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Atlas Fallen: Wenn die Vergangenheit sich wiederholt

Deck13 haben es wieder getan und liefern uns seit dem 10. August 2023 mit Atlas Fallen das nächste Action-Rollenspiel auf Playstation, Xbox und dem PC. Wir haben das Spiel seit dem ersten Trailer verfolgt und uns sehr darauf gefreut, ob wir enttäuscht wurden oder nicht, dass erzählen wir euch in unserem Test.

Inhaltsverzeichnis:

Nur ein Namenloser… | Atlas Fallen

Wir starten in Atlas Fallen als „Namenloser“. Eine Generation, die im Dienste der Königin arbeiten und sterben. Wer sich widersetzt stirbt, denn wir sind alle beliebig und austauschbar. Wir müssen dem Land eine besondere Essenz entziehen, um damit den Gott Thelos zufriedenzustellen. Er ist die Macht hinter allem und wir wollen nicht herausfinden, was passiert, wenn man sich ihm widersetzt. Oder doch?

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Natürlich wollen wir das, denn nachdem wir unseren Charakter erstellt haben, finden wir einen besonderen Gauntlet, der uns besondere Kräfte verleiht und wir uns nun gegen die Macht stellen können, die uns unterdrückt. Doch natürlich ist das alles andere als einfach…

Wir brauchen Macht

Unser Charakter findet also in der Welt von Atlas Fallen eine besondere Waffe, mit der wir endlich gegen die Phantome bestehen und die Bevölkerung beschützen können. Allerdings ist diese zerbrochen und somit äußerst instabil. Das hat schonmal für Ärger gesorgt und somit müssen wir natürlich erst einmal die verlorenen Teile wiederfinden.

Diese sind über die unterschiedlichen Karten verstreut und mit Kämpfen verbunden, die wir bestreiten müssen, um sie zu erhalten. Haben wir ein Teil gefunden, dann reicht das noch nicht aus, denn dann gilt es drei Splitter zu finden, die auch in der Welt verstreut sind. Erst dann können wir zu einem Amboss gehen und unseren Handschuh verstärken.

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Wir erhalten dann einen Dash, den wir bis zu dreimal verwenden können und einen Doppelsprung. Diese zwei Eigenschaften sind in der Welt von Atlas Fallen sehr wichtig, denn Abgründe überwinden steht an der ersten Tagesordnung. Wir können nun auch Dinge aus dem Sand heben. Ambosse, Truhen oder auch riesige Trümmer alter Ruinen, um uns somit neue Wege zu bauen.

Im späteren Verlauf bekommen wir noch Zerstörung hinzu, was uns die restlichen unpassierbaren Wege öffnet. Ebenfalls können wir alte Artefakte bergen, die uns dann einen mal dort gewesenen Weg erleuchtet, allerdings nur kurz. Also auch außerhalb von Kämpfen ist der Handschuh ziemlich praktisch.

Apropos !

Wo wir gerade beim Thema Kämpfen sind, da können wir uns auch gleich einmal die Macht des Gauntlets gegen unsere Feinde ansehen. Wir kämpfen gegen Phantome, die ganz unterschiedliche Gestalten und Größen haben können. Außerdem haben sie unterschiedliche Schwachstellen und ähnlich wie bei Monster Hunter können wir unterschiedliche Teile an ihnen zerstören.

Während wir mit Haupt- und Nebenwaffe zuschlagen, bauen wir das so genannte Momentum auf. Das Momentum lädt sich bis zu drei Stufen auf und wir können mit ihm einen ultimativen Angriff auf unsere Gegner loslassen, allerdings bedeutet viel Momentum auch viel Schaden.

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Momentum benötigen wir aber auch, um unsere Essenzsteine zum Einsatz zu bringen. Sie sind quasi unsere Fertigkeiten, die wir ausrüsten und verbessern können. Drei von ihnen sind aktiv und die anderen bringen uns passive Verbesserungen wie mehr Verteidigung, Schaden oder, oder, oder. Wir finden eine Menge von ihnen oder Blaupausen, um sie herzustellen.

Das Kämpfen an sich ist schnell und erfordert auf dem normalen Schwierigkeitsgrad etwas Geschick. Einige der Gegner, besonders Bosse, sind nicht ohne. Wir müssen vor allem das Ausweichen und Blocken wirklich berücksichtigen, denn sonst kann uns eine gegnerische Kombi schnell aus den Schuhen hauen. Leider gab es hierbei auch ein paar Angriffe, die wir unfair fanden und in dem Gewusel mit vielen Gegner verlieren wir schnell den Überblick. Auch das Ausweichen bringt hier kaum was, denn irgendwer trifft uns trotzdem immer.

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Trotzdem macht es Laune den Phantomen mit dem Hammer den Popo zu versohlen und dabei einige Effekte auszulösen. Besonders der ultimative Angriff macht ordentlich was her und fühlt sich so mächtig an, wie er auch aussieht.

Wir gleiten über den Sand

Die Welt in Atlas Fallen gleicht einer riesigen Wüste. Durch den stetigen Abbau der Essenzen wird dem Land das Leben entzogen und somit werden die Landschaften karger. Doch gut für uns, denn wir können über den Sand gleiten wie auf Eis und kommen so viel schneller an unser Ziel.

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Sich die unterschiedlichen Karten genauer anzusehen, lohnt sich auf jeden Fall. Dabei stößt man gerne auf grüne Oasen voller Tiere, die einem einen kleinen Eindruck davon geben, wie es hier einmal ausgesehen haben muss. Man findet Ruinen, kleinere Dörfer und vieles anderes sehenswertes hier.

Für die Entdecker unter uns gibt es auch genug zu tun. Neben zahlreichen Truhen und versteckten Passagen können wir vor allem viele Bücher und Notizen in der Welt finden, die nochmal mehr Tiefe in die Geschichte von Atlas Fallen geben. Außerdem gibt es Aussichtspunkte, Echos aus der Vergangenheit oder seltsame Lichtsäulen zu finden.

Wir können uns auch einfach mit den Nebenaufgaben der NPCs beschäftigen. Dabei sind Botengänge, Rettungsmissionen, Sammeln und manchmal auch einfach Vorbereitungen treffen für die Hauptquest. Nichts, was wir nicht schon irgendwo einmal gesehen haben, aber dennoch füllt es die Welt mit Leben.

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Wer will kann sich auch an die Staturen von Thelos wenden und diese mit Freuden zerstören oder wir sammeln einfach Pflanzen und Material in der Welt, welches wir brauchen, um unsere Essenzsteine herzustellen und zu verbessern. Zu tun gibt es auf den Karten genug, auch wenn sie nicht so groß aussehen, haben sie durch die Möglichkeiten des Erkundens, die es für uns gibt, einiges zu bieten.

Ohne Ausrüstung geht nichts in Atlas Fallen

Sicherlich laufen wir nicht ohne Rüstung durch die Welt voller böser Phantome, die uns an den Kragen wollen. Im Spielverlauf finden wir die ein oder andere Rüstung oder bekommen sie für das Abschließen von Quests.

Jede Rüstung bietet uns unterschiedlichen Schutz und bestimmte Vorteile für Rüstungssets. Wir können sie bis zu dreimal verbessern und das sollten wir, wenn möglich, auch tun, denn von den Leveln der Rüstung hängt auch unser Level ab und ob unsere Gegner zu stark für uns sind oder nicht.

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Mit jeder Verbesserung bekommen wir außerdem einen Perkpunkt, den wir in unseren kleinen Perkbaum verteilen können. Hier erhalten wir Vorteile wie z.B. bessere Heilung, mehr Geld oder Heilung beim Sammeln von Materialien. Ziemlich praktisch.

Außerdem finden wir Amulette, die uns ebenfalls unterschiedliche Boni gewähren. Schnellere Aufladungen für Heilung, mehr Heilungen, oder, oder. So können wir uns den Spielstil zusammenbauen und Kombinationen mit den Essenzsteinen finden, die uns am besten liegen.

Technisch nicht perfekt

Deck13 liefert uns mit Atlas Fallen ein tolles Action Rollenspiel, welches auch viel Tiefe bietet, wenn man sich drauf einlässt. Doch natürlich müssen wir uns auch ein wenig die technischen Aspekte ansehen, die wir auf der Xbox Series X so mitgenommen haben.

Wir hatten hier und da ein paar Glitches, wo unser Charakter in Videosequenzen gesogen und platziert wurde. Einige Texturen mussten nachladen und hier und da wurden wir von wildem Flimmern bei Gegnern oder im Boden begleitet.

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Manche Effekte von Angriffen lösten nicht aus oder zu spät, sodass wir manchmal nicht wussten, ob wir diesen nun eingesetzt haben oder nicht. Auch hatten wir den ein oder anderen Bosskampf, wo wir gegen eine Puppe gekämpft haben, weil der Gegner sich einfach nicht gewehrt hat oder auch neu laden mussten, weil der Kampf nicht richtig getriggert wurde. Das war vor allem in manchem Questforschritt eher störend.

Die NPCs wirken oft auch leider etwas starr und wir sind von der deutschen Synchro nicht 100 % überzeugt, aber im Großen und Ganzen meckern wir hier auf hohem Niveau.

Atlas Fallen läuft trotzdem solide und die Welt ist wunderschön anzusehen. Die Fehler haben unseren Spaß nicht gemildert, denn besonders beim Sandsurfen läuft alles ruckelfrei und flüssig.

Immer im Blick | Unser Fazit zu Atlas Fallen

Seit der ersten Ankündigung von Atlas Fallen hatten wir das Spiel im Blick und haben sehr auf den Release hingefiebert. Trotz der ein oder anderen Schwäche und dem teilweise knackigen Schwierigkeitsgrad, den man aber immer umstellen kann, hatten wir eine Menge Spaß in den knapp 12 Stunden Spielzeit.

Die Geschichte ist super inszeniert und kommt mit einigen Wendungen daher. Wir haben jetzt nicht unbedingt die tiefste Beziehung zu den Charakteren, aber das müssen wir auch gar nicht. Wir haben die Story gespannt verfolgt und konnten eine gute Zeit hiermit verbringen.

Wenn ihr Spiele wie DArksiders mögt und euch gerne in Kämpfen mit besonderen Kombinationen ausprobiert, dann ist Atlas Fallen was für euch. Auch weil die Welt einen nicht erschlägt und die Spielzeit einen nicht auffrisst können wir das Action Rollenspiel nur vielen von euch ans Herz legen.

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