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The Last of us – lange habe ich mit mir gerungen als das Spiel erschienen ist. Ich muss wirklich sagen, dass mich die ganzen positiven Kritiken davor abgeschreckt haben. Oft ist es so, dass ein Spiel hochgelobt wird und dann ist es nicht annähernd so gut wie es mal hätte sein können. Gekauft habe ich Last of Us dann schlussendlich mit einem Gutschein, den ich zum Geburtstag bekommen hatte. Ich hätte nach Uncharted eigentlich nie an Naughty Dog zweifeln dürfen. Und das haben sie mir auch gezeigt.

Erschienen ist The Last of us am 14. Juni 2013 für die Playstation 3, danach in diversen weiteren Versionen auch auf der Playstation 4 und 5.

Geschichte zu The last of Us

Wir begeben uns in eine zerstörte neue Welt. Die USA ist fast komplett entvölkert und diesmal liegt das Problem nicht bei einem Virus oder Bakterium, welches die Menschheit ausrottet. Diesmal liegt es bei einem parasitären Pilz, der sich schlagartig ausgebreitet und die Menschheit fast komplett vernichtet hat. Ist ein Mensch von diesem Pilz befallen stirbt er nicht sofort, eher verfällt er einem immer größer werdenden Wahnsinn. Während der Pilz sie lebend verzehrt, sie als Wirte benutzt und ihnen die Menschlichkeit austreibt. Diese Wesen leben mit ewigem Hunger und stürzen sich auf alles was sie kriegen können.

Die wenigen Überlebenden leben in Quarantänezonen unter der Herrschaft von paranoiden Militärbanden, die beim kleinsten Anzeichen von Bartwuchs schon ihre Waffe ziehen. In dieser Welt ist Elli aufgewachsen. Das 14 jährige Mädchen sieht aus wie ein ganz normaler Teenie, der auf Sci-Fi Comic steht und herumalbert wenn ihr langweilig ist. Doch in dieser Welt gehört Tod zum Alltag und genau das macht sie zu einem nicht mehr ganz so normalen Teenie. Mit Elli treffen wir auch auf Joel, unseren Hauptcharakter. Er ist ein Schwarzmarkthändler und soll das Mädchen einmal von Boston nach Pittsburgh befördern, ohne das ihr etwas zustößt. Die beiden begeben sich also auf eine lange Reise in der beide eine große Entwicklung durch leben.

Wer das Spiel kennt, der weiß natürlich wieso dass alles überhaupt passiert. Aber für die, die es vielleicht wirklich noch nie gespielt haben, möchte ich nicht zu viel verraten.

Setting:

Wir durchqueren einmal die USA. Was hat die USA zu bieten? Viele verschiedene Landschaften. Auch Last of Us entführt uns in Städte, mit zerfallenen Häusern, überwuchert mit Pflanzen. Wenn die Natur sich immer weiter das zurückholt, was ursprünglich mal ihr gehört hat. Ebenso durchkämmen wir grüne Landschaften, finden alte Militärbasen. Müssen uns durch die dunkle Kanalisation kämpfen mit einer Elli die nicht schwimmen kann. Erkunden alte Ruinen und versuchen den Infizierten aus dem Weg zu gehen, so gut wir eben können.

Das Gefühl der Schwere, die dieses Spiel mit sich bringt wird von der Musik und den generellen Soundeffekten noch mehr untermalt. Sie passt sich perfekt an die Situationen an und reißt uns mitten ins Spielgeschehen hinein. Auch die Dialoge sind wohlüberlegt und nicht zu aufgesetzt. Dazu kommt, dass die Charaktere in herkömmlichen Situationen einfach sie selbst sind. So kommt es vor, dass Elli für einen Moment alle Gefahren vergisst und lieber das Pfeifen übt.

All das zusammen sorgt für eine so atemberaubende Atmosphäre die dem Spieler dieses Gefühl der Weite und des Verfalles der Spielwelt einfach gut vermittelt.

Besonderheiten:

Bei The Last of Us handelt sich um ein Stealth – Action Spiel. Wir benutzen alles was auf Hüfthöhe ist als Deckung und versuchen die Bewegungsmuster unserer Gegner auszukundschaften. Durch die gelungene Kameraperspektive klappt das auch sehr gut. Oft ist es ein heiteres Katz und Maus Spiel, wenn wir versuchen unentdeckt durch die zahlenmäßig Überlegenen Gegner zu marschieren. Die Fähigkeit „Lauschen“ erlaubt es uns diese auch durch Wände aus zu machen. Allerdings nur, wenn sie auch Geräusche von sich geben. Wenn einer von ihnen still auf Beute lauert, dann können wir ihn nicht sehen und der Nervenkitzel bleibt so immer erhalten. Zur Not können wir unsere Gegner immer mit Pflastersteinen oder Flaschen ablenken, welche wir in eine beliebige Richtung werfen. Während wir dort umherschleichen müssen oder versuchen wir Komponenten zu finden, mit welchen wir uns Dinge wie Medikits oder Messer zusammen bauen können. Gerade die Messer sind sehr wichtig um gegen die Clicker anzukommen. Clicker sind Infizierte, deren Gesicht schon völlig von dem Pilz aufgefressen wurde. Sie tappen blind durch die Gegend, hören dafür aber umso besser. Erwischen sie uns, sind wir sofort tot. Mit einem Messer können wir ihnen sofort den gar ausmachen. Warum nicht die Pistole benutzen? Ganz einfach: Sie ist zu laut, zu auffällig. Sie lockt Horden von Monstern an, die wir lieber alle nach einander erledigen wollen, denn mehr als 2 – 3 Schläge halten wir nicht aus. Das Spiel ist durchzogen mit diesen Momenten in denen die Gegner uns einfach zahlenmäßig komplett überlegen sind. Doch damit es hier nicht langweilig wird baut Naughty Dog kleine Abwechslungen ein, die das ganze wirklich wieder auflockern. So geraten wir in Verfolgungsjagden, begeben uns auf Reitausflüge, müssen Tauchpassagen hinter uns bringen, Schieberätsel lösen oder gegen den einen oder anderen Endgegner kämpfen.

Auch wenn wir öfter auf Plünderer oder andere militärische Gruppen treffen, als auf die originell und zugleich verstörend  inszenierten Wesen, geht die Spannung nie verloren. Denn die Menschen sind mit ihren Waffenarsenalen eine viel größere Gefahr.

Neben den Kämpfen legt das Spiel aber viel mehr den Fokus auf das, was es auch immer sein wollte: Ein Endzeitdrama. Die Beziehung zwischen Elli und Joel steht zu jeder Sekunde des Spiels im Mittelpunkt. Wir erleben eine atemberaubende Entwicklung mit. Der harte Joel, der die Welt noch kennt bevor der Pilz sich ausgebreitet hat, der alle Gefühle in sich verdrängt hat und zu einem eiskalten Überlebenskünstler wurde und Elli nur als Ware sieht, die er zu seinem Ziel bringen soll. Und das kleine Mädchen, welches sich trotzig an Joels Seite gibt, als kleines Nervenbündel. Wenn beide mit der Zeit auftauen. Sich anfangen zu vertrauen und zu respektieren. Wenn Elli für Joel wie seine Tochter wird, die er um alles in der Welt beschützen will. Es ist herzzerreißend und wunderschön.

Fazit zu The Last of us

Was soll ich groß noch zu diesem Spiel sagen? Es hat mich mitgerissen, es hat mich berührt. Es war eine Achterbahn der Gefühle. Ich liebe es einfach. Wirklich eines der Besten Spiele die ich jemals spielen durfte. Neben Bioshock wirklich eines meiner Lieblingsspiele. Die Version für die PS4 ist natürlich grafisch nochmal schöner, aber ich wollte mich jetzt an das Grundspiel halten, weil es damals einfach so genial war. Ich freue mich, sollte es tatsächlich eine Fortsetzung geben.

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