltet und bietet jede Menge Abwechslung. Während des Spielens betreten wir Gruften, bereisen Wüstenlandschaften und Städte, bahnen uns unseren Weg durch eine Kanalisation oder springen freudig über Wiesen und Felder während wir den Gegnern den Schädel zermatschen.

Auch die Effekte diverser Attacken sind fein ausgearbeitet und unterscheiden sich deutlich. Hier hat Wolcen Studio eine gute Arbeit geleistet.

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Gameplay

Wie bereits erwähnt, grinden wir mit wachsender Begeisterung durch die Gegnerhorden und Leveln hierdurch unseren Charakter und Attacken. Eine Besonderheit ist, dass wir unsere Angriffe noch skillen können. So haben wir beispielsweise die Möglichkeit die Wutkosten zu reduzieren und gleichzeitig den Waffenschaden um 20 Prozent zu erhöhen. Oder wir erweitern den Effektradius und reduzieren die Abklingzeit. Es gibt schier unendliche Möglichkeiten zur Veränderung und somit für jeden Spieler sein Gameplay so zu gestalten wie dieser es möchte.

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Neue Angriffe erlernen wir durch die Hyperwürfel. Diese finden wir als Mobloot oder in Truhen. Haben wir den für uns passenden Würfel gefunden, können wir diesen aktivieren und erhalten mit etwas Glück eine neue Fähigkeit- oder Punkte mit denen wir die Level der vorhanden Fähigkeiten leveln können.

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Wer möglichst viel mitnehmen möchte, der sollte die jeweiligen Maps komplett absuchen und auch die Umgebung zerstören. So kann der Reichtum schnell wachsen und gedeihen. Ebenso übersieht man dann auch keinen „Minidungeon“, welche meist mit Boss Monstern oder ähnlichen versehen sind.

Eine kleine Anekdote am Rand: Als wir an einem Boss verzweifelt sind, haben wir beim Levelgrinden einen solchen Dungeon gefunden. Am Ende droppte der Boss ein legendärer Schwert, womit der Boss nun kein großes Problem mehr darstellte.

Weitere Besonderheiten

Auf der offiziellen Website wird das Spiel auch „Wolcen: Lords of Fashion“ genannt. Das kommt daher, dass man zum einen seine Rüstung in diversen Farben gestalten kann (sofern man die Farbstoffe gefunden und einmalig gelernt hat) aber auch das Aussehen ändern kann.

Rüstungswerte sucht man in dem Spiel vergebens. Die Gegenstände habe Boni, wie zum Beispiel auf Lebenskraft, Wildheit, Energieschild oder Resistenzen. Rüstungen werden nach Art und Spielweise unterschieden: Zauberer, Schurke, Soldat und Schläger. Dabei kann der Krieger als Tank, also mit Schwert und Schild, oder als Damage Dealer gespielt werden. Der Schurke springt mit Dolchen, Bögen oder Pistolen in den Ring.

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Einige Rüstungen oder Waffen haben auch noch Sockel Slots, die uns einen weiteren Boni bescheren.

Zugegeben, so ganz haben wir auch noch nicht das eigentliche Skillmenü verstanden. Dafür sind auch hier die Möglichkeiten einfach gigantisch. Wir haben uns auf den (ich nenne es mal so) „roten Pfad“ fokussiert. Um hier aber alle roten Punkte zu ergattern, müssen wir auch einige Punkte im grünen oder lila Bereich verwenden. Wir sind gespannt ob uns das am Ende zum Verhängnis wird. Falls ja, dann werden wir diese aber zurücksetzten und neu verteilen.

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Der Online- und offline Modus

In Wolcen können wir entweder im Singleplayer die Welt unsicher machen, oder wir spielen mit Freunden zusammen im Multiplayer. Egal wofür ihr euch entscheidet müsst ihr einen eigenen Charakter anlegen. Es ist leider (zumindest mit Stand Februar 2020) mit dem Charakter hin- und her zu wechseln. Das könnte bei einigen ein Kritikpunkt sein.

Fazit zu Wolcen: Lords of Mayhem

Wolcen: Lords of Mayhem macht irre viel Spaß. Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle mit dem Balancing (oben beschriebene Anekdote) oder mit Bugs noch Probleme gibt, hat das Spiel ein sehr großes Potential. Die Story bedient sich zwar an vielen typischen Klischees, aber sind wir mal ehrlich, die Story von einem Diablo ist auch nur nebensächlich.Für Fans des Genres dürfte kein Weg an Wolcen vorbeiführen.

Wir freuen uns schon auf den Endgame-Content und auf das, was uns auf dem Weg dorthin noch so erwartet. Von unserer Seite aus können wir hier eine Empfehlung aussprechen.P.S. sobald wir näheres über den Endcontent berichten können, wird dieser Beitrag erweitert.

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